Postauto steht in Vollbrand
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Mehrere Leservideos zeigen:Postauto steht in Vollbrand

Er wohnte im Kanton Bern
Täter von Kerzers FR war Behörden wegen psychischer Instabilität bekannt

Am Dienstagabend fing in Kerzers FR ein Postauto Feuer. Die Polizei bestätigt 6 Todesopfer und 5 Verletzte. Nach ersten Erkenntnissen habe ein Mann den Brand mutwillig gelegt.
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Am Dienstagabend starben bei einem Postauto-Brand 6 Menschen, 5 wurden verletzt.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Kerzers im Kanton Freiburg brennt am Dienstagabend ein Postauto
  • Laut Kantonspolizei gibt es 6 Tote und 5 Verletzte – darunter ein Helfer
  • Augenzeugen: «Ein Mann hat Benzin ausgeleert und sich angezündet»
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Blick Newsdesk
11.03.2026, 15:21 Uhr

«Er hatte Einkaufswägelchen dabei»

An der Medienkonferenz wurden einige neue Informationen bekannt gegeben.
Foto: keystone-sda.ch

Nach dem dramatischen Brand in einem Postauto in Kerzers FR haben die Behörden im Rahmen einer Medienkonferenz neue Details bekanntgegeben: Der mutmassliche Täter zündete sich selbst an, woraufhin sich das Feuer im Postauto rasant ausbreitete. Mindestens sechs Menschen starben, fünf weitere wurden verletzt. 

Die Ermittler gehen von einer mutwilligen Tat aus, ein Terroranschlag wird ausgeschlossen. Doch warum konnten so viele Passagiere nicht fliehen? Die Polizei untersucht diesbezüglich Videoaufnahmen und die Funktionsweise der Türen. Die gesamte Zusammenfassung des Point de Presse findest du hier.

Eine junge Frau sass mit dem Täter im Bus. «Er hatte Einkaufswägelchen dabei und Lotterie-Tickets, die er nach dem Hinsetzen aufzurubbeln begann», sagt die 16-Jährige zu «20 Minuten». Er habe nach Zigaretten gerochen. Von Benzin keine Spur. Bevor er sich anzündete, stieg die Jugendliche aus. 

An dieser Stelle beenden wir den Ticker. Natürlich werden wir weiterhin über die weiteren Entwicklungen berichten.

Warum konnten die Opfer nicht aus dem Bus aussteigen?
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Frage an Polizei:Warum konnten die Opfer nicht aus dem Bus aussteigen?
11.03.2026, 13:08 Uhr

Verletzte Person im Universitätsspital Zürich behandelt

Nach Informationen von SRF wird eine beim Brand verletzte Person derzeit im Universitätsspital Zürich auf der Intensivstation aufgrund schwerer Verbrennungen behandelt.

Zwei weitere verletzte Personen wurden noch am Einsatzort medizinisch versorgt. Die beiden Schwerverletzten brachte der Rettungsdienst anschliessend in andere Spitäler.

Foto: Sven Thomann
11.03.2026, 12:35 Uhr

Täter wohnte im Kanton Bern

Wie der Westschweizer Fernsehsender RTS berichtet, war der mutmassliche Täter von Kerzers FR «den Behörden wegen psychischer Instabilität bekannt». Er wohnte demnach im Kanton Bern.

11.03.2026, 11:36 Uhr

«Meine Kinder wollen aktuell nie mehr Bus fahren»

Nach dem tödlichen Postauto-Brand in Kerzers zeigt sich die Betroffenheit in der Bevölkerung gross. Diana T. aus der Region berichtet, ihre Kinder hätten die betroffene Linie nur zwei Stunden vor dem Unglück noch zur Fahrt nach Ulmiz benutzt. «Sie haben Angst und wollen aktuell nie mehr Bus fahren. Es ist einfach nur absolut schrecklich», so die Mutter gegenüber Blick.

11.03.2026, 11:21 Uhr

«Schreckliches Unglück»: Bundesrat Rösti über Brand-Tragödie

Bundesrat Albert Rösti spricht während der Debatte im Ständerat einige Worte zum «schrecklichen Unglück» in Kerzers FR. Er drückt sein Bedauern aus und wünscht den Betroffenen «die nötige Kraft und alles Gute in dieser schrecklichen Situation».

Bundesrat Rösti spricht im Ständerat zu Kerzers FR
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«Schreckliches Unglück»:Bundesrat Rösti über Kerzers FR
11.03.2026, 11:19 Uhr

Gedenkstätte in Kerzers FR errichtet

Um den Opfern des tragischen Busbrandes in Kerzers zu gedenken, wurden in unmittelbarer Nähe des Unfallorts Zelte errichtet. Angehörige, Freunde sowie weitere Trauernde erhalten dort die Möglichkeit, Blumen niederzulegen und ihre Anteilnahme auszudrücken.

Gedenkstätte wird neben der Unfallstelle errichtet
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Nach tödlichem Brand:Gedenkstätte wird neben der Unfallstelle errichtet
Im Inneren der Gedenkstätte liegt ein Kondolenzbuch aus.
11.03.2026, 10:14 Uhr

Augenzeugen berichten vom tragischen Ereignis

Am Dienstagabend gegen 18.25 Uhr gerät in Kerzers FR ein Postauto in Brand, und Anwohner sowie Passanten werden Zeugen eines erschütternden Szenarios. Bei dem verheerenden Feuer sterben sechs Menschen, mindestens fünf weitere werden verletzt. 

Der Garagist Astrit B.* (40), dessen Werkstatt sich in unmittelbarer Nähe des Brandorts befindet, berichtet gegenüber Blick von den dramatischen Minuten, in denen sich die Tragödie abspielte. Hier gehts zum Text.

11.03.2026, 10:10 Uhr

«Die Stimmung ist insgesamt sehr ruhig»

Am Dienstagabend kamen sechs Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Das Postauto wurde abtransportiert, die Strasse ist wieder frei. Ein Blick-Reporter vor Ort berichtet: «Die Stimmung ist insgesamt sehr ruhig.»

«Die Stimmung ist insgesamt sehr ruhig»
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Blick-Reporter vor Ort:«Die Stimmung ist insgesamt sehr ruhig»
11.03.2026, 09:47 Uhr

«Haben gerade Blumen niedergelegt und gebetet»

Vanessa Liuzzi aus Golaten BE erzählt, wie ihr Sohn den Helikopter am Himmel bemerkte – und sie so von der Tragödie in Kerzers FR erfuhr. Bei dem Brand-Anschlag auf ein Postauto kamen sechs Menschen ums Leben.

«Haben gerade Blumen niedergelegt und gebetet»
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Anwohnerin zum Brand-Drama:«Haben gerade Blumen niedergelegt und gebetet»
11.03.2026, 09:29 Uhr

«Theorie eines brennenden Elektromotors ausgeschlossen»

Zum Postbus-Brand sind immer noch viele Fragen offen, die Ermittlungen laufen. Nun äusserte sich der Staatsrat für Sicherheit und Justiz von Freiburg zum Busbrand in Kerzers: «Dass ein Bus in Flammen aufgeht, überrascht jeden. Wir stehen noch immer etwas unter Schock», sagt Romain Collaud in der Zeitung «La Matinale».

Die Brandursache wird noch untersucht, die Theorie eines brennenden Elektromotors ist aber ausgeschlossen. «Es war ein Dieselbus», betont Collaud.

Die Identifizierung der Opfer kann mehrere Tage dauern. Wie schon bei der Tragödie in Crans-Montana dauert die DNA-Analyse ihre Zeit. «Es geht nicht um die Anzahl der Personen, sondern um den Identifizierungsprozess selbst.»

Ein Terroranschlag wird nach aktuellem Stand ausgeschlossen, wie auch Collaud bestätigte: «Auf den ersten Blick gibt es keinerlei Hinweise auf einen möglichen Anschlag. Ich halte es für wichtig, die Öffentlichkeit zu beruhigen: Die Bevölkerung ist in Sicherheit. Die Ermittlungen laufen weiter.»

Romain Collaud spricht den Angehörigen der Opfer das Beileid des Freiburger Staatsrats aus.

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Grosseinsatz der Feuerwehr in Kerzers FR. Wie Videos und Fotos von Blick-Lesern zeigen, stand ein Postauto in Flammen. Laut einem Leserreporter war auch ein Rettungshelikopter im Einsatz. Die Kantonspolizei Freiburg bestätigt mehrere Todesopfer und Verletzte. Die genaue Anzahl der Toten ist allerdings noch unklar. Auch die Schweregrade der Verletzungen sind noch nicht bekannt.

Die Polizei sperrt den Platz und bittet die Anwohner, sich vom Postauto fernzuhalten. Das Fahrzeug war nach dem Feuer komplett ausgebrannt.

Verstörende Bilder

Blick erreichen viele Fotos und Videos von Leserreportern, die das Ausmass der Zerstörung zeigen. Die Flammen aus dem Postauto waren mehrere Meter hoch. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Ein Video, das Blick vorliegt, zeigt einen entsetzten Mann, dessen Gesicht vom Rauch geschwärzt ist. Die Federn von zerstörten Daunenjacken fliegen durch die Luft. Die Umstehenden sind entsetzt. Als die Feuerwehr eintrifft, ist vom Postauto nur noch die verbrannte Hülle übrig.

Der Mann mit dem verrussten Gesicht wird im Video von jemandem gefragt, was passiert ist. «Ein Mann hat sich selbst drinnen angezündet», antwortet er auf Albanisch. Dann fuchtelt er mit den Armen und sagt weiter: «Er hat Benzin ausgeleert und sich selbst angezündet!» Weitere Augenzeugen berichten das Gleiche. Diese Aussagen wurden von der Polizei noch nicht bestätigt.

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