Darum gehts
- Täter (65) zündete am 10. März in Kerzers ein Postauto an
- Er war zuvor wegen körperlicher Probleme freiwillig in Berner Spital
- Gemäss Kantonspolizei Bern keine Hinweise auf psychische Erkrankung
Nach der Tragödie von Kerzers FR kommen neue Details ans Licht. Wie «SRF News» unter Berufung auf die Kantonspolizei Bern berichtet, hielt sich der Täter (†65) vor der Tat in einem Berner Spital auf. Es soll sich dabei aber um ein körperliches und nicht um ein psychisches Problem gehandelt haben.
«Der Mann war freiwillig aufgrund eines medizinischen Problems im Spital. Es handelte sich dabei also um ein körperliches und nicht um ein psychisches Problem», zitiert SRF die Polizei. Es habe sich ausdrücklich nicht um eine fürsorgerische Unterbringung gehandelt, präzisiert die Polizei gegenüber «20 Minuten».
Polizei suchte Wohnadresse auf
Wie die Portale von «CH Media» berichten, habe das Spital den Mann um kurz nach 13 Uhr am Dienstag als vermisst gemeldet. Das Spital habe sich Sorgen gemacht und warnte die Polizei vor dem 65-Jährigen.
Nach Eingang der Vermisstmeldung habe die Berner Polizei eine Fahndung eingeleitet. Einsatzkräfte hätten unter anderem seine Wohnadresse aufgesucht und Kontakt zu Bezugspersonen des Mannes aufgenommen. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens ergaben die umfassenden Abklärungen offenbar keine Hinweise auf eine mögliche Gefährdung.
Sechs Menschen starben
Der Schweizer wurde auch im nationalen Fahndungssystem Ripol ausgeschrieben. Die Freiburger Kantonspolizei wurde über die Suchaktion nicht direkt infomiert. Die Berner Kantonspolizei habe keine Hinweise gehabt, dass sich der Mann im Kanton Freiburg aufhalten könnte, sagt Ramona Mock, Chefin Kommunikation, gegenüber «CH Media».
Der Schweizer hatte das Postauto am Dienstagabend in Brand gesetzt. Zuvor hatte er sich selbst angezündet. Insgesamt starben bei dem Brand sechs Menschen, fünf wurden verletzt.