Darum gehts
- In Biberist brennt Recyclingbetrieb Librec AG seit Dienstagmittag, Gebäude evakuiert
- Extreme Rauchentwicklung, Bevölkerung soll Fenster schliessen und Gebiet meiden
- Feuerwehr im Einsatz, keine Verletzten, Brandursache noch unbekannt
Am Dienstagnachmittag melden Leserinnen und Leser Blick einen Brand in Biberist im Kanton Solothurn. Demnach ist das Feuer bei der Firma Librec AG, einem Recyclingbetrieb für Batterien, ausgebrochen.
Auf Anfrage bestätigt die Kantonspolizei Solothurn den Einsatz. «Die Meldung ging kurz vor 13 Uhr bei uns ein», teilt die Medienstelle mit. Das betroffene Gebäude sei vorsorglich geräumt worden. Weitere Details konnten zunächst nicht genannt werden.
Die Feuerwehr steht auch fast sieben Stunden nach Brandausbruch noch im Einsatz. «Die Löscharbeiten dauern an», sagt Polizeisprecher Bruno Gibri auf Anfrage von Blick. Nach aktuellem Stand wurde bei dem Brand niemand verletzt. Der Rettungsdienst befindet sich jedoch vor Ort, falls es im Zuge der Löscharbeiten zu Zwischenfällen kommen sollte. Zur Ursache des Feuers gibt es bislang keine Informationen.
«Es knallt und raucht extrem»
Ein Blick-Leser schildert die Situation vor Ort so: «Es wird immer schlimmer, es knallt und raucht extrem.» Auch über die Warn-App Alertswiss wurde eine Meldung wegen starker Rauchentwicklung veröffentlicht.
Die Behörden raten der Bevölkerung, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen auszuschalten. Zudem soll das betroffene Gebiet gemieden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge geleistet werden.
Gemeindepräsident: «Ich bin schockiert»
Bei der Anlage in Biberist handelt es sich um die erste Recyclinganlage der Schweiz für Batterien aus Elektroautos. Der Geschäftsführer der Librec AG sagt dem TV-Sender Tele M1, dass man in der Branche immer mit einem Brandausbruch rechnen müsse. Entsprechend sei man für so einen Fall gut vorbereitet. Der Schaden dürfte einige Tausend Franken betragen.
Auch der Gemeindepräsident von Biberist, Stefan Hug-Portmann, spricht mit Tele M1 über den Vorfall. «Ich bin schockiert», sagt er. Die Librec AG sei eine «sehr wichtige Firma auf einem sehr wichtigen Areal», das sich zu einem Zentrum der Kreislaufwirtschaft entwickeln soll.