Leservideos zeigen unbekanntes Flugobjekt am schweizer Nachthimmel
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Nach zwei Minuten verschwunden:Leservideos zeigen unbekanntes Flugobjekt am Nachthimmel

Es gibt eine einfache Erklärung für das mysteriöse Lichtobjekt
Was war denn das am Nachthimmel über der Schweiz?

Ein leuchtendes Objekt mit langem Schweif sorgte am Freitagabend kurz nach 22 Uhr über der Schweiz für Aufregung. Dutzende Augenzeugen meldeten das Himmelsschauspiel – die wahrscheinliche Erklärung: ein verglühender Satellit – oder der Schweif einer Raketenstufe.
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Was war denn das?
Foto: Blick-Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Seltsames Licht über Nord- und Ostschweiz am 1. Mai nach 22 Uhr gesichtet
  • Wohl Schweif der zweiten Stufe einer SpaceX Falcon 9-Rakete mit ihrem Satellitenzug

  • Möglicherweise verglühender Starlink-Satellit bei Wiedereintritt in Erdatmosphäre
  • Ähnliches Ereignis 2024: Starlink-Satellit 2382 war über Zürich sichtbar
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Kurz nach 22 Uhr ging bei Blick eine Flut von Lesermeldungen ein. Über der Schweiz wurde ein seltsames Licht am Himmel gesehen. Ein Leser aus dem Bündner Rheintal schrieb: «Vorne wie ein kleiner Punkt und hinten ein Strich. Es bewegte sich schnell und dann gab es wie eine Schallwelle. Dann erlosch zuerst der vordere Teil und nach ein paar Sekunden erlosch der hintere Teil – der aussah wie ein Lichterschweif.»

Ähnliche Meldungen erfolgten aus der ganzen Schweiz – selbst aus dem Wallis. Eine Leserin aus Basel: «Vorderer Teil hell und klein und hinten ein länglicher heller Anhang. Relativ langsam geflogen.» Ein Raketenstart, eine Rakete, ein Ufo wurden vermutet. «Mehrere Erwachsene als Zeugen, die das noch nie gesehen haben», so eine Leserin.

Wohl verglühender Starlink-Satellit

Die Erklärung ist höchstwahrscheinlich banal: Es dürfte sich um den Schweif der zweiten Stufe einer SpaceX Falcon 9 Rakete mit ihrem Satellitenzug handeln. Fast zeitgleich hatte SpaceX Startlink-Satelliten in den Orbit geschossen. Bei guten Bedingungen, wie sie am Freitagabend herrschten, ist der Schweif gut sichtbar.

Eine andere Möglichkeit: Die Bilder und Beschreibungen – ein langsam ziehendes, hell leuchtendes Objekt mit einem länglichen Schweif, das sich gegen Ende auflöst – passen klassisch zum Wiedereintritt eines Satelliten in die Erdatmosphäre. Ein klassischer Plasma-Schweif, fast lehrbuchmässig bei einem Wiedereintritt. Auf den Tagesbildern ist der helle Lichtkern mit dem charakteristischen länglichen Schweif gut erkennbar – das sind der glühende Satellit und seine Trümmer.

Die Dynamik spricht für sich: Meteore sind viel schneller – ein Satellit beim Wiedereintritt bewegt sich langsam und löst sich dann in einem hellen Aufblühen auf, wenn er in der Atmosphäre zerbricht. Ein fast identisches Ereignis ereignete sich im August 2024, als der Starlink-Satellit 2382 spektakulär über der Schweiz verglühte und von Zürich bis Paris zu sehen war.

Eine offizielle Bestätigung von zuständigen Behörden, was sich am Freitagabend am Himmel über der Schweiz ereignete, steht noch aus.

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