Warum gerieten in Bärau BE mehrere Häuser in Brand?
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Video zeigt Inferno:Warum gerieten in Bärau BE mehrere Häuser in Brand?

Inferno in Bärau im Emmental
Mehrere Häuser in Flammen – Bewohner evakuiert

In Bärau bei Langnau im Emmental sind in der Nacht auf Sonntag zwei Mehrfamilienhäuser und ein Nebengebäude in Flammen aufgegangen. Der Grossbrand zerstörte die Gebäude, doch glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Ermittlungen laufen.
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Im bernischen Bärau brennen zwei Mehrfamilienhäuser lichterloh. Rettungskräfte sind im Einsatz.
Foto: Blick-Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Bärau brennen zwei Mehrfamilienhäuser und ein Nebengebäude lichterloh
  • Mindestens ein Dutzend Menschen evakuiert, keine Verletzten gemeldet
  • Strasse und Bahnlinie gesperrt, Sachschaden und Ursache noch unklar

In Bärau bei Langnau im Emmental ist in der Nacht auf Sonntag ein Grossbrand ausgebrochen. Kurz nach 0.30 Uhr gingen die ersten Meldungen ein, woraufhin zahlreiche Einsatzkräfte ausrückten.

Leservideos zeigen zwei lichterloh brennende Mehrfamilienhäuser. Zwei Mehrfamilienhäuser sowie ein Nebengebäude standen in Vollbrand, wie die Kantonspolizei Bern in einer Medienmitteilung bestätigte. Die betroffenen Gebäude seien stark beschädigt und derzeit unbewohnbar, heisst es weiter. Wie die Polizei auch bestätigen konnte, wurde bei dem Grossbrand niemand verletzt.

Löscharbeiten unter schwersten Bedingungen

Die Angehörigen der Feuerwehren Region Langnau, Eggiwil und Trub-Trubschachen sowie die Feuerwehr Schutz und Rettung Bern konnten den Brand unter Kontrolle bringen. Atemschutztrupps kämpften unter schwierigsten Bedingungen gegen die Flammen. Zur Brandbekämpfung kamen unter anderem eine Autodrehleiter, mehrere Wasserwerfer sowie ein mobiler Grossventilator zum Einsatz.

Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Bahnlinie wurden zusätzlich die SBB mit einem Lösch- und Rettungszug aufgeboten.

Bewohner wurden evakuiert

Mehrere Bewohnende wurden vorsorglich aus dem Gefahrenbereich evakuiert und vorübergehend in einem benachbarten Garagenbetrieb betreut. Alle Bewohnenden der Mehrfamilienhäuser konnten sich zuvor selbstständig aus dem Gebäude begeben.

Laut einem Mitarbeiter des BRK soll es sich mindestens um ein Dutzend Menschen handeln. Ein Blick-Reporter vor Ort beschreibt die Lage so: «Alles stinkt nach Rauch – und niemand weiss, ob es Verletzte gibt.» Inzwischen ist klar, dass glücklicherweise niemand zu Schaden kam.

Inzwischen wurde das Gefahrengebiet vorerst abgeriegelt, unser Reporter musste den Ort deshalb verlassen. Doch auch weiter weg sei der Geruch der verbrannten Häuser noch zu riechen.

«Alles ist fort»

Eine, die in den Flammen alles verloren hat, ist Eva Bühlmann (49). «Alles ist fort, war das Erste, was ich gedacht habe. Das Einzige, was ich noch habe, ist das, was ich noch anhabe.» Zum Glück sei ihr und ihrer Familie nichts passiert, berichtet sie erstaunlich gefasst weiter. «Ich lag im Bett, als ich Leute vor dem Haus schreien hörte. Dann bin ich aufgestanden und habe gesehen, dass es brennt.»

«Ich bin barfuss rausgerannt»
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Eva (49) hat alles verloren:«Ich bin barfuss rausgerannt»

Wo der Brand ausgebrochen sein könnte, kann sie nicht sagen. «Ich vermute, dass es beim Unterstand passiert sein könnte.» Dieser hat eine PVA-Anlage auf dem Dach, ein Benziner und ein Elektroauto mit Ladestation stehen innen. Der Brand könnte sich dann über eine Verbindung auf das erste Wohnhaus ausgebreitet haben, das auf das zweite Haus übergesprungen sein könnte. Bestätigt wurde das von der Polizei oder der Feuerwehr jedoch nicht. Die Ermittlungen dauern an.

«Da hat alles schon lichterloh gebrannt»

Eva Bühlmann, ihr jüngster Sohn und die beiden Hunde wurden erst mal von ihrer Nachbarin Bernadette Gerber aufgenommen. Wie es weitergeht, ist unklar. «Ich bin aufgewacht, weil ich ein komisches Licht gesehen habe», erzählt sie. «Da war aber schon alles zu spät. Da hat alles schon lichterloh gebrannt.»

Auch Bernette Gerber kann zur Brandursache nur mutmassen: «In einem Gartenhäusli oder einer Art Unterstand habe ich gehört.»

Wegen der starken Rauchentwicklung hat der Kanton Bern über Alertswiss eine Warnung herausgegeben. Anwohner werden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Laut der Polizei bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung.

Einsatz am Nachmittag abgeschlossen

Die Löscharbeiten waren noch lange nach Ausbruch des Feuers im Gange und konnten erst am frühen Nachmittag abgeschlossen werden. Im Einsatz stehen Patrouillen sowie Spezialistinnen und Spezialisten der Kantonspolizei Bern, mehrere Ambulanzteams sowie Angehörige der Feuerwehren Eggiwil, Region Langnau und Trub-Trubschachen und die Feuerwehr Schutz und Rettung Bern. Ebenfalls vor Ort sind die SBB, ein Care Team, die Gemeindevertretung sowie das zuständige Regierungstatthalteramt.

Für die Dauer des Einsatzes bleibt die Strasse zwischen Langnau und Trubschachen sowie die Bahnlinie gesperrt. Eine Umleitung ist signalisiert. Zur Brandursache sowie zur Höhe des Sachschadens wurden Ermittlungen aufgenommen.

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