Darum gehts
Pech in der Liebe, Glück im Job? Für SRF-Managerin Anita Richner (59) könnte diese Rechnung aufgehen. Nach Informationen von Blick haben sich «Nebelspalter»-Herausgeber Markus Somm (61) und seine Frau getrennt. Das Umfeld der Familie bestätigt die Information; das Paar liess mehrere Anfragen unbeantwortet.
In einem Interview mit dem Portal «ellexx» sagte Somm vor Jahren, er halte viel vom Heiraten: «Ich finde es sehr wichtig, Beziehungen sehr verbindlich einzugehen. Gerade in einer Welt, die sehr volatil ist, empfinde ich es als wertvoll, wenn man gemeinsam sagt: Das binden wir fest, das muss halten.»
Markus Somm als Reputationsrisiko
Beruflich könnte sich die Trennung für Richner als Befreiungsschlag erweisen. Denn die Ehe zwischen der SRF-Journalistin und dem rechtsbürgerlichen, staatskritischen Publizisten, aus der fünf Kinder hervorgingen, hatte eine politische Dimension bekommen, als Richner erfolglos für die Nachfolge von SRF-Direktorin Nathalie Wappler (58) im Rennen war.
Aktuell ist bei SRF die zweite Führungsriege ausgeschrieben. Ohne Somm als Reputationsrisiko könnte Richner Kulturchefin werden. Ihr Leistungsausweis gilt als unbestritten. Mit «Mona mittendrin» hat sie eines der wenigen SRF-Formate geschaffen, die sowohl online als auch im linearen Fernsehen gut funktionieren.
Richner hat Radio- und TV-Erfahrung
Richner bringt sowohl Radio- als auch TV-Erfahrung mit. Ein weiterer Pluspunkt: Sie ist Schweizerin. Ihr Konkurrent für den Kulturposten, Rajan Autze (57), stammt aus Deutschland. Teile der Belegschaft werfen ihm vor, ein Kulturbanause zu sein. In einem Brandbrief, der Blick vorliegt, schreiben sie, Autze habe das SRF-Publikum beleidigt («die paar alten Klassikhörer»). Dem widerspricht Autze. Auch soll er in Sitzungen mehrmals wichtige Komponisten durcheinandergebracht haben.
Am Leutschenbach gilt: Vorteil Richner.