«Es wurden Nacktfotos von mir verschickt»
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Collien Fernandes:«Es wurden Nacktfotos von mir verschickt»

«Von 21 Männern vergewaltigt»
Jetzt äussert sich Collien Fernandes öffentlich

Collien Fernandes hat ihren Ex-Ehemann wegen «virtueller Vergewaltigung» angezeigt, wie der «Spiegel» erstmals berichtete. Nun äussert sich die Schauspielerin persönlich auf ihrem Instagram-Profil zu dem Fall.
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Fast 15 Jahre lang waren Christian Ulmen und Collien Fernandes verheiratet. Doch zehn Jahre habe er sie virtuell missbraucht, wie sie nun sagt.
Foto: imago/Eibner

Es sind fünf Bilder in dem Instagram-Beitrag von Collien Fernandes (44). Fünf Slides, in denen sie sich zu der Anzeige gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen (50) öffentlich äussert. Wie der «Spiegel» zuerst berichtete, zeigte die Moderatorin ihren Ex an, nachdem dieser ihr gegenüber angeblich zugegeben habe, intime Bilder seiner damaligen Ehefrau an Männer im Internet verschickt zu haben.

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«Das ganze Spiel wurde über zehn Jahre lang durchgezogen», schreibt Fernandes jetzt auf Instagram. Laut der Schauspielerin habe ihr Ex gefälschte Nacktfotos und Videos von ihr erstellt und diese unter falschem Namen im Internet verschickt – die Männer am anderen Ende hätten gedacht, sie würden mit der echten Collien schreiben. «Hunderten von Männern» sollen in dieser Zeit «Nacktfotos und Sexvideos» geschickt worden sein, etwa Bilder mit gespreiztem nackten Schritt. 

«Menschen aus der Branche glaubten, dass ich tatsächlich dahinter steckte», schreibt Fernandes. «Das Profil schickte den Männern eine erotische Geschichte, in der ich von 21 Männern vergewaltigt werde, in der immer wieder beschrieben wird, wie sehr ich weine, dass ich Angst habe, Schmerzen habe, immer wieder sage, dass ich das nicht will», heisst es weiter. «Die Geschichte endet damit, dass ich nach der Gruppenvergewaltigung noch eine Weile regungslos und spermaverschmiert auf dem Boden liege.»

«Es habe ihn geil gemacht, mich zu erniedrigen»

Dass solche Storys und Bilder von ihr im Internet kursierten, habe Collien Fernandes nicht gewusst. «Erst vor einigen Jahres erlangte ich Kenntnis von all dem, durch ein Mittagessen mit einem Produzenten, der mich auf ‹unsere› Konversation ansprach», erinnert sich die Moderatorin. Jahrelang sei die Tortur laut Fernandes weitergegangen, selbst eine Dokumentation habe sie gedreht, in der sie weit reiste, um den Täter zu schnappen. «Doch das wäre gar nicht nötig gewesen, denn der Täter war (wie ich jetzt weiss) die ganze Zeit über ziemlich nah. Sein Name: Christian Ulmen.» Ihr eigener Ehemann, also. 

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Er sei geständig gewesen, nachdem Fernandes eine Anzeige gegen Unbekannt einreichte, behauptet Fernandes. «Damit ich die Ermittlungen stoppe», behauptet Fernandes. Er habe «aus einer Art Besitzdenken heraus» so gehandelt haben, habe der Schauspieler gegenüber seiner damaligen Frau behauptet. «Weil er mich besitzt (ich bin schliesslich seine Ehefrau), könne er mich anderen Männern zum Sex zur Verfügung stellen. Die Degradierung habe ihm Lust bereitet! Es habe ihn geil gemacht, mich jahrelang zu erniedrigen!»

Sie stellt einen Appell an die Öffentlichkeit: «Sexualisierte Gewalt ist kein über der Realität schwebender Diskurs. Sie ist bittere und knallharte Realität, findet tagtäglich unter uns, sogar in den eigenen Schutzräumen, statt!» Mit einem einzigen Satz beendet sie ihren Post: «Es reicht!» Für Ulmen gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung. Gegenüber mehreren deutschen Medien lässt sein Anwalt verlauten: «Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den ‹Spiegel› rechtliche Schritte einzuleiten.» Es würden weiterhin «unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung» verbreitet.

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