In Deutschland hat ein Datenschutzbeauftragter Facebook mit sofortiger Wirkung verboten, Daten von WhatsApp-Nutzern zu erheben und zu speichern (BLICK berichtete). Zudem wurde verfügt, dass Facebook die bereits übermittelten Daten löschen muss.
Die glasklare Begründung des Hamburger Datenschützers Johannes Caspar: Nachdem Facebook den Chat-Dienst WhatsApp aufgekauft habe, versprach es den Nutzern, die Daten nicht austauschen zu wollen. Dass dies nun trotzdem geschehe, sei nicht nur eine Irreführung der Nutzer und der Öffentlichkeit, sondern stelle auch einen Verstoss gegen das deutsche Datenschutzrecht dar, so Caspar.
Abwarten auf europäische Kollegen
Deutschland handelt, in der Schweiz gibt man sich aber abwartend. Der schweizerische Datenschutz-Beauftragte Adrian Lobsiger lässt via Medienstelle verkünden, dass er das Thema mit den europäischen Datenschützern diskutiere und deren Abklärungen zum Thema WhatsApp aufmerksam verfolge.
Ein Signal, in welche Richtung dies gehen könne, gab es auf Anfrage hingegen nicht. «Der Datenschutz-Beauftragte wird sich dafür einsetzen, dass allfällige Anpassungen der Datenbearbeitung bei diesem Dienst auch für Userinnen und User in der Schweiz gelten werden», sagt sein Mediensprecher Francis Meier gegenüber BLICK.
Datenschützer wollen Vorgehen koordinieren
Sein unselbstständiges Verhalten erklärt er damit, dass es gegenüber global tätigen Konzernen «üblich und sinnvoll» sei, dass die Datenschutzbehörden der betroffenen Staaten ihr Vorgehen untereinander koordinieren. Lobsiger sei indes auch im Kontakt mit dem Hamburger Datenschützer Johannes Caspar, der das Machtwort gegen Facebook und WhatsApp aussprach.
Proaktiver zeigt sich Caspar: Zwischen ihm und Facebook sollen Gespräche anstehen. Sollte Facebook Hand zu einer Verbesserung des Datenschutzes bieten, will der Schweizer Datenschützer darauf drängen, dass diese Verbesserungen auch für die Userinnen und User in der Schweiz Anwendungen finden.
Der WhatsApp-Mutterkonzern Facebook reagierte bislang zurückhaltend: «Facebook hält sich an das EU-Datenschutzrecht», erklärte eine Unternehmenssprecherin. «Wir sind offen dafür, mit der Hamburger Datenschutzbehörde bei dem Versuch zusammenzuarbeiten, deren Fragen zu beantworten und sämtliche Bedenken auszuräumen.»
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