Politiker reisen durch Eritrea – Das meint BLICK
Wer reist, kann was erzählen

Publiziert: 08.02.2016 um 23:18 Uhr
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Aktualisiert: 05.10.2018 um 03:32 Uhr

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Die Weisheit gehört nicht umsonst zum Volksgut: Sich selber einen Eindruck vor Ort verschaffen, ist immer besser, als wenn man seine Meinung von Bildern, Videos oder Erzählungen von anderen abhängig machen muss

Wenn es aber um die Einschätzung geht, ob in einem Land eine Diktatur herrscht, ob die Menschen frei und sicher oder unterdrückt leben, ist der Fall nicht mehr so einfach. Das gab selbst die mitreisende Aargauer Grünen-Regierungsrätin Susanne Hochuli zu, wenn auch nur indirekt. In der «SonntagsZeitung» schrieb sie: «Schnell wird es für unsere Gegenüber unangenehm, wenn wir nach den Gefängnissen und politischer Opposition fragen. ‹Auch die Wände haben Ohren›, sagt uns einer.»

An diese Chiffre erinnert sich, wer den kommunistischen Ostblock noch kannte. Die Leute warnten sich so vor der Stasi und davor, dass Kritik am Regime Folgen hat. Und das spricht nicht gerade für Eritrea.

Matthias Halbeis,
Co-Politikchef

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