Operation Libero kann aus dem Vollen schöpfen
Über 50'000 Franken gegen die Burka-Plakate

Die Spendenaktion der Operation Libero für eine Ja-Kampagne zur erleichterten Einbürgerung übertrifft die Erwartungen.
Publiziert: 13.01.2017 um 12:29 Uhr
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Aktualisiert: 12.10.2018 um 16:08 Uhr
Im Hauptbahnhof Zürich hängen Plakate gegen die erleichterte Einbürgerung junger Ausländer, das Motiv ist eine mit einer Burka verschleierte Frau.
Foto: ALESSANDRO DELLA VALLE
Sermîn Faki

7000 Franken. Das war das Sammelziel der Operation Libero, um den Burka-Plakaten etwas entgegenzusetzen, mit denen SVP-Kreise gegen die erleichterte Einbürgerung Stimmung machen. Damit hätte man für einen Tag ein grosses Gegenplakat in einem grossen Bahnhof bezahlen können.

Nun kann die Organisation mit grösserer Kelle anrichten. Bis heute Nachmittag hat Operation Libero über 51'000 Franken an Spenden erhalten, siebenmal mehr als erwartet. Es seien vor allem Kleinstspenden, sagt Co-Kampagnenleiter Stefan Egli. «Das zeigt, dass sich die Bevölkerung nicht für dumm verkaufen lässt. Viele sind die absurden Angstmacherkampagnen der SVP leid, sie wollen dem Argumente entgegensetzen und für ein liberales Bürgerrecht einstehen.»

Mit dem Geld will die Organisation eine Woche lang Plakate an den grossen Schweizer Bahnhöfen schalten. Ab wann und wo welche hängen, planen die Liberos gerade. «Wir lösen unser Versprechen ein», verspricht Egli, «die Bürger werden zum Thema Bürgerrecht nicht mehr nur faktenfreie Sujets sehen.»

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