Massaker im Irak
IS-Miliz erschiesst 300 Menschen

Die Schergen des selbsternannten «Islamischen Staates» haben im Irak erneut ein Massaker angerichtet und 300 Sunniten umgebracht. Grund: Die Stammesangehörigen hätten an der Seite er Regierung gekämpft.
Publiziert: 09.04.2015 um 18:49 Uhr
|
Aktualisiert: 01.10.2018 um 02:20 Uhr
Irakische Soldaten auf der Suche nach IS-Milizen.
Foto: Reuters

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in der westirakischen Provinz Al-Anbar rund 300 gefangene Angehörige sunnitischer Stämme ermordet. Ihnen sei vorgeworfen worden, mit den irakischen Sicherheitskräften zusammengearbeitet zu haben.

Die Opfer seien in dem Ort Al-Kaim an der Grenze zu Syrien erschossen worden, hiess es aus Sicherheitsquellen.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die sunnitischen Extremisten in der Region rund 200 Mitglieder des Stammes der Al-Bu Nimr getötet, weil sie an der Seite der Regierung gekämpft hatten.

Reaktion auf Offensive

Mit den neuen Morden reagierten die IS-Extremisten auf eine Offensive, die die Regierung und sunnitische Stammesmilizen am Mittwoch gegen den IS gestartet haben.

Sie hat das Ziel, die Miliz aus Al-Anbar zu vertreiben. Die Provinz reicht von Bagdad bis an die syrische Grenze und steht seit Anfang 2014 fast völlig unter Kontrolle des IS. (bau/SDA)

Fehler gefunden? Jetzt melden
Was sagst du dazu?