Ex-Botschafter Tim Guldimann
«Niemand weiss, wie weit Israel in diesem Konflikt noch gehen wird»

Seit dem 13. Juni eskaliert der militärische Schlagabtausch zwischen Israel und Iran. Der frühere Schweizer Botschafter in Teheran, Tim Guldimann, sieht in Israels Offensive nicht nur einen strategisch fragwürdigen Akt – sondern einen klaren Bruch des Völkerrechts.
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«Ein Angriff von aussen auf das Land ruft bei vielen Iranerinnen und Iranern keine Freude hervor – auch wenn das Regime zutiefst unbeliebt ist», sagt Tim Guldimann. Die Erinnerung an den Angriff durch Saddam Hussein 1980 sei noch präsent. Und auch heute reagiere die Bevölkerung eher nationalistisch als regimekritisch: «Israel ist als Staat nicht akzeptiert – erst recht nicht vor dem Hintergrund der Verbrechen in Gaza.» Die militärische Bedrohung werde zwar gesehen, doch eine Legitimierung des israelischen Angriffs finde nicht statt.

Für Guldimann ist klar, dass der Angriff gegen das Völkerrecht verstösst. Dass westliche Staaten nicht deutlicher reagierten, hält er für fatal: «Wenn wir nicht benennen, dass hier das Völkerrecht verletzt wird, geben wir es faktisch auf – und akzeptieren das Recht des Stärkeren.» In der neusten Folge des Podcasts «Durchblick», gibt er einen Einblick in die Machtstrukturen Irans und deren Entstehung.

«Durchblick» wird unterstützt durch die Gebert Rüf Stiftung

Wissenschaft geht uns alle an, sie erreicht aber nur einen Teil der Öffentlichkeit. Darum setzt sich die Gebert Rüf Stiftung dafür ein, Wissenschaft mit Unterhaltung zu verknüpfen und für ein breites Publikum zugänglich zu machen. Mit dem Programm «Scientainment» fördert sie neue Erzählformate, denen es gelingt, für das Alltagsleben der Menschen relevante Themen möglichst niederschwellig, attraktiv und wirkungsvoll zu kommunizieren – so, wie das der «Durchblick» macht.

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