1. Was bedeutet die Abkürzung «HbbTV»?
Hybrid Broadcast Broadband TV. Es löst den 1984 eingeführten Teletext ab.
2. Brauche ich einen neuen Fernseher?
Ja. Die meisten Flach-TVs sind seit längerem damit ausgerüstet. Eine Stichprobe bei Digitec zeigt: von 176 TV-Modellen haben deren 105 «HbbTV».
3. Was ist der genaue Zusatznutzen?
Statt pixeliger Teletext-Seiten gibts scharfe Informationen, dazu Fotos und Grafiken. Je nach Sender kann man umfangreiches Video-Material vergangener Sendungen herunterladen. Da-zu den roten Knopf auf der Fernbedienung drücken.
4. Ist die Installation kompliziert?
Eigentlich nicht. Es braucht keine Zusatzgeräte wie Set-Top-Boxen. Allerdings steckt der Teufel im Detail. So findet man etwa bei Samsung keinen MenüPunkt namens «HbbTV» – man muss «Datendienste aktivieren» wählen.
5. Läuft «HbbTV» bei allen Schweizer TV-Anbietern?
Nein! Das Signal gibts nur via Satellit oder Cablecom – aber nicht via Swisscom TV. «Derzeit ist unsere Plattform nicht ‹HbbTV›-tauglich», sagt Swisscom-Sprecher Olaf Schulze. Man arbeite dran.
6. Benötigt mein Fernseher eine Internetverbindung?
«Nein, das ‹HbbTV›-Signal kommt über unser Netz», sagt Cablecom-Sprecher Roland Bischofberger. Nur für einige Zusatzfunktionen ist ein Internet-Anschluss nötig.
7. Haben alle TV-Sender ein «HbbTV»-Angebot?
Nein, erst ein paar Sender unterstützen das Format (siehe Box). In der Westschweiz läuft ein Testbetrieb auf RTS HD. Unser SRF zieht laut der SRG «voraussichtlich noch Ende 2013» nach.