Darum gehts
- Nissan enthüllt den elektrischen Juke III in Yokohama, Markteinführung im Frühling 2027
- Zwei Batterieoptionen werden erhältlich sein: 52 und 75 kWh für Reichweiten von 450 bis 630 km
- Die Preise könnten unter 40'000 Franken starten
Am Nissan Juke schieden sich schon seit seiner ersten Premiere 2010 die Geister. Für die einen war er der coole und sportliche City-Crossover – andere hielten ihn optisch für eine ähnliche Missgeburt wie einst den legendär hässlichen Fiat Multipla. Doch gerade die erste Juke-Generation war ein Imageträger für Nissan und gab der Marke ein kantiges Gesicht im sonstigen SUV-Allerlei der Konkurrenz. Und die heisse Nismo-Sportversion gab es dann noch als Sahnehäubchen obendrauf. Der Nachfolger fiel dann optisch schon zahmer und rundgelutschter aus, verlor zudem seine sportlichen Attribute und – wichtig bei uns – Technikfeatures wie den Allradantrieb. Trotzdem wurden bislang allein in Europa von den beiden Generationen mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge verkauft.
Jetzt soll die kommende dritte Generation wieder an die ganz frühen Juke-Erfolge anknüpfen. Und gleichzeitig mit zeitgenössischer Elektroantriebstechnik auch in Europa das ernsthafte Bestreben von Nissan unterstreichen, eine moderne Elektromarke zu sein. Unterwegs auf der CMF-EV-Plattform wird Juke Nummer drei im britischen Werk Sunderland produziert. Er ist nach dem Ariya, Townstar, Micra und dem Leaf somit das fünfte Modell der neuen Elektropalette von Nissan Europa – und ein weiterer elektrischer Kleinstwagen soll zudem noch in der Pipeline sein.
Neuer Juke soll wieder polarisieren
Das Design der neuen Juke-Generation im Knitterlook, präsentiert vor grossem Publikum beim Markenevent in Yokohama (J), polarisiert noch mehr als die Optik der beiden Vorgänger. Kanten, Fugen und Karosserieschnitte, wo man es kaum erwarten würde, dürften bei uns im Strassenverkehr für mächtig Aufsehen sorgen. Technisch ist der futuristisch gestylte Nissan Juke III eng mit dem Nissan Leaf verwandt. Obwohl die Japaner am Präsentationsevent von den technischen Details noch kaum etwas preisgeben, dürfte nicht nur die Plattform identisch sein, sondern wohl auch die Antriebe weitgehend jenen des Leaf entsprechen.
Somit wird der Kunde wohl auch beim elektrischen Nissan Juke, der im nächsten Frühling 2027 bei uns auf den Markt kommen soll, die Wahl zwischen zwei Batteriepaketen von 52 und 75 kWh haben, was für Reichweiten zwischen 450 und 630 Kilometern reichen dürfte. Während die Basisversion von einem 177 PS (130 kW) starken Elektromotor an der Vorderachse angetrieben wird, dürfte die Topversion 218 PS (160 kW) leisten. Die Preise dürften wohl schon wegen des starken Wettbewerbumfelds bei unter 40'000 Franken starten.
«Europa spielt eine zentrale Rolle in Nissans Elektrifizierungsstrategie, und wir setzen weiterhin konsequent auf eine vollelektrische Zukunft», sagte Massimiliano Messina, verantwortlich für Nissan Asien, Europa und den Mittleren Osten an der Veranstaltung in Yokohama. «Mit unserem schnell wachsenden Angebot an Elektrofahrzeugen bieten wir in jedem Segment mehr Auswahl und Innovation. Dabei profitieren wir von unserer starken Präsenz in den Bereichen Design, Entwicklung und Fertigung in der Region.»