«Auf dem Rückweg aus Iran nehmen wir gleich Kuba ein»
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Trump scherzt:«Auf dem Rückweg aus Iran nehmen wir gleich Kuba ein»

Was ist das Kalkül des US-Präsidenten?
Trump erklärt den Iran-Krieg für beendet – und erhöht gleichzeitig den Druck

Trump erklärt den Iran-Krieg für beendet. Gleichzeitig lehnt er Teherans Friedensangebot ab. Der Waffenstillstand ist kein Frieden – er ist Druckmittel. Trump will Iran zur Kapitulation zwingen – ohne den Kongress fragen zu müssen.
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US-Präsident Donald Trump hat den Iran-Krieg für beendet erklärt.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trump erklärt am 1. Mai 2026 den Iran-Krieg offiziell für beendet
  • Kriegsende ist ein juristischer Kniff, Blockade und Militärpräsenz bleiben bestehen
  • 60 Tage nach Kriegsbeginn zwingt War Powers Act zur Entscheidung
  • US-Präsident spielt Schach, nicht Dame
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Trump erklärt den Krieg gegen den Iran für beendet – und zieht gleichzeitig die Daumenschrauben an. Die Gleichzeitigkeit ist kein Widerspruch, sondern Kalkül.

Am Freitag, 1. Mai 2026 – dem 60. Tag des Iran-Kriegs –, schrieb US-Präsident Donald Trump (79) an den Kongress: «Die Feindseligkeiten, die am 28. Februar 2026 begannen, sind beendet».

Gleichzeitig erklärte er das jüngste Friedensangebot von Iran für ungenügend – und drohte zu Journalisten: «Wollen wir sie in Grund und Boden bomben oder wollen wir einen Deal machen?».

Juristischer Trick

Trumps Erklärung ist keine militärische Feststellung, sondern ein Verfassungskniff. Der War Powers Act zwingt den Präsidenten nach 60 Tagen zur Entscheidung: Kongress einbinden oder Truppen abziehen.

Trump tut weder noch. Er erklärt den Waffenstillstand kurzerhand zum Kriegsende.

Effekt: Auf dem Papier endet der Krieg – in der Realität bleibt er eingefroren. Blockade und Militärpräsenz laufen weiter. Recht wird zur Taktik.

Der eigentliche Knackpunkt

Der Streit dreht sich um die Reihenfolge. Teheran will erst Entspannung rund um die Strasse von Hormus, dann Atomgespräche. Washington verlangt das Gegenteil: erst Nuklearfrage, dann Deeskalation.

Das ist kein Detail, sondern der Kern. Wer zuerst nachgibt, verliert.

Trumps Kalkül

Trump setzt auf Zeit – und auf Druck. Laut Washington ist Iran militärisch geschwächt, wirtschaftlich erschöpft, politisch zerstritten. Trump vermeidet jeden Schritt, der diesen Druck mindert.

Juristisch endet der Krieg auf dem Papier. Militärisch bleibt er jederzeit reaktivierbar. Diplomatisch wartet der US-Präsident auf einen besseren Deal.

Der Waffenstillstand ist kein Frieden, sondern Druckmittel. Trump hat den Krieg nicht beendet – er hat ihn in Verhandlungen unter maximalem Druck verwandelt.

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