«Verrat auf so vielen Ebenen»
Schweizerin (43) zockt New Yorker Kita 2,8 Mio. Dollar ab

Eine Schweizerin soll als Kita-Leiterin in New York 2,8 Millionen Dollar veruntreut haben. Das Geld floss offenbar in Luxusreisen und Wrestling-Events.
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Diese Schweizerin soll eine New Yorker Kita betrogen haben.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizerin veruntreut 2,8 Mio. Dollar in Brooklyn-Kita seit 2013
  • 350'000 Dollar für Wrestling-Events und VIP-Treffen mit Stars genutzt
  • Eltern zahlten bis zu 38'000 Franken Jahresgebühr für Betreuung
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Janine EnderliRedaktorin News

Eine Schweizerin steht in New York im Zentrum eines millionenschweren Betrugsfalls: Die ehemalige Leiterin einer exklusiven Kita in Brooklyn soll über Jahre hinweg Geld veruntreut haben – insgesamt 2,8 Millionen Dollar (rund 2,2 Millionen Franken). Unter anderem soll sie das Geld für Luxusreisen, Wrestling-Tickets und Essenslieferungen verwendet haben. 

Die «New York Times» (NYT) berichtet, dass Céline F.* (43) am Mittwoch von US-Bundesbeamten festgenommen wurde. Sie plädierte vor dem Bundesgericht in Brooklyn auf nicht schuldig.

F. soll eine deutschsprachige Kita geleitet haben, die 2009 gegründet wurde. Das Angebot wurde vornehmlich von Eltern und Kindern mit Verbindungen in die Schweiz und nach Deutschland genutzt. 

Geld für Wrestling-Events ausgegeben

Gemäss Simona D’Souza, Gründerin des Einrichtung, mussten Eltern für die Betreuung dort bis zu 48'000 Dollar (rund 38'000 Franken) Jahresgebühren zahlen.

F., die seit 2013 in der Kita arbeitete und 2020 zur Leiterin aufstieg, war für die Finanzen und die Verwaltung der Gebühren verantwortlich.

Im Oktober 2025 bemerkte D’Souza Unregelmässigkeiten in den Kontobewegungen der Kita, wie sie gegenüber der «NYT» erklärt.

«Es war ein durchdachter Betrug»

Gelder der Eltern wurden nicht auf die offiziellen Konten eingezahlt, sondern auf private Paypal-Konten von F. umgeleitet. Laut Staatsanwaltschaft führte die Schweizerin über drei Jahre hinweg mehr als 450 betrügerische Transaktionen durch. Sie nutzte mindestens 350'000 Dollar, um ihre Kinder zu Wrestling-Events zu bringen – inklusive VIP-Pakete und Treffen mit Stars.

«Sie sagte immer, sie liebe unsere Kita», so D’Souza, die ihre Angestellte nach Entdeckung der Unregelmässigkeiten entliess und im Dezember 2025 Klage wegen Veruntreuung einreichte. «Es war ein Verrat auf so vielen Ebenen.»

EDA hat Kenntnis

Staatsanwältin Shannon Jones erklärte der «NYT», dass F. das gesamte gestohlene Geld ausgegeben habe und keine Ersparnisse besitze. Laut dem Anwalt der Kita manipulierte F. die Rechnungen und Paypal-Benachrichtigungen raffiniert. «Das war ein durchdachter Betrug, ganz klar.» Gründerin D'Souza sagt: «Es ist das Schlimmste, das jemandem passiert ist, den ich kenne.»

Auf Anfrage erklärt das Eidgenössische Departement, dass es Kenntnis vom Fall hat. «Das EDA hat Kenntnis von dem genannten Fall. Die Schweizerische Vertretung in New York steht in Kontakt mit den lokalen Behörden und unterstützt im Rahmen des konsularischen Schutzes», erklärt das Departement auf Anfrage. Aus Gründen des Daten- und Persönlichkeitsschutzes könnten keine weiteren Angaben gemacht werden.

* Name geändert 

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