Am Donnerstagabend kam es am ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn (D) zu einem grossen Polizeieinsatz. Nachdem in einem Wagen des ICE 19 eine Paintball-Granate gezündet wurde, mussten 500 Fahrgäste den Zug verlassen. Die Polizei nahm einen 20-jährigen Tatverdächtigen fest. Das berichtet die «Bild»-Zeitung.
Nach Zeugenaussagen war es in Wagen 23 zu einer Detonation mit anschliessender Rauchentwicklung gekommen. Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst waren ab 21 Uhr mit einem Grossaufgebot vor Ort.
Gemäss Ermittlungen wurde aus einer Zugtoilette eine Paintball-Granate in den Mittelgang des Waggons geworfen. Durch den Knall und die Rauchentwicklung wurden zwölf Personen leicht verletzt. Sie erlitten ein Knalltrauma. Die restlichen rund 500 Passagiere wurden umgehend evakuiert und blieben unverletzt.
Nach «Bild»-Informationen wurde der Tatverdächtige durch einen mutigen männlichen Zeugen in eine Zugtoilette gedrängt und dort eingesperrt. Eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage: «Der Mann hat gedroht, einen Anschlag zu begehen. Er hat Böller gezündet.» Wie «Bild» erfuhr, soll er zudem gesagt haben, dass er Menschen töten wolle.
Der Zugverkehr war stark beeinträchtigt.