«Tod Chamenei» statt «Tod den USA»
Iranischer TV-Chef nach Reporter-Patzer entlassen

Ein Versprecher in einer Live-Sendung zum Jahrestag der Islamischen Revolution führte in Iran zur Entlassung eines TV-Regionalchefs. Statt «Tod den USA» sagte der Reporter «Tod Chamenei».
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Ein Versprecher eines TV-Reporters hat den Chef eines Senders seinen Job gekostet. Der Reporter sagte «Tod Chamenei» statt «Tod den USA».
Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Darum gehts

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  • Iranischer TV-Chef entlassen nach Versprecher zu Chamenei am Jahrestag
  • Reporter sagte versehentlich «Tod Chamenei» statt «Tod den USA»
  • Ajatollah Chamenei ist 86 Jahre alt und Staatsoberhaupt des Irans
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Ein Regionalchef des iranischen Staatsfernsehens IRIB ist nach einem Versprecher seines Reporters entlassen worden. Dieser hatte in einer Live‐Sendung zum 47. Jahrestag der Islamischen Revolution am Mittwoch statt des üblichen Slogans «Tod den USA» versehentlich «Tod Chamenei» gesagt.

Ajatollah Ali Chamenei (86) ist laut Verfassung das Staatsoberhaupt des Irans. Er geniesst als Kleriker zudem für viele Anhänger des Systems einen besonderen religiösen Status.

Unruhen im Iran zum Jahresbeginn

Nach Angaben des Nachrichtenportals Asr‐Iran hat sich der Reporter zwar mehrfach für den Versprecher entschuldigt, doch die IRIB‐Führung beschloss, den Programmchef des regionalen Ablegers Hamun in der südöstlichen Provinz Sistan‐Belutschistan zu entlassen. Dem Reporter droht laut Asr‐Iran eine «Disziplinarstrafe».

«Tod Chamenei» und «Tod dem Diktator» gehörten zu den Slogans der Gegner der politischen Führung des Landes während der jüngsten Unruhen im Iran zwischen Ende Dezember und Anfang Januar. Teheran wollte mit den staatlich organisierten Kundgebungen zum Jahrestag der Revolution von 1979 am Mittwoch darstellen, dass die Mehrheit der Bevölkerung weiterhin hinter dem islamischen System – und insbesondere hinter Führer Chamenei – stehe.

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