Domenico (†2) stirbt in Klinik – seine Mutter ist am Boden zerstört
«Ich verlange die Wahrheit»

Tragödie in Italien: Der zweijährige Domenico starb in einer Klinik in Neapel nach einer fehlgeschlagenen Herztransplantation. Ein falsch gekühltes Spenderherz und Organversagen führten zu seinem Tod, der für Schlagzeilen sorgt. Nun spricht seine Mutter.
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Mutter Patrizia Mercolino vor dem Monaldi-Spital.
Foto: IMAGO/Independent Photo Agency Int.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zweijähriger Domenico stirbt in Neapel nach gescheiterter Herztransplantation
  • Spenderherz wurde falsch gekühlt und dadurch irreparabel beschädigt
  • Ärzteteam entschied, Operation sei zwecklos
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Der herzkranke kleine Junge in Italien ist nach einer misslungenen Transplantation gestorben. Wie das Spital in Neapel mitteilte, starb der nicht einmal zweieinhalb Jahre alte Domenico «infolge einer plötzlichen und irreversiblen Verschlechterung seines klinischen Zustands» auf der Intensivstation.

Der Fall sorgt in Italien seit Wochen für Schlagzeilen – auch, weil zuvor offensichtlich Fehler bei einem Eingriff gemacht wurden.

Um circa 5.30 Uhr am Samstag erlitt Domenico einen Herzstillstand. Seine Eltern waren bei ihm. Mutter Patrizia Mercolino erklärte schliesslich vor italienischen Reportern: «Es ist vorbei, Domenico ist von uns gegangen.» Sie will nun für Gerechtigkeit kämpfen: «Ich verlange die Wahrheit.»

«Er ist jetzt ein Engel geworden»

«Die Kraft weiterzumachen, gibt mir mein Sohn, der jetzt ein Engel geworden ist. Ich möchte anderen Kindern helfen, die sich in ähnlichen Situationen befinden, das bin ich Domenico schuldig.»

In Domenicos letzten Momenten war laut «Corriere della Sera» auch ein Priester anwesend. Der sagte: «Er starb unter den Tränen seiner Eltern, Taufpaten und Ärzte, die ihm zur Seite standen. Es war ein sehr schwerer Moment.»

Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni (48) hat sich zum Tod des Buben geäussert. «Wir sollten die Angelegenheit vollständig aufklären», sagte die 48-Jährige. 

Neues Herz zwecklos

Für den Jungen, der mit einem Herzfehler zur Welt kam, war kurz vor Weihnachten nach langem Warten endlich ein Spenderherz gefunden worden. Beim Transport wurde es jedoch falsch gekühlt und dadurch schwer beschädigt. 

Ein Ärzteteam entschied am Mittwoch, dass eine neue Operation zur möglichen Transplantation eines neuen Herzens zwecklos sei – auch, weil andere Organe wie die Nieren inzwischen nicht mehr richtig funktionierten.

Derweil laufen die Ermittlungen gegen sechs Personen. Ursprünglich wurde das Spenderherz in Bozen entnommen. Die zentrale Frage bleibt, wer das Organ in das Trockeneis legte und so unrettbar geschädigt hat. 

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