Iranische Revolutionsgarden entern Containerschiffe
2:09
Iranisches Propaganda-Video:Revolutionsgarden entern Containerschiffe

Trotz Explosionen im Nadelöhr
Waffenstillstand soll bestehen bleiben

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
15:07 Uhr

Waffenstillstand bleibt vorerst bestehen

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Am Montag gab es in der Strasse von Hormus viele Anzeichen dafür, dass der Krieg zwischen dem Iran und den USA schon bald wieder heiss wird. Kriegsschiffe der beiden Länder beschossen sich gegenseitig und giftige Drohungen wurden ausgetauscht. Sogar die Vereinigten Arabischen Emirate wurden zum ersten Mal seit Beginn des Waffenstillstandes wieder zum Ziel iranischer Angriffe.

Jetzt beschwichtigt US-Generalstabschef Dan Caine. Zwar habe der Iran die Waffenruhe «mehr als zehnmal» verletzt, dies reiche aber aktuell noch nicht aus, um «umfassende Kampfhandlungen» wiederaufzunehmen. Das erklärte er an einer Pressekonferenz am Dienstag zusammen mit US-Kriegsminister Pete Hegseth. Letzterer betonte erneut, dass die USA mit ihrer maritimen Präsenz in der Strasse von Hormus «den freien Handel schützen» wollen. Meine Kollegin Janine Enderli hat die Pressekonferenz in diesem Artikel live mitverfolgt.

Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Trotz der beschwichtigenden Worte der beiden Verantwortlichen scheinen die USA ihre Militärpräsenz in der Strasse von Hormus weiter auszubauen. Am Dienstagnachmittag gab das Zentralkommando der US-Streitkräfte bekannt, dass der Flugzeugträger USS George H. W. Bush mittlerweile die wichtige Meerenge passiert hat. Er werde die bereits vorhandenen Kriegsschiffe der Vereinigten Staaten unterstützen.

09:01 Uhr

Handelsschiff erfolgreich durch Hormus eskortiert

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Ein mit der Reederei Maersk in Verbindung stehendes Schiff, die Alliance Fairfax, hat die Strasse von Hormus unter dem Schutz des US-Militärs passiert. Dies teilte der Mutterkonzern Maersk in einer Mitteilung mit. 

Das Schiff war eines von zwei unter US-Flagge fahrenden Handelsschiffen, welche die Durchfahrt vollzogen.

Ein Schiff der Reederei Maersk im Panamakanal.
Foto: AFP

«Der Transit verlief ohne Zwischenfälle und alle Besatzungsmitglieder sind gesund und munter», teilte Maersk weiter mit. Den Angaben zufolge gehört die Alliance Fairfax zur US-Reederei Farrell Lines, einer Maersk-Tochter. Das Schiff habe seit Beginn des Iran-Kriegs «wegen Sicherheitsbedenken» im Persischen Golf festgesessen.

Ein Schicksal, das viele Seeleute gemeinsam haben. Einige sitzen bereits seit 66 Tagen im Persischen Golf fest, wie wir im Tickereintrag von 07.55 Uhr beleuchtet haben. 

08:04 Uhr

«‹Projekt Freiheit› ist ‹Projekt Sackgasse›»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Es ist ein ständiges Tauziehen, das von gegenseitigen Drohungen geprägt ist: Der Iran warnte die USA in der Nacht auf Dienstag davor, die blockierte Strasse von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr freizumachen. 

«‹Projekt Freiheit› ist ‹Projekt Sackgasse›», schrieb der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi auf X. 

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Trump hatte angekündigt, gestrandete Tanker durch die Strasse von Hormus eskortieren zu wollen. Die Iraner warnten vor Tätigkeiten der USA in der Wasserstrasse. 

Anfang Woche verschärften sich die Spannungen im Persischen Golf wieder stark. Die Emirate meldeten erstmals seit Wochen wieder Drohnenangriffe auf ihr Land. Während des Iran-Kriegs kam es täglich zu Angriffen auf die Golfstaaten. In diesem Artikel erfährst du wie die Raketenabwehr in diesen Ländern funktioniert. 

07:55 Uhr

«Wir hatten noch nie so viel Angst»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Der indische Kapitän Raman Kapoor sitzt mit seiner 23-köpfigen Besatzung seit 66 Tagen in der Strasse von Hormus fest. Ursache sind der Krieg zwischen den USA und dem Iran und die gegenseitigen Blockaden, die Tausende von Seeleuten auf rund 2000 Schiffen blockieren. Kapoor beschreibt die Situation im Gespräch mit der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» als von Angst und Unsicherheit geprägt: «Wir sind in grosser Unsicherheit, da wir seit 66 Tagen vor Anker liegen – wir sind Kollateralschäden», so Kapoor. Besonders belastend sei, «dass wir nicht wissen, wann wir hier wegkommen können».

Die Versorgung mit den wichtigsten Gütern erfolgt nur einmal im Monat, Kontakte zu Behörden gibt es kaum. Die Lage unterscheidet sich laut Kapoor deutlich von früheren Krisen: «Wir hatten noch nie so viel Angst. Wir haben Hunderte von Raketen über uns hinwegfliegen sehen.» Angriffe in der Nähe hätten die Bedrohung greifbar gemacht, auch wenn er versuche, «die Moral» seiner Männer hochzuhalten. 

Die Lage in Hormus ist unübersichtlich. Am Montag passierten mehrere US-Kriegsschiffe die Wasserstrasse, um Tanker zu eskortieren. Dabei kam es zum Schusswechsel mit iranischen Booten. Sowohl Teheran als auch Washington drohten mit gegenseitigen, flächendeckenden Angriffen. Warum Trumps «humanitäre Mission» komplett eskalieren könnte, liest du im Text meiner Kollegin Chiara Schlenz. 

04.05.2026, 19:04 Uhr

Schusswechsel zwischen USA und Iran in der Strasse von Hormus

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Im Persischen Golf stehen aktuell viele Zeichen auf Eskalation. Am Montagnachmittag teilte das Zentralkommando der amerikanischen Streitkräfte im Nahen Osten auf der Plattform X mit, dass zwei Kriegsschiffe der Vereinigten Staaten die Strasse von Hormus passieren konnten. 

Der Iran hatte laut dem eigenen Staatsfernsehen kurz danach Warnschüsse auf die Zerstörer abgefeuert. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate VAE wurden zum ersten Mal seit Beginn des Waffenstillstandes vom 8. April wieder beschossen. Zuvor waren die Golfstaaten regelmässig das Ziel iranischer Angriffe

Jetzt meldet unter anderem CNN einen direkten Schusswechsel zwischen amerikanischen und iranischen Streitkräften in der Strasse von Hormus. Das Militär der Vereinigten Staaten habe sechs kleine iranische Boote «zerstört», nachdem der Iran «mehrere Marschflugkörper, Drohnen und kleine Boote» auf Schiffe der US-Marine und auf Handelsschiffe abgefeuert habe. Das sagte US-Admiral Bradley Cooper, Chef des Zentralkommandos, gegenüber Reportern.

Foto: IMAGO/ZUMA Wire

In einem Interview mit Fox News sagte US-Präsident Donald Trump (79), der Iran werde «vom Angesicht der Erde gefegt», wenn die Islamische Republik weiterhin Schiffe der US-Marine angreife. Trump betonte zudem, dass der militärische Ausbau der USA in der Region fortgesetzt werde.

04.05.2026, 18:51 Uhr

Raketenalarm in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Zum ersten Mal seit dem US-iranischen Waffenstillstand vom 8. April wird in einem Golfstaat wieder der Raketenalarm ausgelöst. Am frühen Montagabend meldete das Innenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate VAE auf X, dass die Luftabwehr des Landes aktiviert wurde. Demnach hätten vier iranische Drohnenraketen den Alarm ausgelöst.

Später bestätigten die Behörden, dass nach dem iranischen Drohnenangriff ein Grossbrand ausgebrochen sei. Betroffen sei ein Industriegebiet der Hafenstadt Fudschaira. Laut dem Sender Al Jazeera wurden drei Arbeiter bei dem Angriff verletzt. Die meisten iranischen Geschosse wären jedoch von der Luftabwehr der VAE abgefangen und im Meer versenkt worden.

Von den erneuten Angriffen auf die Golfstaaten war auch der Flugverkehr in der Region betroffen. Flüge nach Dubai und andere Orte in den VAE wurden für kurze Zeit ausgesetzt oder umgeleitet.

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Die VAE wurden seit Beginn des Konflikts regelmässig vom Iran beschossen. Auch andere Golfstaaten wurden zum Ziel von Angriffen. Wie die Raketenabwehr in diesen Ländern funktioniert, erfährst du in diesem Artikel

04.05.2026, 16:23 Uhr

«Explosion und Brand auf koreanischem Schiff in Hormus»

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Schon wieder knallt es in der Strasse von Hormus! Nachdem der Iran am Montagmorgen nach eigenen Angaben eine US-Fregatte ins Visier nahm, steht nun ein südkoreanisches Schiff in Flammen. «Explosion und Brand auf koreanischem Schiff in Hormus», meldet die Nachrichtenagentur Yonhap. Laut dem südkoreanischen Aussenministerium gibt es keine Todesopfer.

US-Präsident Donald Trump (79) bestätigte am Montagabend, dass iranischer Beschuss den Brand auf dem Schiff ausgelöst hat. Laut Reuters sei das Feuer im Maschinenraum des Frachters ausgebrochen. Das unter panamaischer Flagge fahrende Schiff hatte laut CNN 24 Besatzungsmitglieder, darunter sechs Südkoreaner, an Bord. Zum Zeitpunkt der Explosion lag es in der Nähe der Vereinigten Arabischen Emirate vor Anker.

Betreffend der Strasse von Hormus überschlagen sich am Montag die Ereignisse. Wie das Zentralkommando der amerikanischen Streitkräfte im Nahen Osten auf der Plattform X mitteilte, konnten zwei Kriegsschiffe der Vereinigten Staaten die Meerenge passieren. Im Rahmen des «Project Freedom» würden die Schiffe «aktiv die Bemühungen zur Wiederherstellung der Durchfahrt für die Handelsschifffahrt» unterstützen, heisst es im Post auf X.

Foto: IMAGO/ZUMA Wire

Der Iran hat laut dem eigenen Staatsfernsehen bereits Warnschüsse auf die zwei Zerstörer abgefeuert. Auch ein anderes US-Schiff sei am Montagmorgen ins Visier genommen worden. Das Zentralkommando der US-Streitkräfte dementierte den iranischen Angriff auf X.

04.05.2026, 15:42 Uhr

US-Kriegsschiffe passieren Strasse von Hormus

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Kommt es jetzt zu Operationen der US-Marine im Persischen Golf? Wie das Zentralkommando der amerikanischen Streitkräfte im Nahen Osten auf der Plattform X mitteilt, konnten zwei Kriegsschiffe der Vereinigten Staaten am Montag die Strasse von Hormus passieren. Im Rahmen des «Project Freedom» würden die Schiffe «aktiv die Bemühungen zur Wiederherstellung der Durchfahrt für die Handelsschifffahrt» unterstützen, heisst es im Post auf X.

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Die beiden Kriegsschiffe konnten wohl bereits erreichen, dass zwei Handelsschiffe unter der Flagge der Vereinigten Staaten die Strasse von Hormus verlassen konnten. Der Iran vermeldete am Montagmorgen seinerseits, dass zwei iranische Raketen am Montagmorgen eine US-Fregatte getroffen haben. Angeblich soll das Schlachtschiff nach den Raketen-Treffern gezwungen gewesen sein, seinen Kurs aufzugeben. Sie sei umgekehrt und «geflohen».

Foto: imago/ZUMA Press

Noch ist unklar, ob diese Behauptung der Islamischen Republik mit den zwei US-Schlachtschiffen in der Strasse von Hormus in Verbindung steht. Das Zentralkommando der US-Streitkräfte dementierte den iranischen Angriff auf X. «Keine Schiffe der US-Marine wurden getroffen», hiess es in einem Post.

04.05.2026, 12:20 Uhr

Iran will US-Fregatte getroffen haben

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Eskaliert der Krieg im Iran jetzt wieder? Wie die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf lokale Nachrichtenquellen berichtet, sollen zwei iranische Raketen am Montag eine Fregatte der US-Marine getroffen haben. Die Fregatte soll versucht haben, die Strasse von Hormus zu passieren. Zuvor soll sie laut Fars eine Warnung der iranischen Marine ignoriert haben.

So idyllisch wie auf diesem Foto geht es in der Strasse von Hormus aktuell nicht zu.
Foto: keystone-sda.ch

Angeblich soll das Schlachtschiff nach den Raketen-Treffern gezwungen gewesen sein, ihren Kurs aufzugeben. Sie sei umgekehrt und «geflohen». 

Der Iran akzeptiert weiterhin keine Durchfahrt von Schiffen, welche die Mullahs als feindlich betrachten. Für eine Durchfahrt bedürfe es einer offiziellen Genehmigung des Iran. Jede Missachtung würde eine entschlossene Reaktion der Streitkräfte nach sich ziehen, so die iranische Regierung. Zum Ausmass der Schäden an der Fregatte und möglichen Opfern war zunächst nicht bekannt. Auch war nicht klar, um welches Kriegsschiff es sich konkret handelte.

Das Zentralkommando der US-Streitkräfte dementierte die Meldung auf X. «Keine Schiffe der US-Marine wurden getroffen», hiess es in einem Post. Die Angaben beider Seiten liessen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.

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04.05.2026, 09:54 Uhr

Deutschland schickt Minenjagdboot ins Mittelmeer

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Am Montag macht sich das Minenjagdboot «Fulda» der deutschen Marine von Kiel aus auf den Weg ins Mittelmeer. Dort tritt es einen Bereitschaftsdienst an, der es später in die Strasse von Hormus führen könnte, wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet.

Einen Einsatz in der wichtigen Meerenge müsste das deutsche Parlament in Auftrag geben. Dieses soll aber nur erteilt, wenn sich die Sicherheitslage deutlich verbessert, berichtet der deutsche TV-Sender. An der Entscheidung für oder gegen einen Einsatz sollen das deutsche Verteidigungsministerium, sicherheitspolitische Experten sowie die deutschen Partner in Europa und in der Nato beteiligt sein. Eine mögliche Dauer des Auftrags ist noch komplett unklar.

Macht das Minenjagdboot «Fulda» die Strasse von Hormus bald wieder sicher?
Foto: imago images/BildFunkMV

An Bord des Schiffs befinden sich rund vierzig Marinesoldaten, darunter auch spezialisierte Minentaucher. Auch ferngelenkte Drohnen und Sonarsysteme gehören zur Ausrüstung der Crew. Eine Mission würde von weiterem deutschen Kriegsgerät begleitet werden: Einer Fregatte zur Luftabwehr, einem Versorgungsschiff und einem Überwachungsflugzeug. 

Die Minenräumung in der Strasse von Hormus ist eine grosse Herausforderung. Was eine solche Mission so schwer macht, habe ich in diesem Artikel ausführlich beschrieben.

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