Iraner beschiessen die US-Such-Helis
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Suche nach vermisstem Offizier:Iraner beschiessen die US-Such-Helis

Nur Kopfgeld als Motivation?
Darum machen die Iraner Jagd auf den vermissten US-Offizier

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Der Nahe Osten steht unter Beschuss. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
04.04.2026, 21:55 Uhr

«Geld ist ein Anreiz, aber nationalistische Gefühle spielen auch eine Rolle»

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Die iranische Regierung hat laut der Nachrichtenagentur Tasnim ein Kopfgeld von über 60'000 Franken auf den verschollenen US-amerikanischen Offizier abgesetzt. Der Mann gilt seit dem Absturz seines Kampfjets am Freitag als verschollen. Der Pilot konnte bereits von der US-Armee gerettet werden.

Foto: AFP

Die Islamische Republik will also, dass ihre Mitbürger die Behörden bei der Jagd nach dem Offizier unterstützen. Auf Fotos und Videos auf den sozialen Medien ist zu sehen, wie Männer mit Gewehren die karge Landschaft durchstreifen. Der Schleudersitz des Piloten wurde bereits am Freitag gefunden, wie ein Post auf der Nachrichtenplattform X zeigt.

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Das versprochene Kopfgeld wird dabei für viele ein grosser Motivationsgrund sein, erklärt Iran-Experte Sina Azodi der BBC. Das durchschnittliche Monatseinkommen im Iran liege nämlich gerade einmal bei etwa 200 Franken. Viele der Regionen, in denen der Offizier vermutet wird, gelten ausserdem als wirtschaftlich unterentwickelt. 

Laut Azodi ist der aber nicht der einzige Motivationsgrund für die Bevölkerung, Jagd auf den Piloten zu machen. «Geld ist ein Anreiz, aber nationalistische Gefühle spielen auch eine Rolle», erklärt der Experte. «Wenn man Menschen bombardiert, die wütend sind und gerade ihre Familien verloren haben, haben sie jeden Grund, einen anzugreifen oder zu versuchen, einen gefangen zu nehmen.»

04.04.2026, 18:05 Uhr

Nichte und Grossnichte von iranischem General verhaftet

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Qassem Soleimani (†62) galt lange als der «Schattenkommandant» im Iran. Bereits im Januar 2020 wurde er auf Geheiss des damaligen US-Präsidenten Donald Trump per Drohne getötet. Trump hatte Soleimani für mehrere Anschläge verantwortlich gemacht. Mehr zum «Schattenkommandant» erfährst du hier im Portrait meiner Kollegin Chiara Schlenz.

Die US-Immigrationsbehörde ICE konnte am Freitag nun die Nichte und die Grossnichte des berüchtigten iranischen Generals in den USA festnehmen. Das berichtet unter anderem die «New York Post». Die beiden Frauen hätten in der Stadt Los Angeles einen luxuriösen Lebensstil gepflegt. Ihre Green Cards waren für ungültig erklärt worden.

«Während ihres Aufenthalts in den Vereinigten Staaten verbreiteten sie Propaganda des iranischen Regimes und feierten Angriffe auf amerikanische Soldaten», heisst es in einem Schreiben des US-Aussenministeriums. Auch hätten die beiden Frauen die USA regelmässig als «grossen Satan» bezeichnet.

(Credit: instragram.com/ @hamideafshar)

Die Nichte und die Grossnichte Soleimanis sollen abgeschoben werden. Dies bestätigte auch US-Aussenminister Marco Rubio (54) in einem separaten Beitrag auf der Nachrichtenplattform X. «Die Trump-Regierung wird nicht zulassen, dass unser Land zu einer Heimat für ausländische Staatsangehörige wird, die antiamerikanische Terrorregime unterstützen», schrieb Rubio dazu.

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04.04.2026, 16:24 Uhr

Trump: «In 48 Stunden bricht die Hölle über den Iran herein»

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Die Geduld von US-Präsident Donald Trump (79) scheint bald zu Ende zu sein. In einem Post auf seiner Plattform Truth Social äussert er eine heftige Drohung gegen den Iran und seine Regierung, sollte die Strasse von Hormus weiter geschlossen bleiben. «Die Zeit drängt – nur noch 48 Stunden, dann bricht die Hölle über sie herein», schreibt Trump.

Der US-Präsident hatte der iranischen Regierung ein Ultimatum von zehn Tagen gegeben, um die wichtige Ölhandelsroute zu öffnen. Diese Bedenkzeit endet in zwei Tagen.

Vor seinem zehn-tägigen Ultimatum hatte Trump der Islamischen Republik lediglich 48 Stunden Bedenkzeit gegeben. Am 27. März hatte er dann angekündigt, sein Ultimatum bis zum 6. April zu verlängern. Trump begründete den Schritt damit, dass die iranische Seite mehreren Öltankern die Durchfahrt durch die Strasse von Hormus gewährt habe. Das berichtete unter anderem die deutsche «Tagesschau». Er interpretiert dies damals als ein Zeichen guten Willens für Verhandlungen.

04.04.2026, 11:39 Uhr

Schleudersitz von vermisstem Piloten gefunden

Von Angela Rosser, Redaktorin am Newsdesk

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Nachdem die F-15E eines US-Waffenoffiziers am Freitag abgeschossen wurde, konnte der Pilot gerettet werden. Der zweite Mann ist noch immer verschwunden. 

Iranische Zivilisten fanden unterdessen einen Schleudersitz des Typs McDonnell-Douglas ACES II mitten in der Wüste im Südosten Irans, wie ein Bild auf X zeigt. 

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Die Suche nach dem Amerikaner konzentriert sich auf die karge Region entlang des Karun-Flusses, zwischen Isfahan und Ahwas, nahe der irakischen Grenze. Laut «Bild» ist das Gelände felsig und unwegsam. Ohne Wasser sinken die Überlebenschancen des Offiziers rapide. 

Mindestens 24 US-Elitesoldaten, sogenannte Pararescue Jumpers, sind im Einsatz. Laut CBS News suchen sie mit Helikoptern nach dem Vermissten und sind bereit, im Notfall aus der Luft abzuspringen. 

«Ihre Priorität ist es, Kontakt mit dem Soldaten herzustellen», berichtet ein ehemaliger Kommandant der Einheit. Die Amerikaner setzen bei der gefährlichen Rettungsmission auf die Nacht. Dank überlegener Nachtsicht- und Infrarottechnologie haben sie bei Dunkelheit einen Vorteil. Gleichzeitig mobilisiert der Iran seine Bevölkerung. 

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurde eine Belohnung von umgerechnet rund 60'000 Franken für Hinweise auf den Waffenoffizier ausgesetzt. Ein Video zeigte Dutzende Iraner, die die Region durchkämmen.

04.04.2026, 03:28 Uhr

Offensive und gnadenlose Jagd auf den vermissten Piloten

Von Guido Felder, Auslandredaktor

Nach dem Abschuss zweier US-Kampfjets doppelte das iranische Regime in der Nacht mit einer massiven Angriffswelle auf Israel und die Golfstaaten nach. In Kuwait wurde offenbar ein Chinook-Helikopter der US-Armee durch Drohnen schwer beschädigt. Auch in der Gegend des Luxusviertels Marina in Dubai soll es laut lokalen Medien mehrere Explosionen gegeben haben. So soll das Marina Crown Gebäude vermutlich durch Trümmerteile getroffen worden sein. 

Gleichzeitig haben die Mullahs zur Jagd auf den noch vermissten US-Offizier geblasen. Finden sie ihn, haben sie ein enormes Druckmittel gegen Trump. Es wurde ein Kopfgeld von 60’000 Dollar ausgesetzt. Bisher gibt es vom Waffenoffizier kein Lebenszeichen. Donald Trump sagte in einem Interview, er könne nicht kommentieren, wie er vorgehen würde, falls die Iraner den Vermissten schnappen. «Wir hoffen, dass das nicht passieren wird», sagte er nur. 

Die US-Armee geht bei einem Verlust sofort an die Bergung von Vermissten. Einerseits, um deren Leben zu schützen, und andererseits, um zu verhindern, dass ihre Technik dem Feind in die Hände fällt. 

Nein, mit diesem Widerstand der Iraner hat Trump nicht gerechnet. Die Offensive kommt nur zwei Tage, nachdem Trump verkündet hatte, dass das iranische Militär praktisch ausgeschaltet sei. Die Bilanz für die US-Armee bisher: 13 Tote und mehrere zerstörte Hightech-Flugzeuge. Die Iraner sind viel stärker, als Trump gemeint hat. Er macht gerade seinen grössten Fehler.

03.04.2026, 20:57 Uhr

Nach F-15-Abschuss: Weiteres US-Kampfflugzeug abgestürzt

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Wie am Freitag bekannt wurde, gelang es dem Iran, eine F-15 der amerikanischen Luftwaffe abzuschiessen – doch es ist nicht der einzige US-Kampfjet, der vom Himmel fiel.

Ein Flugzeug des Typs A-10 soll abgestürzt sein. (Symbolbild)
Foto: AFP

Wie die «New York Times» am Abend unter Berufung auf US-Beamte berichtet, soll auch ein Kampfflugzeug vom Typ A-10 Warthog abgestürzt sein. Zum Drama soll es in der Nähe der Strasse von Hormus gekommen sein – etwa zur selben Zeit wie der Abschuss der F-15.

Wie genau es zu dem Absturz der A-10 Warthog kam, ist nicht bekannt. Klar ist jedoch: Der einzige Pilot, der sich an Bord der Maschine befand, konnte gerettet werden. Ein Stellungnahme der US-Regierung liegt bisher nicht vor.

Erst kürzlich gelang es der iranischen Armee zudem, ein millionenschweres Aufklärungsflugzeug der Amerikaner zu zerstören – was es damit auf sich hat, erfährst du hier

03.04.2026, 16:59 Uhr

Macron möchte nicht mehr Trumps Vasall sein

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Der Iran-Krieg wird auch zu einer Zerreissprobe für die Nato. Donald Trump (79) zeigt sich frustriert, weil einige Nato-Staaten sich weigern, den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu unterstützen – etwa durch die Freigabe von Stützpunkten oder die Öffnung der Strasse von Hormus. Darum brachte er öffentlich einen möglichen Austritt ins Spiel. Dafür bekam er viel Kritik, auch aus den eigenen Reihen. Hier erfährst du mehr dazu. 

Jetzt meldet sich Frankreichs Präsident zu Wort. Emmanuel Macron (48) fordert eine Allianz der Mittelmächte gegen die Dominanz von USA und China. 

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«Unser Ziel ist nicht, Vasallen irgendeiner Macht zu sein. Wir wollen weder von der Dominanz Chinas abhängig sein noch von der Unberechenbarkeit der USA», sagte Macron, wie «Forbes» berichtet. 

Will nicht mehr von den USA oder China abhängig sein: Frankreichs Präsident Macron.

Macron sieht gemeinsame Interessen europäischer Staaten mit Ländern wie Japan, Südkorea, Australien, Brasilien, Kanada und Indien. Diese könnten bei Themen wie KI, Raumfahrt, Energie, Verteidigung und Sicherheit zusammenarbeiten. Gleichzeitig reagierte Macron auf Kritik von Donald Trump, der Nato-Verbündete wie Frankreich und Südkorea für mangelnde Unterstützung in Iran rügte. «Die USA sind ein grosses Land», sagte Macron, warnte jedoch vor den Risiken «Pandoras Büchse zu öffnen».

03.04.2026, 15:31 Uhr

Trump will Strasse von Hormus «problemlos» öffnen

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Die Strasse von Hormus – zentral für die weltweite Ölversorgung – ist wegen des Iran-Kriegs zurzeit blockiert. Die Preise steigen und damit auch der Druck auf US-Präsident Donald Trump (79). Darum meldet er sich auf seiner Plattform Truth Social zu Wort. Er schreibt: «Mit etwas mehr Zeit könnten wir die Strasse von Hormus problemlos öffnen, das Öl fördern und ein Vermögen verdienen. Es wäre ein wahrer Ölrausch für die Welt!» Wie genau er das «problemlos» lösen will, erklärt er nicht.

Trump will den Iran-Krieg in zwei bis drei Wochen beenden.

Am Mittwoch erklärte Trump noch, dass die Meeresenge, die für ihn immer so wichtig war, ist plötzlich kein Thema mehr. Wegen der eigenen Drill-Offensive seien die USA kaum noch auf Ölimporte durch diese Passage angewiesen, behauptete er. «Die Vereinigten Staaten brauchen diese Route nicht», sagte er in der Rede an die Nation. Und er gab an, dass der Iran-Krieg in zwei bis drei Wochen vorbei sei. Was hat Trump vor? Macht Trump am Golf jetzt seinen grössten Fehler? Dazu hat mein Kollege Samuel Schumacher eine Analyse geschrieben. Du findest sie hier

03.04.2026, 11:16 Uhr

Iran hat US-Kampfjet abgeschossen – USA bestätigen

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Iran behauptet, einen US-Tarnkappenjet abgeschossen zu haben. Am Freitag präsentierten iranische Staatsmedien Fotos von Wrackteilen, die angeblich von einem abgeschossenen F-35-Kampfjet der US-Luftwaffe stammen sollen. 

Der F-35 gilt als einer der modernsten Kampfjets weltweit. Seit 2018 wird der Hightech-Flieger eingesetzt. Fälle, bei denen er von Feindbeschuss getroffen wurde, sind nicht öffentlich bekannt.

Doch Experten und Details der Bilder deuten auf etwas anderes hin. Die Trümmerstücke, darunter ein Teil mit dem Logo der «US Air Forces in Europe» sowie rot-weisse Streifen auf einem Leitwerk, passen nicht zu einem F-35, sondern zu einer F-15, wie CNN berichtet. Ein weiteres Wrackstück mit der Aufschrift «VORSICHT NUR NICHT-MAGNETISCHE BEFESTIGUNGSELEMENTE VERWENDEN» scheint zu einem hinteren Teil einer F-15 zu gehören. Laut Peter Layton, einem Experten des Griffith Asia Institutes und ehemaligen Offizier der Royal Australian Air Force, deutet die Struktur und die Markierung am Heck auf eine Maschine des 48. Jagdgeschwaders hin, das in Grossbritannien auf der RAF Lakenheath stationiert ist.

Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) behaupten, den Tarnkappenjet in Zentraliran abgeschossen zu haben. Laut der iranischen Nachrichtenseite Press TV sei das Flugzeug vollständig zerstört, das Schicksal des Piloten sei unklar.

Die USA bestätigen am Freitagnachmittag den Abschuss. Das berichtet die «New York Times». Am Freitagabend bestätigten US-Offizielle zudem, dass ein Pilot gerettet werden konnte. Ein weiterer Insasse des Kampfjets wird noch immer vermisst. Die Suchaktion dauert an.

Angebliche Erfolgsmeldungen gehören seit Jahren zur iranischen Kommunikationsstrategie – unabhängig überprüfbare Belege bleiben meist aus. Auf X kursieren regelmässig KI-Bilder von angeblich zerstörten US-Kampfflugzeugen.

03.04.2026, 08:18 Uhr

Nach Brücken-Zerstörung: Trump droht jetzt mit Angriffen auf Kraftwerke

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

«Wir werden den Iran zurück in die Steinzeit bomben.» Mit diesen Worten kündigte Donald Trump am Mittwoch in einer Rede das weitere Vorgehen im andauernden Konflikt mit der Islamischen Republik an. Gleichzeitig erklärte er, dass der Krieg aus Sicht der USA in zwei bis drei Wochen beendet sein werde.

Wie die Situation tatsächlich verlaufen wird, bleibt abzuwarten. Mein Kollege Marian Nadler hat bereits eine erste Bilanz gezogen: Er analysiert, welche Ziele die USA bisher erreicht haben und wo es bislang keinen Fortschritt gibt. ​​Hier ​​geht es zum Text.

Trotz aller Ungewissheit scheint der US-Präsident seine Drohungen ernst zu meinen. Am Donnerstag veröffentlichte er auf Truth Social ein Video, das eine zerstörte Brücke in Karadsch, einem westlichen Vorort von Teheran, zeigt. Die Brücke ist in der Mitte komplett durchbrochen. Den Beitrag dazu findest du weiter unten.

Nun veröffentlichte Trump einen weiteren Post, in dem er mit weiteren Angriffen droht: «Als Nächstes werden die Brücken, dann die Kraftwerke angegriffen! Die Führung des neuen Regimes weiss, was zu tun ist – und zwar schnell!»

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