Darum gehts
- Trump reagiert mit Übernahme-Drohung auf Blackout in Kuba
- Auf der ganzen Insel ist der Strom ausgefallen
- In Kuba mussten laut dem Präsidenten wegen der US-Blockade Zehntausende Operationen verschoben werden
US-Präsident Donald Trump (79) versucht die kommunistische Regierung in Kuba mit maximalem wirtschaftlichem Druck in die Knie zu zwingen. Seit Monaten erhält die Insel wegen einer US-Blockade kein Öl aus Venezuela mehr. Nun ist es deshalb erstmals zu einem nationalen Blackout gekommen. Die «vollständige Unterbrechung» des Stromnetzes werde untersucht, teilte das Energieministerium auf X mit.
Trump deutete derweil am Montag (Ortszeit) zum wiederholten Mal an, dass er «Kuba übernehmen» könnte. Wie eine mögliche Militäroperation aussehen würde, wollte er aber auf Nachfrage nicht ausführen. «Ich glaube, ich werde die Ehre haben, Kuba zu übernehmen. Das ist eine grosse Ehre», sagte Trump. «Ob ich es befreie oder einnehme – ich kann damit machen, was ich will.»
Immer wieder massive Stromausfälle
Im Januar hatte Trump mit Zöllen gegen jedes Land gedroht, das Öl an Kuba verkauft oder liefert. Dabei ist der Inselstaat stark auf ausländische Hilfe und Öllieferungen von Verbündeten wie Mexiko, Russland und Venezuela angewiesen.
Vor etwa einer Woche betraf ein massiver Stromausfall bereits den Westen der Insel und liess Millionen Menschen ohne Strom zurück. In der Stadt Morón griffen Demonstranten wegen der ständigen Stromausfälle die Parteizentrale der Kommunisten an.
Präsident Miguel Díaz-Canel (65) hatte am Freitag erklärt, die Insel habe seit mehr als drei Monaten keine Öllieferungen mehr erhalten. Seit Monaten hätten Spitäler Operationen für Zehntausende Menschen verschieben müssen, so der kubanische Präsident.