Darum gehts
- In Oslo Explosion nahe US-Botschaft. Polizei sperrt Diplomatenviertel
- Zeugen berichten von Rauch, keine Verletzten bestätigt
- Polizei setzt Drohnen, Spürhunde und Hubschrauber für Ermittlungen ein
In der Nacht auf Sonntag wurde Oslo von einer heftigen Explosion nahe der US-Botschaft erschüttert. Gegen 1 Uhr morgens gingen die ersten Notrufe ein. Die norwegische Polizei reagierte sofort mit einem Grossaufgebot und sperrte das Diplomatenviertel weiträumig ab.
Während die Einsatzkräfte das Gelände sicherten, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Noch ist unklar, ob es sich um einen gezielten Anschlag oder einen technischen Defekt handelt.
Keine Berichte über Verletzte
Nach Angaben der Behörden wird weiterhin nach einem oder mehreren Tätern gesucht, konkrete Verdächtige gibt es bislang nicht. Gleichzeitig wurden die Sicherheitsmassnahmen rund um die US-Botschaft sowie an Einrichtungen der jüdischen Gemeinde und der iranischen Diaspora deutlich verstärkt.
«Die Polizei steht im Austausch mit der Botschaft. Es gibt bisher keine Berichte über Verletzte», teilte die Behörde mit. Augenzeugen berichteten der Zeitung «Verdens Gang» von aufsteigendem Rauch nahe dem Botschaftsgelände. Auch auf X kursieren inzwischen zahlreiche Videos, die den Polizeieinsatz dokumentieren.
Polizei sucht nach Tätern
Einsatzleiter Michael Dellemyr sagte gegenüber «Verdens Gang», man habe zwar eine Vermutung, welche Mittel verwendet wurden, wolle dies aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben.
Das Gebiet sei gründlich durchsucht worden, um weitere Gefahren für Botschaftsmitarbeiter und Anwohner auszuschliessen. Jetzt konzentriere man sich auf die Suche nach den Tätern. Zeugen berichten, dass Polizei, Hubschrauber, Drohnen und Spürhunde im Einsatz seien.
Ob die Explosion im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg steht, ist völlig unklar. Eine Stellungnahme der US-Botschaft liegt bislang nicht vor.