Trump verkündet zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und Libanon
Von Alexander Terwey, Stv. Teamlead Newsdesk
US-Präsident Donald Trump hat eine zehntägige Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel bekanntgegeben. Auf seiner Plattform Truth Social schreibt Trump: «Die beiden Staatschefs haben vereinbart, dass sie, um Frieden zwischen ihren Ländern zu erreichen, einen zehntägigen Waffenstillstand offiziell beginnen werden.»
Er habe Vizepräsident J.D. Vance und Aussenminister Marco Rubio beauftragt, mit Israel und dem Libanon zusammenzuarbeiten, «um einen dauerhaften Frieden zu erreichen», schreibt Trump. Und weiter: «Es war mir eine Ehre, neun Kriege weltweit beizulegen, und dies wird mein zehnter sein. Packen wir es an!»
In einer ergänzenden Mitteilung kündigte Trump zudem an, den israelischen Premierminister Benjamin «Bibi» Netanyahu und den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun ins Weisse Haus einzuladen, um dort die ersten bedeutungsvollen Gespräche zwischen Israel und dem Libanon seit 1983 zu führen. Beide Seiten wollten Frieden, so Trump, und er sei überzeugt, dass dies rasch gelingen werde.
Seit Beginn der Angriffe auf den Iran am 28. Februar greift Israel den Libanon massiv an. Israel begründet seine Angriffe mit dem Ziel, militärische Strukturen der Hisbollah zu zerstören, darunter Raketenstellungen und Kommandozentralen im Süden des Landes.
Deutschland will Minenjagdboote für Hormus bereitstellen
Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk
Bundeskanzler Friedrich Merz (70) zeigt vor der Sicherheitskonferenz in Paris Bereitschaft, Deutschland nach dem Waffenstillstand im Iran an einer internationalen Mission zur Sicherung der Strasse von Hormus zu beteiligen. Wie aus Regierungskreisen hervorgeht, könnte die Bundeswehr Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Aufklärungsflugzeuge entsenden – vorausgesetzt, die rechtlichen Grundlagen stimmen.
«Ich habe innerhalb der Bundesregierung die Position abgestimmt», sagte Merz. Voraussetzung seien ein Mandat der Vereinten Nationen, ein Kabinettsbeschluss sowie die Zustimmung des Bundestags. «Davon sind wir insgesamt noch weit entfernt.» In Paris soll ausserdem diskutiert werden, ob bei einer möglichen Mission nach dem Waffenstillstand auch US-Truppen beteiligt sein müssten.
Aus Regierungskreisen hiess es, Deutschland könne etwa Minenräumboote des Typs MJ332 oder Aufklärungsschiffe bereitstellen. Denkbar sei auch, die Marinelogistikbasis in Dschibuti am Horn von Afrika zu nutzen.
Das Vorhaben markiert für Merz einen Schritt hin zu einer aktiveren deutschen Rolle in internationalen Sicherheitsfragen, bleibt aber bewusst vorsichtig formuliert. Der Kanzler will offenbar zeigen, dass Deutschland Verantwortung übernehmen will – ohne vorschnell militärisches Risiko einzugehen.
Angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten dürfte das Angebot vor allem als Signal der Bereitwilligkeit verstanden werden: Deutschland steht bereit, sofern Bedingungen und Mandate klar definiert sind.
Hegseth reagiert mit maximaler Härte auf iranische Drohungen
Von Alexander Terwey, Stv. Teamlead Newsdesk
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth reagierte mit maximaler Härte auf die iranischen Drohungen. Nachdem ein Berater des iranischen Regimes angekündigt hatte, «alle amerikanischen Schiffe» zu versenken, falls die USA ihre Präsenz in der Strasse von Hormus nicht reduzierten, kündigte Hegseth an, die US-Marine werde ihre Blockade gegen Iran konsequent durchsetzen.
Hegseth erklärte am Donnerstag im Pentagon, die USA würden jedes iranische Schiff oder jedes Schiff, das Iran materiell unterstütze, verfolgen und nötigenfalls stoppen. Gemeinsam mit Generalstabschef Dan Caine betonte er, dass Verstösse gegen die Blockade auch in internationalen Gewässern nicht toleriert würden. Caine sagte wörtlich: «If you do not comply with this blockade, we will use force.» Bereits 13 Schiffe hätten umgedreht, um eine Konfrontation mit der US-Marine zu vermeiden.
Zugleich verschärfte Hegseth seine Drohungen gegenüber Teheran. Iran könne sich entweder für «eine goldene Brücke» und Wohlstand entscheiden oder mit Bombardierungen auf Infrastruktur, Energieanlagen und Stromversorgung rechnen. Die US-Streitkräfte seien bereit, «jederzeit» wieder in den Krieg einzutreten, falls Iran keinen Deal akzeptiere.
Die Aussagen passen zu Hegseths bisheriger Linie im Konflikt. Bereits in früheren Pressekonferenzen hatte er erklärt, Iran sei «allein und verliere», die USA würden «den Ton angeben» und iranische Kräfte «jagen, wie keine andere Armee es tun kann». Immer wieder verband er diese Botschaften mit direkten Warnungen an die iranische Führung.
Im Zentrum steht dabei die strategisch wichtige Strasse von Hormus. Hegseth sagte, die USA hätten die Kontrolle über die Wasserstrasse und würden die Blockade «so lange wie nötig» aufrechterhalten. Angriffe auf Handelsschiffe bezeichnete er als «Piraterie» und «Terrorismus». Mehr erfährst du im Ticker meiner Kollegin Janine Enderli.
Chamenei-Berater droht: «Werden amerikanische Soldaten als Geiseln nehmen»
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Nähert sich der Krieg im Nahen Osten bald dem Ende? Ein wichtiger pakistanischer Vermittler hält sich derzeit in Teheran auf und die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat am Mittwochabend eine potenzielle Einigung in Aussicht gestellt.
«Wir sehen die Aussichten auf eine Einigung positiv», sagte die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, und bezeichnete die von Pakistan vermittelten Gespräche als «produktiv und andauernd».
Gleichzeitig ist die Rhetorik der Kriegsparteien weiterhin von Eskalation geprägt. Während Trump immer wieder droht, Irans «letzte Schiffe» zu zerstören, warnt der iranische Militärberater des Obersten Führers Modschtaba Chamenei: «Wir werden alle amerikanische Schiffe versenken.» Dies, sollten die USA ihre Präsenz in der Strasse von Hormus nicht bald einstellen.
Mohsen Rezaei, der vergangenen Monat von Chamenei zum Militärberater ernannt wurde, drohte zudem damit, amerikanische Soldaten als Geiseln zu nehmen, sollten sie an Land gehen, und «eine Milliarde Dollar für jeden Gefangenen zu fordern».
«Trump will zum Polizisten der Strasse von Hormus werden, aber wir werden unter keinen Umständen von unseren zehn Bedingungen abrücken», sagte er gestern Abend im staatlichen Fernsehen. Der Iran hat einen Zehn-Punkte-Plan verfasst, in dem Teheran Bedingungen für eine Wiedereröffnung der Strasse von Hormus dargelegt hat.
«Eine Verlängerung des Waffenstillstands ist keineswegs in unserem Interesse; das ist meine persönliche Meinung. Der Druck muss verstärkt werden. Unsere Raketenwerfer sind nun auf die Schiffe ausgerichtet und wir werden sie alle versenken.»
Die US-Blockade gegen Schiffe mit Ziel iranischer Häfen im Golf trat am Montagabend in Kraft – als Reaktion auf die weitgehende Sperrung der Strasse von Hormus durch den Iran seit Kriegsbeginn. Das US-Zentralkommando (Centcom) meldete, in den ersten 48 Stunden zehn Schiffe am Auslaufen gehindert zu haben. Schiffsverfolgungsdaten zufolge passierten jedoch mindestens drei aus iranischen Häfen gestartete Schiffe die Strasse von Hormus. In diesem Artikel erklären wir dir, warum sich Trumps Blockade immer mehr als Hormus-Filter entpuppt.
Europäer wollen die Schifffahrt wieder in Gang bringen
Von Guido Felder, Auslandredaktor
Jetzt ist klar, wer in der Strasse von Hormus wieder für freie Fahrt sorgen soll: Frankreich und Grossbritannien, zusammen mit weiteren Verbündeten. Paris gab heute bekannt, dass der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer eine Konferenz leiten werden, die sich mit der Koordinierung des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus befassen soll.
Die erste Sitzung der «Initiative für die Seeschifffahrt in der Strasse von Hormus» ist auf Freitag in Paris angesetzt. Dabei wolle man auch weitere Verbündete gewinnen. Rund 40 Länder sind aufgerufen worden. Ziel ist, den Schiffsverkehr durch die Meeresenge in einer «rein defensiven, multinationalen Mission» wieder zum Laufen zu bringen – natürlich erst, wenn es die Sicherheitslage zulässt.
Es kommt also, wie wir es beschrieben haben: Europa muss Trumps Scherbenhaufen aufräumen.
Der US-Präsident hat auf die Initiative der Europäer noch nicht reagiert. Er hat aber ein grosses Interesse daran, dass der Schiffsverkehr wieder in die Gänge kommt. Doch zuerst muss er die Kriegshandlungen gegen den Iran einstellen.
USA und Iran treffen sich nächste Woche in Pakistan
Von Angela Rosser, Redaktorin am Newsdesk
Nachdem die ersten Friedensverhandlungen am vergangenen Wochenende wenig befriedigend geendet hatten, soll es ein neuer Versuch richten. Wie Sky News berichtet, werden die USA und der Iran die Verhandlungen nächste Woche wieder aufnehmen. Diese sollen wieder in Pakistan geführt werden.
Dafür, dass die ersten Verhandlungen ergebnislos verliefen, geben sich die Parteien gegenseitig die Schuld. Beide Parteien wollen von ihren ultimativen Forderungen nicht abrücken.
So steht es für die USA fest, dass der Iran für 20 Jahre alle nuklearen Aktivitäten aussetzen muss. Der Iran seinerseits besteht darauf, dass er «die Urananreicherung fortsetzen können muss». Experten glauben, dass der Iran keinem Abkommen zustimmen werde, dass die Urananreicherung vollständig einschränke.
Auch die Strasse von Hormus und wer dort die Kontrolle innehat, bleibt ein Streitpunkt. Die USA fordern eine sofortige Öffnung vonseiten des Iran. Diese wollen einer Öffnung nur zustimmen, wenn die dem Land auferlegten Sanktionen fallen – für die USA bislang keine Option. Über die ersten Friedensgespräche hat mein Kollege Daniel Macher hier detaillierter berichtet.
Auch einer Verlängerung der Waffenruhe, die offiziell am 22. April fällt, hat die USA noch nicht formell zugestimmt. Dies sagte ein hochrangiger US-Beamter gegenüber CNN. «Die Vereinigten Staaten haben einer Verlängerung des Waffenstillstands noch nicht formell zugestimmt. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Erzielung einer Einigung werden fortgesetzt», sagte der Beamte. Auch zur Waffenruhe gibt es hier noch weitere Details.
Wie bei solch verhärteten Fronten und sich im Kreis drehenden Parteien eine Einigung erzielt werden soll, gilt es noch herauszufinden.
Trump macht der Nato erneut Vorwürfe
Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk
Donald Trump (79) und die Nato – wird das noch was? Aktuell habe ich da so meine Zweifel. Der US-Präsident hat sich in einem Interview mit dem konservativen Sender «Fox News» zur Nato geäussert. So viel vorweg: Die Aussagen sind nicht gerade positiv.
«Wir haben keinerlei Hilfe von der Nato bekommen», wetterte Trump. «Sie hätten sich besser verhalten sollen, aber die Nato war nicht für uns da.» Und wieder wirft der Republikaner die Frage auf, inwieweit sich die finanzielle und militärische Beteiligung der USA an dem Bündnis lohnt. «Warum geben wir so viel Geld für die Nato aus?», fragt er sich.
Der US-Präsident ist noch immer verärgert. Am Dienstag griff er die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni (49) verbal scharf an. In der vergangenen Woche blitzte Nato-Chef Mark Rutte (59) mit einem Besänftigungsversuch in Washington ab. Trumps Wut wird nicht so schnell verschwinden, das wird aus dem «Fox News»-Interview ebenfalls klar. «Zu jedem, der uns abgelehnt hat, haben wir keine Beziehungen mehr», stellt er klar.
Den Iran sieht Trump weiterhin am Ende. «Wir haben den Iran ordentlich fertiggemacht. Die werden niemals eine Atomwaffe haben. Die haben keine Marine, die haben keine Luftwaffe.» Er sehe «das Ganze» als so gut wie vorbei an.
USA schicken Tausende zusätzliche Truppen in den Nahen Osten
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Ist nun doch kein Frieden im Iran in Sicht? Die USA wollen in den kommenden Tagen Tausende weitere Soldaten in den Nahen Osten schicken. Darunter alleine 6000 Truppen an Bord des Flugzeugträgers USS George H. W. Bush. Das schreibt die «Washington Post». Weitere Schiffe mit zusätzlichen Truppen sollen den Flugzeugträger begleiten.
Gleichzeitig erwäge die Regierung von Präsident Donald Trump (79) die Möglichkeit weiterer Angriffe oder Bodenoperationen, falls die fragile Waffenruhe nicht halte, so US-Beamte gegenüber der Zeitung.
Gegen Ende des Monats sollen ausserdem weitere 4000 Soldaten in die Region geschickt werden. Unter diesen Truppen befinde sich eine Expeditionseinheit der US-Marines. Diese Spezialtruppe umfasst ein Infanteriebataillon mit über 800 Soldaten sowie Helikopter und Landungsboote. Die Truppen werden sich den schätzungsweise 50'000 Soldaten anschliessen, die laut Pentagon an Operationen gegen den Iran beteiligt sind.
Die Ankunft weiterer amerikanischer Kriegsschiffe wird den Druck auf die Islamische Republik voraussichtlich noch weiter erhöhen. Gegenüber der «Washington Post» erklärt Karoline Leavitt (28), Pressesprecherin des Weissen Hauses, Trump habe sich «klugerweise alle Optionen offengehalten, falls die Iraner ihre nuklearen Ambitionen nicht aufgeben und kein für die Vereinigten Staaten akzeptables Abkommen schliessen».
Iran nutzte chinesischen Satelliten zum Ausspionieren von US-Basen
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Bei einem Raketenangriff des Irans auf den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan in Saudi-Arabien wurden am 14. März fünf US-Tankflugzeuge zerstört. Die Attacke wurde im Nachhinein von US-Präsident Donald Trump bestätigt. Wie Recherchen der «Financial Times» jetzt zeigen, wurde der Iran bei diesem Angriff von chinesischer Technologie unterstützt.
Der Spionagesatellit TEE-01B machte vor und nach dem Raketenangriff detaillierte Aufnahmen des Luftwaffenstützpunktes. So konnte das iranische Militär seine Attacke deutlich präzisieren, heisst es im Bericht. Auch andere Militärbasen der USA in den Golfstaaten sollen durch den Satelliten ausspioniert worden sein, beispielsweise das Hauptquartier der fünften US-Flotte in Bahrain. Entwickelt wurde die Spionagetechnologie in China.
Der Satellit wurde laut der «Financial Times» bereits Ende 2024 von chinesischem Boden aus in den Orbit geschossen. Dort wurde er durch ein ausgeklügeltes Lieferverfahren an die Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der iranischen Revolutionsgarden übergeben.
Satellitenbilder zeigen Wrackteile einer gesprengten US-Maschine
Von Guido Felder, Auslandredaktor
Neue Satellitenbilder zeigen eine Maschine der US-Armee, die bei der Bergung der abgeschossenen Piloten zurückgelassen werden musste. Auf einem Bild von Airbus, das von CNN veröffentlicht wurde, sind auf einem abgelegenen Flugfeld in der iranischen Provinz Isfahan die ausgebrannten Wrackteile zu erkennen.
Bei der waghalsigen Operation zur Evakuierung eines abgeschossenen F-15E-Piloten sanken zwei MC-130J-Transportflugzeuge ein, so dass sie nicht mehr starten konnten. Um die sensible Technologie nicht dem Iran zu überlassen, sprengten die US-Kommandos ihre eigenen Flugzeuge vor Ort.