Psycho-Terror, Droh-Mails, Belästigung am Arbeitsplatz: Nachdem BLICK aufgedeckt hatte, wie düster es hinter den Kulissen der Spar Schweiz aussieht, stellte die Supermarkt-Kette Rüpel-Chef M.H.* auf die Strasse. Er hatte die Verantwortung über sämtliche Filialen.
Doch H. war nicht als Einziger Kadermann negativ aufgefallen: Mitarbeiter hatten sich auch über G.* beschwert. Der Adoptivsohn von Spar-Präsident Stefan Leuthold (57) soll an Sitzungen Mitarbeiter mit Ausdrücken unter der Gürtellinie beschimpft haben. Das Verhalten von G. habe «zum akzeptierten Alltag bis hinauf in die Chefetage» gehört, sagte ein Spar-Insider zu BLICK.
Doch jetzt ist Schluss damit. Seit die südafrikanische Spar Group Anfang März Spar Schweiz übernommen hat, weht ein anderer Wind. Wie BLICK erfahren hat, wurde G. in eine Backoffice-Funktion in der Spar-Holding versetzt.
Neuer Wind in der Teppichetage
Ausserdem nimmt erstmals ein Manager aus Südafrika Einsitz in der Teppichetage. Am 1. Oktober wird der südafrikanische Spar-Manager Rolf Eckstein Chef über das Filialnetz. Eckstein wird damit Nachfolger von Rüpel-Chef H. Der gebürtige Deutsche wird seinen Wohnsitz nach Konstanz (D) verlegen und von dort zum Spar-Hauptsitz in Gossau SG pendeln. Ecksteins Tochter studiert bereits in Zürich.
Gemäss seinem Linkedin-Profil war Eckstein 27 Jahre lang Spar-Einkäufer von Frischprodukten in Kapstadt und Umgebung. Auf seinem öffentlich zugänglichen Facebook-Profil gibt er sich bodenständig.
Die Personalien wurden den Filialleitungen nur mündlich kommuniziert. Eckstein hat sich bereits in ersten Filialen gezeigt und mit Verantwortlichen gesprochen. Er hinterliess offenbar einen guten Eindruck.
Frischen Wind hat Spar dringend nötig. Gemäss Insidern liegen die Umsätze derzeit deutlich hinter den Budgetvorgaben und Vorjahreszahlen zurück. Letztes Jahr schrumpfte der Umsatz der Supermärkte um 1,6 Prozent auf 596 Millionen Franken. Spar Schweiz wollte auf Anfrage weder die Umsatzzahlen noch die Personalien kommentieren.
*Name der Redaktion bekannt