Der Fitness-Papst Werner Kieser (†80) habe noch am Dienstag gemeinsam mit seiner Frau Gabriela Kieser, ein Fitness-Studio in Zürich Enge besucht. Es war das letzte Krafttraining seines Lebens. In der Nacht auf Mittwoch ist Kieser an Herzversagen gestorben.
Der gelernte Schreiner entwickelte gemeinsam mit seiner Frau die nach ihm benannte Trainings-Methode – vor allem zur Stärkung des Rückens. Werner Kieser eröffnete in den 60er-Jahren sein erstes Fitness-Studio an der Kanzleistrasse in Zürich. Mittlerweile betreibt sein Unternehmen Kieser Training AG über 160 Studios mit Schwerpunkt in der Schweiz, Deutschland und Österreich.
Mit selbst geschweissten Maschinen zum Fitness-Guru
Seine Begeisterung für das Fitnesstraining entdeckte Kieser nach einem Brustfellriss an einem Amateur-Boxmatch. Da erlitt er einen äusserst schmerzhaften Brustfellriss. Ein Freund von Kieser machte ihn auf die Möglichkeiten des damals noch fast unbekannten Krafttrainings aufmerksam. Mit einfachem Hanteltraining verflogen die Schmerzen innert weniger Tage, so die Geschichte.
Kieser kaufte sich ein Buch zum Thema Schweissen, um einfache Hanteln und Metallbänke zu fertigen. Schrittweise baute er das zuerst einfach eingerichtete Hantelstudio zu einer Kette mit diversen Maschinen aus. Es war der Grundstein für den Aufbau seines Fitness-Studio-Imperiums. Werner Kiesers Ehefrau, Dr. med. Gabriela Kieser, ist eine prägende Mitentwicklerin von Kieser Training. Sie verlieh dem gesundheitsorientierten Unternehmen das medizinische Rückgrat.
Tüftelte bis zum letzten Tag
2017 verkauften er und seine Frau das Unternehmen an den langjährigen Geschäftsführer Michael Antonopoulos und an Verwaltungsrat Nils Planzer. Bis zum letzten Tag tüftelte er an neuen Kräftigungsmöglichkeiten für den menschlichen Körper, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. (gif)