Salt steckt in der Krise. 1,9 Millionen Kunden telefonieren mit Salt. Das sind elf Prozent weniger als im Vorjahr. Zudem hat das Unternehmen die Investitionen ins Netz um rund 30 Millionen Franken gesenkt, wie die «Bilanz» schreibt.
Diese schlechten Zahlen haben Folgen: Madjid Osmani, Kundendienstchef und Mitglied der Geschäftsleitung, hat gekündigt. Nach nur einem Jahr. Es ist nicht der einzige Abgang in der Teppichetage, wie die «Bilanz» weiss.
Auch Britta Reinhardt verlässt Salt. Sie stand der Abteilung für Geschäftskunden vor. Die wird komplett aufgelöst. 20 Angestellte verlieren ihren Job, wie die «Bilanz» aus einem internen Schreiben von Salt-CEO Andreas Schönenberger zitiert.
200 Jobs weg
Damit sind bei Salt in den letzten drei Jahren 200 Jobs dem Rotstift zum Opfer gefallen. Derzeit arbeiten noch rund 750 Angestellte für die frühere Orange. Die Gewerkschaften sind alarmiert.
Zumal die Salt-Chefs für die Syndicom offenbar nicht erreichbar sind. «Wir sind besorgt über dieses Verhalten, das entspricht nicht den Gepflogenheiten», sagt Gewerkschafter Giorgio Pardini zur «Bilanz». (pbe)