Das ist für McDonald's nur schwer zu verdauen: Der amerikanische Hamburgerbrater könnte in Europa die Markenrechte am Big Mac verlieren – die mit Abstand bekannteste Marke des Fastfoodkonzerns. Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters sowie verschiedene irische Medien.
Das Indiz: Ein Löschungsbeschluss der europäischen Markenschutzbehörde (EUIPO). Der Hintergrund: Ein Markenstreit zwischen der irischen Burgerkette Supermac's und McDonald's. Die Folgen: Wird der Beschluss rechtskräftig, dann gehört der Big Mac allen, jeder darf seinen Hamburger nach dem Verkaufsschlager benennen.
Zu grosse Verwechslungsgefahr
Dabei sind die Amerikaner selber schuld, dass der Markenstreit eskaliert ist. Supermac's ist eine Fastfoodkette mit rund 100 Filialen in Irland und Nordirland – und dem Plan, unter anderem nach Grossbritannien zu expandieren.
Als McDonald's davon Wind bekam, wiesen die Amerikaner auf eine angebliche Verwechslungsgefahr hin: Big Mac und Supermac's klängen zu ähnlich, könnten von den Kunden leicht verwechselt werden. Zudem ist einer der Verkaufsrenner der Iren der Mighty Mac – frei übersetzt der mächtige Burger.
McDonald's wehrt sich
Die Iren fühlten sich schikaniert, auch weil McDonald's nicht nur den Burgernamen sondern Big Mac auch als Restaurantnamen schützen liess. Dagegen hat sich Supermac's gewehrt – und gewonnen. McDonald's soll die EU-weiten Markenrechte am Big Mac verlieren. Eine Superschlappe für die Amerikaner im über vier Jahren dauernden Markenstreit.
Diese Niederlage akzeptiert McDonald's nicht. Der US-Konzern will die Entscheidung anfechten. (koh)