Familie Kaufmann aus dem Entlebuch
Wer sind eigentlich die neuen Stöckli-Chefs?

Die neuen Besitzer des grössten Schweizer Ski-Herstellers sind wie die Stöcklis eine bekannte Unternehmersfamilie.
Publiziert: 28.05.2014 um 22:42 Uhr
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Aktualisiert: 04.10.2018 um 19:57 Uhr

Die Familie Kaufmann aus Entlebuch LU übernimmt von den Stöcklis deren Lebenswerk. Der wer sind diese Kaufmanns eigentlich? Im Kanton Luzern ist die Familie sehr bekannt.

Die Kaufmanns und die Stöcklis sind auch schon lange geschäftlich miteinander verbunden. Kaufmanns besitzen seit über 20 Jahren bedeutende Anteile am Ski-Hersteller. Wie gross diese Anteile sind, ist aber ein Geheimnis.

Die Beteiligung aufgebaut hatte der letzten Herbst verstorbene Unternehmer Hans Kaufmann (†71). Die Innerschweizer Wirtschaftsgrösse war unter anderem CEO und Miteigentümer des Versandhauses Ackermann und Präsident der «Neuen Luzerner Zeitung».

Mit Diego Kaufmann ist die zweite Generation am Ruder

Heute gehört der Ackermann-Versand der österreichischen Otto-Versand-Tochter Unito. Das Unternehmen ist aber zutiefst schweizerisch: Es wurde 1871 als erstes Versandhaus Europas im Entlebuch vom langjährigen FDP-Nationalrat Alfred Ackermann gegründet. Dieser förderte den jungen Hans Kaufmann, beförderte ihn zum CEO und machte ihn zum Miteigentümer. 1989 zog sich Kaufmann zurück, Ackermann wurde verkauft.

Kaufmann, der sich auch mal als Unternehmer und Christ bezeichnete, wandte sich neuen Firmen zu, unter anderem Stöckli.

Vor knapp einem Jahr verstärkten die Frau des Verstorbenen, Eva Kaufmann, und ihr Sohn Diego (31) den Stöckli-Verwaltungsrat. Diego Kaufmann hat nun die Mehrheit an der Familienbeteiligung übernommen, womit er bei Stöckli das Sagen hat. Damit sei die zweite Generation der Aktionärsfamilie am Ruder, lässt das Unternehmen wissen.

Wer Kaufmann ist und wie er tickt: Das ist alles nicht bekannt. Man weiss einzig, dass der 31-Jährige Schulen in Australien besucht hat und sich in der Westschweiz zum Marketingfachmann ausbilden liess.

Der neue Stöckli-Besitzer scheut das Licht der Öffentlichkeit. Nicht einmal ein Bild gibt es von ihm. Das soll auch so bleiben, lässt er ausrichten. Er will sich auch nicht öffentlich äussern, das habe sein Vater schon so gemacht.

Klar ist einzig: Kaufmann sucht einen neuen Chef, der für Beni Stöckli kommt. Der Neue soll von aussen kommen und langjährige, auch internationale Erfahrung in der Markenartikelindustrie aufweisen. Ziel der neuen Besitzer: Stöckli soll stärker wachsen, die Marke an Profil gewinnen.  (cst)

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