Wall Street tiefrot – Aktien der Tech-Giganten rauschen ab
Die US-Börsen befinden sich auf Talfahrt: Stark unter Druck sind ausgerechnet die Aktien der amerikanischen Technologie-Riesen, deren CEOs öffentlichkeitswirksam um die Gunst des US-Präsidenten weibeln. Jetzt belastet Donald Trump die Tech-Aktien mit seinen neuen Zoll-Ankündigungen.
Apple gehört bisher zu den grössten Dow-Jones-Verlierern des Tages. Das Papier ist um 9,1 Prozent gefallen. Amazon verliert ebenfalls deutlich – minus 7,1 Prozent. Tesla, das Unternehmen von Trump-Freund Elon Musk, bricht um 4,4 Prozent ein. Meta, die Mutter von Instagram und Facebook, liegt mit ihrer Aktie fast 6 Prozent im Minus. Der Titel des Google-Konzerns Alphabet büsst gut 3 Prozent ein.
SMI verliert deutlich – doch es gibt auch einige Gewinner
Der Schweizer Leitindex SMI beendet den Tag tiefrot: Mit einem Minus von 2,5 Prozent ist er aus dem Handel gegangen – wobei es deutliche Unterschiede zwischen den 20 SMI-Firmen gibt.
So hat die Aktie von Swisscom 3,7 Prozent zugelegt. Positiv verlief der Börsentag auch für die zwei Schwergewichte Nestlé (plus 1 Prozent) und Novartis (plus 0,5 Prozent). Der Lebensmittelkonzern aus Vevey VD profitiert davon, dass 95 Prozent der in den USA verkauften Produkten auch dort hergestellt werden. Damit ist Nestlé Trumps Zollhammer nicht stark ausgeliefert. Nur mit der Kaffeekapsel-Tochter Nespresso ist der Konzern exponiert, weil der Kapselkaffee «made in Switzerland» ist. Auch Novartis darf aufatmen. Denn für Medikamente, die dem WTO-Abkommen unterliegen, gelten die neuen US-Strafzölle nicht. Die Aktie der Konkurrentin Roche büsst hingegen 2,9 Prozent ein.
Der grösste Verlierer des Tages ist Logitech. Die Aktie des Computerzubehör-Herstellers büsste 16,5 Prozent ein. Das Unternehmen bekommt Trumps Zölle voll zu spüren, denn viele seiner Produkte stellt Logitech in den asiatischen Ländern –beispielsweise China, Taiwan und Vietnam – her.
Wall Street mit massiven Verlusten – US-Börsen rauschen ab
Donald Trump schickt die US-Börsen mit seinen Zollplänen auf Talfahrt. Auch nach dem Handelsstart werfen die Anlegerinnen und Anleger in den USA ihre Aktien im grossen Stil aus ihren Depots.
Die Wall Street präsentiert sich tiefrot: Der breite S&P 500 verliert 4 Prozent, der technologielastige Nasdaq sogar 5 Prozent. Der Leitindex Dow Jones rauscht 3,8 Prozent ab.
US-Börsen verlieren zum Handelsstart deutlich
Die neuen Zölle von Donald Trump verunsichern die Anleger: Die US-Börsen sind tiefrot in den Handel gestartet. Der Aktienindex S&P 500, der die 500 grössten US-Unternehmen abbildet, büsst 3,1 Prozent ein. Der technologielastige Nasdaq verliert gar 4,1 Prozent. Der Leitindex Dow Jones legt mit einem Minus von 2,6 Prozent los.
Auch in Europa sind die Finanzmärkte unter Druck. Der Schweizer Index SMI verliert derzeit 2,3 Prozent. Der deutsche Dax büsst ebenfalls 2,3 Prozent ein.
Aktie der Schuhmarke On rauscht vorbörslich ab – minus 18 Prozent
Ein harter Schlag für On: Die Aktie des Schweizer Laufschuhherstellers gerät an der Börse in New York vor dem Handelsstart stark unter Druck – und verliert vorbörslich 18 Prozent. Noch am Vortag war der Titel gestiegen, nachdem sich das Unternehmen in der Geschäftsleitung neu aufgestellt hatte. Co-Chef Marc Maurer verlässt On, Co-CEO und Finanzchef Martin Hoffmann wird dem Sportartikel-Produzenten künftig alleine als Geschäftsführer vorstehen.
Der vorbörsliche Aktien-Einbruch ist auf den jüngsten Zoll-Hammer von US-Präsident Donald Trump zurückzuführen. Er hat neue Importabgaben für diverse Länder beschlossen. Stark getroffen wird Vietnam, auf deren Waren beim Export in die USA Zölle von 46 Prozent anfallen. On stellt ein Grossteil seiner Schuhe im südostasiatischen Land her. Und die Vereinigten Staaten sind für das Schweizer Unternehmen der wichtigste Absatzmarkt.
SMI eröffnet wegen Trumps Strafzöllen im Minus
Der Zollhammer hat die Börsen heute fest im Griff: auch in der Schweiz. Der SMI eröffnet am Morgen mit einem Minus von 1,5 Prozent mit 12'405,68 Punkten. Die Reaktion auf die 31 Prozent Zölle, welche Donald Trump der Schweiz aufs Auge drückt, fällt deutlich aus. Kurz vor dem Mittag verliert der SMI schon 2,2 Prozent.
Besonders hart treffen die Zölle die Uhrenhersteller. Richemont und Swatch tauchen: minus 4 Prozent! Am stärksten verlieren die Papiere von Logitech (minus 10 Prozent). Auch die UBS muss Federn lassen: minus 5 Prozent.
Auch in Deutschland gehts abwärts: Der Dax rutscht zum Handelsstart auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar: Der deutsche Leitindex verliert 2,3 Prozent. Der französische CAC 40 verliert minus 1,8 Prozent.
Börsen reagieren negativ auf Trumps Zölle – Nikkei tiefrot
An den Börsen kommen die neuen Zölle von US-Präsident Donald Trump (78) gar nicht gut an. Der japanische Nikkei ist bei Eröffnung um mehr als vier Prozent eingebrochen. Der Index fiel damit auf ein Achtmonatstief! Das erstaunt nicht: Trump kündigte eine Zollbelastung von 24 Prozent auf japanische Waren an. Am Ende des Handelstages liegt der Nikkei 3 Prozent im Minus.
An den US-Börsen ist es nach der Zoll-Ankündigung zu massiven Kursverlusten gekommen. Vor allem Technologiewerte stürzten im nachbörslichen Handel ab. Apple fiel um 6,1 Prozent, Microsoft um zwei Prozent und Nvidia um 4,7 Prozent. Amazon gab fünf Prozent nach, Meta fiel 4,7 Prozent und Tesla verlor 5,9 Prozent. Damit nicht genug: Für Alphabet ging es drei Prozent runter, für Alibaba 3,9 Prozent und für Netflix 2,8 Prozent.
Das deutet auf schwere Verluste bei der Eröffnung der US-Börsen am Donnerstag hin. Auch in der Schweiz: Der SMI steht vorbörslich bei der IG Bank 1,1 Prozent tiefer, wie cash.ch berichtet.
Im Gegenzug sind sichere Häfen gesucht. So ist der Goldpreis in der Nacht auf einen Rekord von 3167,84 US-Dollar geklettert. Zuletzt wurde die Feinunze bei 3149 Dollar gehandelt. Am Devisenmarkt wiederum wird der US-Dollar gerade gemieden. Das Euro/Dollar Paar notiert aktuell bei 1,0911. Am Mittwochabend ging es noch zu 1,0856 über den Tisch. Auch zum Franken verliert der Greenback an Boden. So werden aktuell 0,8760 Franken je Dollar gezahlt. Am Vorabend musste man noch 0,8824 Franken über den Tresen reichen.
Schwedischer Versicherungsriese verkauft alle Tesla-Anteile
Über die letzten sechs Monate von Tesla könnte man ein Buch schreiben. Nachdem Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl im November gewonnen hatte, schwebte der Elektrobauer auf Wolke Sieben. Durch CEO Elon Musk hat man plötzlich einen direkten Draht zum US-Präsidenten. Die Aktie ging in der Folge durch die Decke und legte innerhalb von eineinhalb Monaten um mehr als 90 Prozent zu.
Doch seit dem Jahreswechsel holpert es ziemlich auf dem Tesla-Weg. Musks politische Eskapaden sorgen für Kopfschütteln bei der Kundschaft. Die chinesischen Stromer-Konkurrenten holen derweil stark auf. In diesem Jahr sind die Verkaufszahlen um zwei Drittel eingebrochen. Im gleichen Zeitraum fällt die Aktie um fast 30 Prozent, auch wenn sie sich in den letzten Tagen etwas stabilisiert hat.
Schlechte News vor Verkaufszahlen
Das könnte sich aber schnell wieder ändern. Heute Abend kommuniziert der E-Autohersteller seine weltweiten Verkaufszahlen fürs erste Quartal. Ein starkes Ergebnis ist nicht zu erwarten. Im Vorhinein kommt aber an einer anderen Front eine weitere schlechte Nachricht.
Die Folksam-Gruppe, einer der grössten Versicherer in Schweden, verkauft seine kompletten Tesla-Anteile. Grund dafür sei Teslas Umgang mit den Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechten seiner Mitarbeiter, so der Konzern. Tesla befindet sich in Schweden seit längerem im Streit mit der Gewerkschaft IF Metall, weil sich der Autobauer weigert, einen Tarifvertrag zu unterzeichnen. Die Probleme werden für den Elektrobauer also nicht kleiner.
SMI vor Trumps «Liberation Day» unter Druck – Pharma verliert deutlich
Am Mittwochabend Schweizer Zeit kommt es zum Showdown: US-Präsident Donald Trump präsentiert sein neues Zollpaket. Seit Anfangs Woche zittern die Aktienmärkte rund um den Globus. Und auch an diesem Mittwoch zeigt sich an den Börsen: Die Sorgen rund um den Handelskrieg und dessen ungewissen Folgen auf die Weltwirtschaft sind allgegenwärtig – insbesondere in Europa.
Die europäischen Finanzmärkte erleiden gerade Verluste. Der deutsche DAX liegt kurz vor dem Mittag 0,9 Prozent im Minus, der wichtigste britische Index FTSE 100 0,7 Prozent. Auch in Frankreich, den Niederlanden, Spanien und Italien büssen die Leitindexe ein.
In der Schweiz gibt der SMI ebenfalls nach – minus 0,7 Prozent. Vor allem die Pharmabranche zieht den Index dabei nach unten. Lonza liegt mit 2,4 Prozent im roten Bereich, Roche mit 2,3 und Novartis mit 1,2 Prozent. Der Grund ist schnell gefunden. Die Pharma- und Chemie-Industrie ist mit einem Anteil von rund 50 Prozent die wichtigste Exportbranche der Schweiz. Der Medikamenten-Sektor wäre also stark betroffen.
Im Vorfeld zeigen sich die Pharmaverbände besorgt, aber nicht komplett panisch. Interpharma ist beispielsweise überzeugt, dass die Schweiz viele Argumente gegen die US-Zölle hätte.
Zoll-Zampano Trump lässt Goldpreis weiter steigen
Beim Goldpreis geht die Rally ungebremst weiter. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) stieg im frühen Handel an der Börse in London um knapp 0,8 Prozent bis auf fast 3148 Dollar, was rund 2776 Franken entspricht. Bereits am Montag war der Goldpreis erstmals über die Marke von 3100 Dollar geklettert.
Damit ist der Goldkurs seit dem Jahresbeginn um rund 20 Prozent gestiegen. Damit stellt Gold seinen Ruf als sicherer Hafen unter Beweis. Bei Unsicherheiten flüchten sich die Anleger in stabile Anlagen. Getrieben wird die Angst an den Finanzmärkten von Donald Trumps (78) Zollpolitik.
Für den Mittwoch hat der US-Präsident den «Liberation Day» ausgerufen. Der 2. April ist für Trump also der «Tag der Befreiung». An diesem läutet er die nächste Runde im Handelsstreit ein und setzt neue Zölle in Kraft. Warum dich das interessieren sollte, zeigen wir dir in dieser Übersicht auf.
Die Rekordjagd beim Gold ist aber auch auf die derzeitigen geopolitischen Risiken zurückzuführen. So gibt es bei den Bemühungen um eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg wenig Fortschritte. Und im Nahen Osten hat sich die Lage wieder zugespitzt, nachdem das israelische Militär seine Bodenangriffe im Gazastreifen ausgeweitet hat.