Neue E-Auto-Zahlen schockieren
Tesla-Aktie im freien Fall – Musk in der Krise

Wie geht es den Schweizer Firmen? Was läuft an der Wall Street? Und wie entwickelt sich der Goldpreis? Im Liveticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen an den Märkten auf dem Laufenden.
Publiziert: 09:25 Uhr
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Aktualisiert: 14:11 Uhr
Blick Wirtschaft
09:59 Uhr

Musk-Kontroverse lässt Tesla-Aktie fallen

Tesla-Anleger müssen sich wie auf einer Achterbahnfahrt fühlen: Nachdem es 2024 lange seitwärts ging, hatte sich der Aktienkurs im Herbst plötzlich mehr als verdoppelt – von 215 auf 480 Dollar Mitte Dezember. Musk und Tesla profitierten direkt vom Trump-Effekt, nachdem dieser die US-Präsidentschaftswahlen Anfang November für sich entschieden hatte. 

Doch seither gehts für Musk und seinen Elektroautobauer wieder steil bergab. Das Tesla-Papier ist seit Ende Dezember gar in freiem Fall – und stürzte um 37 Prozent ab. Von 480 auf 303 Dollar (Stand: Mittwochmorgen). Da sind einerseits die schwachen Quartalszahlen, die den Anlegerinnen und Anleger weiter aufs Gemüt schlagen. Und andererseits die Tesla-Kunden, die gegen Musk und seine Beraterrolle von Donald Trump protestieren.

Zum Wochenstart belasten neue Verkaufszahlen zu Elektroautos in Europa das Tesla-Papier. Brisant: Die E-Autoverkäufe in der EU und Grossbritannien stiegen im Januar um ein Drittel, die Verkäufe von Tesla im gleichen Zeitraum fielen um 45 respektive 50 Prozent. Das dürfte direkt auf die Kontroverse rund um Elon Musk zurückgeführt werden, sagen Marktbeobachter.

Foto: keystone-sda.ch
25.02.2025, 13:03 Uhr

Bitcoin fällt unter 90'000-Dollar-Marke

Der Bitcoin-Kurs war Ende Januar noch bei über 105'000 Dollar. Seither ist er um 15 Prozent gefallen – auf 89'000 Dollar. Der Fall unter die 90'000-Dollar-Marke tut weh, sagen Marktbeobachter. Lange hatte sich die erste Digitalwährung der Welt dagegen gewehrt. Nun befinde sich Bitcoin in einer «kritischen Phase», sagt Analyst MartinUtschneider vom Fondsanbieter Finanzethos gegenüber dem «Handelsblatt»: «Indem der Bitcoin unter die Unterstützungslinie von 91'000 Dollar gefallen ist, hat er seit dem 20. Januar einen Abwärtstrend gebildet.»

Foto: Sven Thomann
24.02.2025, 10:24 Uhr

SMI klettert auf Rekordmarke

Rekord an der Schweizer Börse: Der Leitindex SMI übersteigt erstmals die historische Marke von 13'000 Punkten. Am Montagmorgen erreichte der Leitindex mit 13'009 Punkte seinen höchsten Stand in der Geschichte. Grösste Gewinnerin des Montagmorgens ist Nestlé – mit einem Plus von 2,2 Prozent.

Seit Anfang Jahr ist der SMI um 12 Prozent gestiegen – ein sagenhafter Start ins neue Jahr. Zum Vergleich: Im gesamten Aktienjahr 2024 – ein sehr erfolgreiches für die meisten Märkte – legte der SMI gerade einmal 4,2 Prozent zu. Bedeutet: Die Performance des SMI in den ersten knapp zwei Monaten des neuen Jahres ist dreimal so gut wie in den zwölf Monaten des vergangenen Jahres.

Foto: Keystone/Ennio Leanza
24.02.2025, 09:04 Uhr

Alibaba im Börsenhoch: 47 Mrd. Fr. Investitionen in KI

Plus 61 Prozent! Der Technologie-Konzern Alibaba hat im letzten Monat mächtig zugelegt – bis auf ein Dreijahreshoch! Jetzt gibt das chinesische Unternehmen ein grosses Investitionspaket bekannt: Alibaba will in den kommenden Jahren mindestens 380 Milliarden Yuan (rund 47 Milliarden Franken) in Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud Computing investieren. Und das über den Zeitraum von drei Jahren. 

Damit wolle der Konzern seine «Cloud-Computing- und KI-Infrastruktur voranzubringen», teilte er mit. Einzelheiten zur Verteilung der Mittel oder konkreten Projekten gab das Unternehmen zunächst nicht bekannt.

Der Konzern aus Hangzhou im Osten Chinas, der unter anderem Chinas grösste Onlinehandels-Plattform Taobao betreibt, hatte vergangene Woche einen stark gestiegenen Umsatz und Gewinn vermeldet. Für Aufsehen sorgte zudem ein Treffen von Präsident Xi Jinping mit mehreren Chefs grosser chinesischer Privatunternehmen am vergangenen Montag, darunter auch der vor Jahren in Ungnade gefallene Alibaba-Gründer Jack Ma.

Foto: AFP
21.02.2025, 17:19 Uhr

US-Aufsichtsbehörde SEC lässt wohl Klage gegen grosse Krypto-Börse fallen

Weht bei der Securities and Exchange Commission (SEC) ein neuer Wind? Die US-Börsenaufsicht SEC soll kurz davor sein, die Klage gegen die Krypto-Börse Coinbase fallen zu lassen, wie unter anderem die «New York Times» berichtet. So hat Coinbase am Freitag eine Mitteilung publiziert, wonach SEC-Mitarbeitende grundsätzlich zugestimmt hätten, das Verfahren einzustellen. Die SEC «korrigiert damit einen grossen Fehler», heisst es dazu im Schreiben der grössten US-Handelsplattform für Kryptowährungen. Die Aufsichtsbehörde selbst hat sich bisher noch nicht zur Angelegenheit geäussert.

Damit scheint der seit 2023 schwelgende Rechtsstreit im Nichts zu versanden – was einer Wende gleichkommt. Denn seit der FTX-Pleite im November 2022 ist die SEC unter der Führung von Chef Gary Gensler (67) bisher hart gegen Krypto-Handelsplattformen vorgegangen. Neben Coinbase sah sich etwa auch der Konkurrent Binance mit einer ähnlichen Klage konfrontiert. Erst vergangene Woche haben sich SEC und Binance darauf geeinigt, das Verfahren für 60 Tage auszusetzen. Im Kern geht es in den juristischen Streiten darum, dass die SEC Kryptowährungen als Wertschriften klassifizieren will, wodurch die Krypto-Börsen eine Lizenz von der Börsenaufsicht bräuchten. Coinbase, Binance und Co. wehren sich gegen diese Argumentation. 

Mit Donald Trump (78) im Weissen Haus scheint das Pendel nun in Richtung der Krypto-Börsen auszuschlagen. Der US-Präsident gab sich im Wahlkampf sehr kryptofreundlich. Mittlerweile musste Gensler seinen SEC-Posten räumen. Noch fehlt die Zustimmung des US-Senats, aber künftig soll die Börsenaufsichtsbehörde von Paul Atkins geleitet werden. Jurist Atkins ist ein bekennender Krypto-Anhänger.

Foto: imago images/UPI Photo
17.02.2025, 09:07 Uhr

Erreicht der SMI in dieser Woche ein neues Allzeithoch?

Plus 10,46 Prozent seit Anfang Jahr! Der Schweizer Aktienindex SMI hat einen sagenhaften Jahresstart hingelegt. Zum Vergleich: Im gesamten Aktienjahr 2024 – ein sehr erfolgreiches für die meisten Märkte – legte der SMI gerade einmal 4,2 Prozent zu. Bedeutet: Die Performance des SMI in den ersten knapp zwei Monaten des neuen Jahres ist doppelt so gut wie in den zwölf Monaten des vergangenen Jahres.

Diese Woche könnte der SMI nun Geschichte schreiben: Der SMI eröffnet am Montagmorgen bei 12'840 Punkten. Es fehlen somit noch 157 Punkte bis zum Allzeitrekord von 12'997 Punkten vom 3. Januar 2022. Gut möglich, dass der Rekord fällt. Vorbörslich steht der SMI am Montagmorgen bereits wieder im Plus.

Foto: KEYSTONE
14.02.2025, 17:48 Uhr

SMI zum achten Mal in Folge mit positiver Handelswoche

Der bedeutendste Schweizer Aktienindex ist weiterhin im Aufwärtstrend. Trotz der leichten Abgabe vom heutigen Freitag schliesst der SMI die Woche mit 1,99 Prozent im Plus ab. Es ist die achte Handelswoche in Folge mit einem positiven Vorzeichen. Seit Jahresbeginn hat der Leitindex bereits um 10,46 Prozent zugelegt.

In dieser Woche erhielt der SMI starke Unterstützung vom Schwergewicht Nestlé. Am Donnerstag kommunizierte der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller seine Jahreszahlen. Weil diese besser als befürchtet ausfielen, stieg die Aktie an einem Tag um 6 Prozent auf 83.50 Franken.

Allzeithoch in Sicht

Das hat auch den SMI in die Höhe getrieben. Und das so stark, dass der Index am Donnerstag bis auf 50 Punkte an seinen Allzeitrekord von 12'997 Zählern herankam. Zu Wochenschluss stellte sich somit vor allem die Frage, ob der SMI seine bisherige Bestmarke aus dem Januar 2022 knacken könnte. Das ist heute Freitag noch nicht gelungen – der Index bewegte sich lange um die 12'920 Punkte. 

Das Überschreiten der historischen 13'000er-Marke scheint aber immer näher zu kommen. Die tiefen Zinsen in der Schweiz treiben Anleger weiterhin in Aktien. Auch die Hoffnung auf etwaige Friedensgespräche in dem seit Jahren anhaltenden Ukraine-Krieg könnten dem SMI weiter helfen.

Foto: KEYSTONE/ENNIO LEANZA
13.02.2025, 16:29 Uhr

Jahresergebnis überrascht positiv – Nestlé-Aktie legt stark zu

Nahrungsmittelmulti Nestlé hat schwierige Monaten hinter sich. Kostete im Februar 2024 eine Aktie noch rund 100 Franken, gab es die Aktie Anfang 2025 für 75 Franken. Minus 25 Prozent! Doch neues Jahr, neues Glück ... Das gilt offenbar auch für das Nestlé-Papier an der Börse.

Denn seit Jahresbeginn hat die Aktie zugelegt. Am Donnerstagmorgen eröffnete sie bei über 78 Franken. Und stieg binnen eines Tages um 6 Prozent auf 83.50 Franken. Der Grund? Das am Donnerstagmorgen präsentierte Jahresergebnis von Nestlé überraschte die Anlegerinnen und Anleger positiv. Hier liest du mehr dazu.

Foto: KEYSTONE
11.02.2025, 18:06 Uhr

Papiere von Landis+Gyr brechen nach Ladestationen-Aus ein – minus 21 Prozent!

Landis+Gyr verbrennt sich die Finger mit Ladestationen für Stromer! Der Zuger Stromzählerhersteller zieht sich in Europa aus dem Geschäft mit E-Auto-Ladestationen zurück. Und trennt sich von einem verlustreichen Geschäft. Die Ladestationen bescherten dem Konzern im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 10 Millionen Dollar. Deshalb wird das Geschäft so schnell wie möglich eingestellt. 200 Jobs fallen weg, die meisten in Slowenien. Die Anlegerinnen und Anleger reagieren brüskiert auf die Ankündigungen. Die Aktie verlor gestern 21 Prozent.


11.02.2025, 15:37 Uhr

Dax überspringt erstmals die Marke von 22'000 Punkten

Unbeeindruckt von den Zollankündigungen durch US-Präsident Donald Trump ist der Dax an der Frankfurter Börse erstmals in seiner Geschichte über die runde Marke von 22'000 Punkten gesprungen. Der deutsche Leitindex hatte die 21'000 Punkte davor am 20. Januar geknackt, am 3. Dezember des letzten Jahres fielen die 20'000 Zähler.

Die Anleger lassen sich ihre Rekordlaune auch durch Trumps Zolldrohungen nicht vermiesen. Trump hat Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte in Höhe von 25 Prozent angekündigt. Es werde keine Ausnahmen oder Befreiungen geben, hiess es. Zudem zieht er Sonderzölle auf Fahrzeuge, Computerchips und Pharmaprodukte in Betracht. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte eine entschlossene Reaktion an.

Die Zolldrohungen und -ankündigungen des US-Präsidenten verfangen an der Börse kaum noch. Händler sagten, die Anleger sähen sie als Mittel Trumps, Deals zu erreichen und dabei Kompromisse einzugehen, die letztlich allen nützen. Auch den unlängst erlittenen Kurseinbruch wegen Sorgen vor KI-Konkurrenz aus China hatte der Dax schnell wettgemacht.

Seit Jahresanfang hat der Dax fast elf Prozent gewonnen - und das nach einem erfolgreichen Jahr 2024 mit einem Zuwachs von fast 19 Prozent. Die Börse wird auch von der Erwartung auf sinkende Zinsen in der Eurozone angetrieben, mit der die Europäische Zentralbank (EZB) die schwache Konjunktur ankurbeln will. Die Inflationssorgen haben zuletzt abgenommen.

Die Entwicklung an den Börsen steht weiterhin in starkem Kontrast zur schwachen Wirtschaftslage in Deutschland. Die Blicke der Investoren richten sich oft aber nicht unbedingt auf die aktuelle Lage, sondern auf künftige Gewinne. Zudem sind die meisten der 40 im Dax geführten Konzerne international aufgestellt.

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