Trump unterzeichnet Zoll-Verordnung für ausländische Autos
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«Wachstum weiter ankurbeln»:Trump unterzeichnet Zoll-Verordnung für ausländische Autos

Tiefroter Start in die Woche
Börsen tauchen kurz vor Trumps Liberation Day

Wie geht es den Schweizer Firmen? Was läuft an der Wall Street? Und wie entwickelt sich der Goldpreis? Im Liveticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen an den Märkten auf dem Laufenden.
Publiziert: 10:07 Uhr
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Aktualisiert: 18:41 Uhr
Blick Wirtschaft
18:35 Uhr

Börsen tauchen kurz vor Trumps Liberation Day

Das ist ein zäher Auftakt in eine entscheidende Börsenwoche! Der Schweizer Aktienmarkt und auch andere wichtige europäische Börsenplätze sind am Montag tiefrot in die neue Börsenwoche gestartet. Die Sorgen rund um den von den USA losgetretenen Handelskrieg und dessen ungewissen Folgen auf die Weltwirtschaft haben die Aktien unter Druck gesetzt. Dabei hätten Inflationsängste und Konjunktursorgen spürbar zugenommen, hiess es im Handel.

News und Aussagen aus dem Weissen Haus zur US-Zollpolitik hätten die Unsicherheit unter Anlegerinnen und Anleger über das Wochenende befeuert, hiess es weiter. Dabei warf auch der von US-Präsident Donald Trump sogenannte «Tag der Befreiung in Amerika» seine Schatten voraus. Am Mittwoch will Trump ein breit angelegtes Zollpaket vorstellen. Unklar ist noch, wie von der «Zollkeule» betroffene Staaten darauf reagieren werden. Das musst du dazu wissen.

An der Schweizer Börse büsste der SMI am Montag 1,9 Prozent auf 12'598 Punkte ein. Damit bleibt er seit Jahresbeginn aber noch immer mit rund 1000 Punkten im Plus.

Auch andere europäische Märkte waren unter Druck. In Frankfurt verlor der DAX 1,3 Prozent, der Cac 40 in Paris 1,6 Prozent und der FTSE 100 in London 0,9 Prozent. Der US-Leitindex Dow Jones hielt sich bis zum Europaschluss im Plus, dies allerdings nach deutlichen Abgaben am Freitagabend.

An der Schweizer Börse waren zu Wochenbeginn insbesondere bei Technologiewerten wie Logitech (-4,4%) oder VAT (-3,4%) starke Abschläge zu sehen. Aber auch UBS (-3,8%) gab stark nach. Die Titel der Grossbank blieben von der Diskussion um eine politisch geforderte, deutlich dickere Kapitaldecke belastet, so ein Händler.

10:32 Uhr

Trump-Aussagen lassen die Börsen rot starten

Am Mittwoch soll es soweit sein. Am 2. April will Donald Trump sein grossangelegtes Zollpaket verkünden. Die bereits bekannten Auto-Zölle könnten nur ein Vorgeschmack sein auf weitere Sonderabgaben. «Man würde mit allen Ländern anfangen», erklärte der US-Präsident am Sonntag. Der Handelskrieg geht in die nächste Runde.

Dieses klare Statement schockte am Montagmorgen die Schweizer Börse. Der SMI notierte mehr als ein Prozent tiefer. Am stärksten traf es die Aktien von Logitech (-3,4 Prozent). Auch die Technologietitel ABB (-3,3 Prozent), VAT (-2,3 Prozent) und die Finanztitel UBS (-2,9 Prozent) und Partners Group (-2,6 Prozent) starteten in deutlichem rot in die Woche.

Auch international sind die Börsen stark im Minus

Besonders heftig fallen die Kurse im asiatischen Markt. In Japan verliert der Leitindex Nikkei um gut 4 Prozent und fällt auf den niedrigsten Stand seit September. In Deutschland gibt der Dax ebenfalls mehr als ein Prozent nach. Der amerikanische Nasdaq steht am Morgen bei Minus 2,6 Prozent.

Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
27.03.2025, 16:06 Uhr

Tesla-Aktie steigt stark an – der Rest der Branche darbt

Donald Trump (78) verkündete am Mittwochabend Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Auto-Importe aus dem Ausland. Und die Zölle werden langfristig bleiben, wie Trump klarstellt: «Sie sind dauerhaft.» 

Das setzt die grossen globalen Automobilhersteller unter Druck. Deren Aktien haben am Donnerstag durchs Band starke Verluste eingefahren. Die Kurse von Branchenprimus Toyota (Japan) und des asiatischen Herausforderers Hyundai (Südkorea) wie auch jene der deutschen Player BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz büssen zwischen 2 und 3,5 Prozent ein. 

Der heimliche Sieger von Trumps Strafzöllen ist Tesla – die Firma von Trump-Intimus Elon Musk (53). Der Elektroautobauer aus Kalifornien legt am Donnerstag im frühen New Yorker Handel um 7 Prozent zu! Warum Musk sich dank Trump ins Fäustchen lachen kann, liest du hier in der Analyse.

Foto: AFP
27.03.2025, 09:27 Uhr

Trumps Zollhammer sorgt für grosse Verluste bei Auto-Aktien

Der nächste Zollhammer aus dem Weissen Haus: Donald Trump (78) hat am Mittwochabend Zölle von 25 Prozent auf Auto-Importe aus dem Ausland verkündet. Die Zölle seien «dauerhaft» und sollten für alle Autos gelten, die nicht in den USA produziert worden seien.

Ein harter Schlag für die betroffenen Länder. Darunter Mexiko, Japan, Südkorea, Kanada und Deutschland. Die Auswirkungen sind auch am Aktienmarkt zu sehen. Der deutsche Dax verliert im frühen Handel am Donnerstagmorgen 1,5 Prozent. Besonders betroffen sind natürlich die Autobauer: Die Volkswagen und BMW-Aktie fällt um 4, Porsche und Mercedes um 4,5 Prozent. 

In Japan siehts ähnlich aus. Toyota verlor am Donnerstag im Handel über 2 Prozent. Und in den USA notieren die Autobauer vorbörslich ebenfalls tiefer, Ford verliert 4, Tesla 1,5 Prozent.

Foto: Getty Images
24.03.2025, 19:31 Uhr

Wall Street holt auf – Tesla-Aktie steigt stark

An den US-Börsen stehen die Zeichen auf Erholung. Der bekannteste US-Index Dow Jones Industrial knüpfte an die Erholungsversuche der Vorwoche an. Und ist fast zurück auf dem Niveau vom Jahresbeginn. Die Anleger hoffen offenbar, dass die nächste Runde der von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle gezielter und auch massvoller ausfallen könnte als bisher befürchtet. 

Die Aktien von Tesla, im Bild CEO Elon Musk, führten die Kursgewinner unter den «Magnificent 7», also den sieben grössten und bedeutendsten Tech-Werten, mit einem Kursanstieg von 10,4 Prozent an. Damit setzten die Aktien des Elektroautobauers ihre jüngste Erholung nach dem massiven Kursverfall der vergangenen Wochen fort und sind Spitzenwert im Nasdaq 100.

Foto: keystone-sda.ch
23.03.2025, 09:30 Uhr

Trump-Aktie um 60 Prozent eingebrochen – was steckt dahinter?

Donald Trumps (78) ist im Weissen Haus aber irgendwie auch an der Wall Street. Denn der US-Präsident ist mit seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social an der Börse. Das Konstrukt mit dem Namen «Trump Media & Technology Group (DJT)» macht gerade schwierige Zeiten durch: Seit Ende Oktober ist der Aktienkurs um 60 Prozent eingebrochen – von 51.50 auf nur noch 20 Dollar.

Die Trump-Aktie gilt an der Wall Street eher als Spekulationsobjekt und wird in Internetforen auch als «Meme-Aktie» ohne eigentlichen Wert bezeichnet. Pikant: Aufgrund des Absturzes hat Donald Trump indirekt 6 Milliarden Dollar verloren. Denn die Marktkapitalisierung ist in den letzten Monaten von über 10 Milliarden auf knapp 4 Milliarden Dollar geschrumpft.

Irre Zahlen: 400 Mio Verlust – nur 3,6 Mio Umsatz

Seit Trumps Inauguration als US-Präsident am 20. Januar haben die Aktienmärkte in den USA massive Verluste eingefahren. Vorwiegend aufgrund Trumps Zollpolitik. Mit einem Rückgang von 60 Prozent steht die Trump-Aktie auch im Vergleich besonders miserabel da.

Auch wenn bei diesem Spekulationspapier die tatsächlichen finanziellen Erfolge des Unternehmens eine kleine Rolle spielen, dürften die Jahreszahlen für 2024 mitverantwortlich sein. Sie zeigten einen Verlust von 400 Millionen Dollar – bei nur 3,6 Millionen Umsatz. 

Trumps cleverer Trick

Brisant: Trump hat seine Anteile – über 114 Millionen Aktien – in eine Treuhandstruktur übertragen. Ein sogenannter widerrufbarer Trust, wie er im US-Recht üblich ist. 

Das heisst: Offiziell sind die Aktien nicht mehr direkt auf ihn registriert, doch als einziger Begünstigter behält er die volle Kontrolle über die Vermögenswerte. Sein Sohn Donald Trump Jr. verwaltet als Treuhänder die Stimmrechte. Sollte Trump den Trust auflösen, kann er die Aktien jederzeit wieder in seinen direkten Besitz überführen – ein legaler, aber cleverer Schachzug.

Foto: keystone-sda.ch
22.03.2025, 10:06 Uhr

Elon Musk fleht eigene Mitarbeiter an, Aktie zu halten

Elon Musk (53) ist nervös – und das wohl zurecht. Die Tesla-Aktie hat sich seit dem Hoch im Dezember auf 249 Dollar halbiert. Doch noch brisanter als der Kurssturz ist der wachsende Hass auf Tesla: Kugeln werden auf Tesla-Showrooms abgefeuert, Molotow-Cocktails setzen Ladestationen in Brand, Elektroautos werden in Berlin, Paris oder Las Vegas komplett demoliert. Mittlerweile hat sich der US-Geheimdienst eingeschaltet.

Elon Musk weiss selbst, dass er polarisiert. Auch deshalb soll er am Donnerstag eine irre Online-Betriebsversammlung mit Tesla-Mitarbeitenden einberufen haben, über die «CNBC» berichtete. Er versuchte dort zu versichern, dass Tesla eine «rosige Zukunft» habe und flehte seine Angestellten fast schon an: «Hält an euren Tesla-Aktien fest!» Vor allem das autonome Fahren solle den Aktienkurs in Zukunft weiter beflügeln, so Musk.

Zu den hasserfüllten Demonstrationen auf der Strasse gegen ihn selbst sagte er: «Wenn man die Nachrichten liest, fühlt es sich an wie ein Armageddon. Ich kann nicht am Fernseher vorbeigehen, ohne einen brennenden Tesla zu sehen. Was ist denn da los?» Er verstehe, dass gewisse Leute seine Produkte nicht kaufen möchten. «Aber ihr müsst es nicht niederbrennen. Das ist ein bisschen unvernünftig», sagte Musk. Und rief dann noch in die Kamera: «Das ist psychopathisch, hört auf, psychopathisch zu sein!»

Fakt ist: Die Herausforderungen bleiben gewaltig. Teslas Absatz stockt, insbesondere in Europa und China. Zudem drohen neue Zölle, die Teslas Produktionskosten in die Höhe treiben könnten. Und Konkurrenz schläft nicht: Waymo skaliert sein Robotaxi-Angebot, während chinesische Autobauer wie BYD mit neuen Technologien auftrumpfen.

Foto: Getty Images
19.03.2025, 15:34 Uhr

SEC lässt Klage fallen – Kurs von Kryptowährung XRP explodiert

Eine regelrechte Kursexplosion bei XRP: Der Wert der Kryptowährung hat sich um 10 Prozent auf nun gut 2.20 Dollar erhöht – und das in bloss einer Stunde. 

Der Grund: Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat eine Klage gegen das Kryptounternehmen hinter dem XRP-Coin, Ripple, fallengelassen, wie Ripple-CEO Brad Garlinghouse (53) auf X schreibt. «Das ist er – der Moment, auf den wir gewartet haben», heisst es im Post. Garlinghouse nennt es einen «durchschlagenden Sieg für Ripple, für Krypto, in jeder Hinsicht».

Die SEC hatte Ripple und ihre Gründer im Dezember 2020 verklagt. Das Unternehmen soll illegalen Wertpapierhandel betrieben haben, so der Vorwurf. Im Juli 2023 verurteilte ein Gericht das Unternehmen zu einer Geldstrafe von 125 Millionen Dollar. Die Aufsicht SEC ging aber in Berufung – und hat nun das Verfahren eingestellt.

Foto: Sven Thomann
19.03.2025, 10:16 Uhr

Stadler-Aktie taucht nach schlechten Zahlen

Ein schlechter Start in den Handel: Die Aktie des Thurgauer Zugbauers Stadler Rail hat am Mittwoch kurz nach Börsenbeginn um bis zu 5 Prozent eingebüsst – und fiel auf 22.40 Franken, wie «Cash» berichtet. Dabei war das bisherige Jahr für das Papier des Unternehmens von Patron Peter Spuhler (66) ein ziemlich erfolgreiches. Der Aktienkurs hat seit dem Jahreswechsel um rund 15 Prozent zugelegt.

Noch im November 2024 war die Stadler-Aktie auf das Allzeittief von unter 18 Franken abgestürzt – nachdem der Zughersteller zuvor das Jahresziel gesenkt hatte. «Das tut mir wirklich leid für unsere Aktionäre. Dagegen können wir nicht viel tun, wir sind unverschuldet von Unwetterereignissen getroffen worden», sagte damals Patron Spuhler im Interview mit Blick.

Die Unwetter haben letztlich auch das Stadler-Jahresergebnis für 2024 zerzaust, weshalb nun die Aktie unter Druck ist. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf 3,3 Milliarden Franken. Der Reingewinn brach gar um 60 Prozent auf 55 Millionen Franken ein.

Foto: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
17.03.2025, 12:18 Uhr

SMI knackt 13'000-Marke erneut

Nach den Einbussen von letzter Woche legt der SMI am Montagmorgen leicht zu. Damit knackt der Börsenindex mit den 20 wichtigsten Aktientiteln der Schweiz erneut die Marke von 13'000 Punkten. Zum ersten Mal über die wichtige Marke kletterte der SMI am 25. Februar. 

Deutlich zugelegt hat am Montagvormittag die Aktie der Grossbank UBS mit einem Plus von 1,3 Prozent. UBS-Chef Sergio Ermotti verdient für 2024 mit 14,9 Millionen Franken leicht mehr als im Vorjahr, wie früh am Morgen bekannt wurde. Die Aktionäre scheint das nicht zu stören. Auch die Aktien der beiden Pharmariesen Novartis und Roche tragen zum SMI-Plus bei.

Foto: keystone-sda.ch

Diese Woche werden sowohl die Schweizerische Nationalbank (SNB) als auch die US-Notenbank Fed über den Leitzins entscheiden. Anlegerinnen und Anleger an der Börse zeigen sich bis dahin deshalb eher zurückhaltend. 

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