Chefs, gebt euren Mitarbeitern fussballfrei! Diesem Aufruf von BLICK und Radio Energy folgen zahlreiche Firmen. Einen frühen Feierabend gibt es heute dank dem WM-Match etwa bei der Schweizer Vertretung des Europa Parks. «Zum Match werden wir Hacktätschli – nicht Köttbullar! – essen», sagt Mitarbeiterin Lisa Heyl. Die drei Mitarbeiter drücken der Nati besonders die Daumen, denn nur bei einem Schweizer Sieg müssen sie die Arbeitszeit nicht nachholen.
Grosszügig zeigt sich das Maler- und Gipsergeschäft Hansen aus Interlaken BE. Nach 15 Uhr geht es gemeinsam zum Public Viewing, sagt Inhaber Martin Manrecaj (38), der aus dem Kosovo stammt. Eintritt, Essen und Trinken gehen auf Kosten des Geschäfts. «Rund 3500 Franken kostet uns das inklusive der Arbeitszeit», schätzt Manrecaj.
«Match im Blumenladen anschauen»
Gemeinsam zum Public Viewing gehen die Mitarbeiter von A3 Architekten aus Reichenbach im Kandertal BE. Sie treten sogar als Sponsoren auf. «Wir nutzen dies, Danke zu sagen für die gute Arbeit unserer Mitarbeiter», so die Begründung. Im Betrieb findet das Public Viewing auch bei Wiesli Holzbau aus Weinfelden TG statt. Michi Wiesli will gleich doppelt feiern: mit einem Schweizer Sieg und der Betriebsübergabe an die vierte Generation.
Auf einen kleinen Bildschirm werden Nadine Wüst und Angelina Jeker, die Inhaberinnen von Ambiance Blumen in Basel, mit Sommer, Shaqiri und Co. mitfiebern. «Wir werden den Match bei uns im Blumenladen anschauen», erklären sie. Kunden dürfen trotzdem vorbeikommen: «Der Laden bleibt offen, aber wir werden hier mitfiebern.»
Zwei Stunden früher als normal schliesst heute das Reisebüro Aaretal Reisen aus Belp BE. Das Team ist siegessicher: «Für (Rück)reisen nach Schweden ist das Büro ausnahmsweise ab 18 Uhr wieder geöffnet!»
Pikettdienst muss erreichbar sein
Fest an den Viertelfinaleinzug glaubt auch die Holzbaufirma Baltenschwiler aus Laufenburg AG. Die Geschäftsleitung lädt zum gemeinsamen Public Viewing ein, Mitarbeiter sollen mit Fahnen und Trikots für Stimmung sorgen. In den Autocentern von Kenny sind Mitarbeiter und Kunden live dabei, wenn es in St. Petersburg zur Sache geht.
Über ihren Chef Ronnie Schneitter freuen sich die 56 Angestellten der Firma Schneitter in Langendorf SO. Alle dürfen heute um 15.30 Uhr ihre Sachen packen und den Match schauen. «Einige werden das in unserem Aufenthaltsraum machen, andere gehen ins Public Viewing», sagt Mitarbeiterin Sandra Spielmann. Der Pikettdienst müsse aber erreichbar sein. Mit einer Anpassung: «Wenn Anrufe kommen sollten, darf er die Kunden fragen, ob er erst um 18.15 Uhr kommen könnte.» Nach dem Schweizer Sieg – hoffentlich.