Darum gehts
- Sparen lohnt sich in jedem Alter
- Eröffnen Sie mehrere 3a-Konten für gestaffelte Bezüge im Alter
- Mit 50 Franken monatlich in die 3a können bis zur Pensionierung 75'000 Franken angespart werden
Generell gilt: Sparen lohnt sich in jedem Alter. Damit sorgt man für schlechtere Zeiten vor. Wie viel man auf die Seite legt, hängt natürlich von den finanziellen Möglichkeiten ab.
Es ist sicher hilfreich, wenn man jeden Monat einen bestimmten Betrag auf ein Sparkonto einzahlt. Wie man den Sparbatzen anlegt, hängt sehr stark vom Anlagehorizont ab. Je länger man das Geld anlegt, desto grössere Risiken kann man eingehen.
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
Altersvorsorge mit 20
Beginne mit Einzahlungen in die Säule 3a, sobald du finanziell etwas Luft hast. Eröffne ein Vorsorgekonto bei einer klassischen Bank oder bei einem Onlineanbieter (zum Beispiel Viac) und investiere das Ersparte in ein Wertschriftendepot: Weil es noch sehr lange dauert bis zur Pensionierung, halten sich die mit Aktien verbundenen Risiken in Grenzen. Wenn du nur schon 50 Franken pro Monat einzahlst, kommen bis zur Pensionierung rund 75’000 Franken zusammen (bei 4 Prozent Rendite).
Richte einen Dauerauftrag ein, so sparst du fast automatisch. Deine Einzahlungen in die Säule 3a kannst du bei den Steuern voll vom Einkommen abziehen. Der Nachteil: Das Ersparte ist gebunden.
Vermeide auf jeden Fall, dass es bei der ersten Säule deiner Altersvorsorge Löcher gibt. Wenn du nicht immer erwerbstätig bist, sondern etwa studierst oder reist, solltest du bei der AHV abklären, ob du allfällige Beitragslücken schliessen kannst.
Willst du wissen, ob du mit deiner Pensionskasse gut aufgestellt bist? Im kostenlosen Beobachter-Webinar von Donnerstag, 6. Februar 2025, erhältst du nützliche Infos von den Experten. Hier geht es zur Anmeldung.
Willst du wissen, ob du mit deiner Pensionskasse gut aufgestellt bist? Im kostenlosen Beobachter-Webinar von Donnerstag, 6. Februar 2025, erhältst du nützliche Infos von den Experten. Hier geht es zur Anmeldung.
Altersvorsorge mit 30
Erhöhe die monatlichen Überweisungen in die Säule 3a, zahle wenn möglich den Maximalbetrag ein (derzeit 7258 Franken für Angestellte oder 20 Prozent des steuerbaren Einkommens bei selbständig Erwerbenden). Sobald rund 50’000 Franken auf dem 3a-Konto sind, eröffne ein zweites und später ein drittes 3a-Konto. Im Alter kannst du dann dieses Geld gestaffelt beziehen und sparst so je nach Kanton Steuern bei der Auszahlung.
Wenn die 3a-Gelder auf einem Bankkonto liegen, zügle das Konto zu einem Anbieter mit einem guten Zinssatz: Wegen des Zinseszinseffekts summieren sich über die Jahrzehnte auch kleine Zinsunterschiede zu grossen Beträgen. Du optimierst deine dritte Säule, wenn du das Geld nicht auf einem Bankkonto deponierst, sondern in besser rentierende Wertschriften (Aktien) investierst. Dank dem langen Anlagehorizont kannst du allfällige Wertschwankungen aussitzen.
Wenn du die Stelle wechselst, berücksichtige dabei auch, wie gut die neue Pensionskasse (PK) ist: Zahlt der Arbeitgeber mehr als die Hälfte der Beiträge ein? Sind die Leistungen der PK besser als im Branchenschnitt?
Kontrolliere ein erstes Mal, ob all deine bisherigen Arbeitgeber die AHV-Beiträge korrekt abgeliefert haben. Bestelle dazu bei der AHV einen Auszug aus dem individuellen Konto. Wiederhole das alle paar Jahre, vor allem wenn du häufiger die Stelle wechselst.
Altersvorsorge mit 40
Kläre ab, ob du genügend abgesichert bist, falls dir etwas zustösst: Erwerbstätige sind in der Regel finanziell gut gestellt, falls du wegen eines Unfalls dauerhaft erwerbsunfähig wirst. Anders sieht es aus, falls es wegen einer Krankheit geschieht. Im Pensionskassenausweis findest du Anhaltspunkte, wie viel Geld du bei dauerhafter Arbeitsunfähigkeit (nach den Krankentaggeldern) erhalten würdest. Reicht das (zusätzlich zu einer IV-Rente von maximal 2520 Franken) zum Leben? Wenn nein, kannst du dich dagegen zusätzlich versichern. Falls du selbständig erwerbend bist, ist das existenziell wichtig.
Wie steht es um Partner und Kinder, falls du stirbst? Unverheiratete Paare sollten sich um eine gegenseitige Absicherung kümmern, falls sie finanziell voneinander abhängig sind. Konkubinatspartner können sich mit einer Todesfallrisikoversicherung gegenseitig begünstigen und so die für sie nachteiligen Regeln des Erbrechts teils aushebeln.
Regle auch, wer das Geld aus deiner Säule 3a erhält, falls du stirbst. Falls du nichts unternimmst, gilt dafür eine Begünstigtenordnung (erst Ehepartner, dann direkte Nachkommen sowie Lebenspartner, dann Eltern, dann Geschwister), aber du kannst diese Rangfolge teilweise abändern.
Möchtest du 100 Franken sparen? Und zwar ganz ohne Dosenravioli essen zu müssen. Mit dem Beobachter-Newsletter «Mach was draus» hast du mehr übrig. Mehr vom Lohn mit weniger sinnlosen Ausgaben, mehr Freizeit mit weniger Bürokram – mehr vom Leben mit weniger Stress. Jetzt Newsletter abonnieren.
Möchtest du 100 Franken sparen? Und zwar ganz ohne Dosenravioli essen zu müssen. Mit dem Beobachter-Newsletter «Mach was draus» hast du mehr übrig. Mehr vom Lohn mit weniger sinnlosen Ausgaben, mehr Freizeit mit weniger Bürokram – mehr vom Leben mit weniger Stress. Jetzt Newsletter abonnieren.
Melde der Pensionskasse, wenn du unverheiratet mit jemandem zusammenlebst, damit der Partner eine Rente erhält, wenn du sterben würdest. Falls du ein Freizügigkeitskonto bei einer Bank hast, melde es, wenn deine Partnerin bei deinem Ableben Geld erhalten soll.
Altersvorsorge mit 50
Wohneigentum kann ein wichtiger Teil deiner Altersvorsorge sein, falls du dir den Kauf einer Wohnung oder eines Hauses leisten kannst: Du senkst damit deine künftigen Wohnkosten deutlich – zumindest solange du zu Hause leben kannst. Mach zusammen mit einer Fachperson einen Vorsorgecheck: Reichen die voraussichtlichen Renten aus AHV, Pensionskasse und 3a-Konten, um deinen Lebensstandard über die Pensionierung hinaus zu sichern?
Wenn nicht, setze dir ein Sparziel. Wer noch 15 Jahre lang monatlich 500 Franken zur Seite legen kann, hat im Rentenalter fast 100’000 Franken zusätzlich zur Verfügung (bei 1 Prozent Rendite). Gibt es Konkubinatspartner, Ehepartner, allenfalls Ex-Partner, die finanziell auf dich angewiesen sind? Hast du Kinder, die im Zeitpunkt deiner Pensionierung mitten in der Ausbildung stehen und Zahlungen von dir erwarten?
Prüfe, ob du dich freiwillig in die Pensionskasse einkaufen kannst. Steuerlich ist das interessant. Aber kläre zuerst, ob sich durch den Einkauf deine Leistungen konkret verbessern würden.
Senke ab 55 Jahren allmählich deinen Aktienanteil in der Säule 3a, um die bislang erwirtschaftete Rendite zu sichern und das Risiko von Kursverlusten zu senken.
Altersvorsorge mit 60
Jetzt lohnen sich Einkäufe in die Pensionskasse am meisten: Je kürzer die Zeitspanne zwischen Einzahlung und Bezug, desto mehr fällt der Steuervorteil ins Gewicht. Aber Achtung: Falls du das PK-Guthaben in Kapitalform statt als Rente beziehen willst, müssen mindestens drei Jahre zwischen der Einzahlung und dem Bezug liegen, sonst wird dir der Steuervorteil rückwirkend gestrichen. Reicht das Geld für eine frühzeitige Pensionierung? Musst, kannst oder willst du sogar länger arbeiten?
Die Weichen dafür solltest du jetzt stellen. Mach eine Budgetplanung für die Zeit nach der Pensionierung (siehe Vorlage). Manche Kassen wollen bis zu drei Jahre im Voraus wissen, falls du das Geld als Kapital beziehen willst. Für viele Leute ist eine Mischform (ein Teil als Rente, ein Teil als Kapital) die beste Variante.
Reduziere allmählich den Aktienanteil in deinem 3a-Depot. Falls du mehrere 3a-Konten hast, beziehst du ab Alter 60 (respektive 59 für Frauen) jedes Jahr eines davon, um die Steuerprogression zu brechen.