An der Ski-Börse wurde in den letzten Wochen ein bald 22-Jähriger am heissesten gehandelt, der im Weltcup noch ohne Punkt da steht. Sein Name: Lenz Hächler.
Der Zuger wird von vielen Experten als weltweit grösstes Alpin-Talent taxiert, im letzten Winter hat sich der Slalom Junioren-Weltmeister von 2024 mit dem Triumph in der Riesenslalom-Gesamtwertung im Europacup einen Fix-Platz für die kommende Weltcup-Saison gesichert. Deshalb wurde der Nordica-Pilot aus der Zentralschweiz bis letzte Woche von allen grossen Ski-Ausrüstern gejagt. Gleichzeitig hat Nordica alles unternommen, damit Hächler gehalten werden kann.
Doch jetzt muss der ehemalige Weltklasse Riesen- und Slalomfahrer Manfred Mölgg (42, 3 Weltcupsiege), der seit zwei Jahren bei Nordica die Rolle des Rennchefs bekleidet, seine Hoffnung auf eine längere Zusammenarbeit mit dem Top-Talent begraben: «Lenz hat mir leider mitgeteilt, dass er uns verlassen wird.» Einen neuen Ausrüster-Vertrag hat das Riesen-Juwel zwar noch nicht unterschrieben. Aber gemäss Blick-Recherchen wird Hächler bei Stöckli Markengefährte von Superstar Marco Odermatt (27), Thomas Tumler (35) und Alexis Monney (25) werden.
Verliert Fischer nach Yule auch den Riesen-Weltmeister an Atomic?
Einen spektakulären Transfer könnte es auch in Österreich geben. Der Tiroler Raphael Haaser (27), der bei der WM in Saalbach-Hinterglemm in sensationeller Manier auf Fischer vor Thomas Tumler und Loïc Meillard (28) Weltmeister im Riesenslalom wurde, wird in dieser Woche Atomic testen. Frankreichs Slalom-Olympiasieger Clement Noël (27) hat kürzlich Head getestet, hat sich nun aber für einen Verbleib bei Dynastar entschieden.
Ihre Skimarken wechseln werden dafür Griechenlands Slalom-Sensation AJ Ginnis (30, WM-Silber 2023, bisher Fischer) und Andorras Riesenslalom-Held Joan Verdu (30, bisher Head) – beide werden in Zukunft auf Marcel Hirschers Van Deer-Ski fahren. Daniel Yule (32) hat seinen Transfer von Fischer zu Atomic bereits in der vorletzten Woche verkündet.