Slalom-Ass macht noch lange nicht Schluss
Holdener denkt schon jetzt bis 2027 – mit Kampfansage

Slalom-Ass Wendy Holdener ist eine der erfolgreichsten Podest-Sammlerinnen der Schweizer Ski-Geschichte. Genug hat die Schwyzerin noch lange nicht. Und mit dem Etikett der «ewigen Zweiten» geht sie locker um.
Publiziert: 04.04.2025 um 19:25 Uhr
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Aktualisiert: 04.04.2025 um 20:35 Uhr
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Noch lange nicht genug: Wendy Holdener denkt nach der guten Saison schon an die nächsten Winter. Sie will mindestens bis 2027 weitermachen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Wendy Holdener plant bis zur WM 2027 weiterzumachen und reflektiert vergangene Erfolge
  • Holdener nimmt ihre Position als «ewige Zweite» gelassen und lobt Mikaela Shiffrin
  • Mit 52 Weltcup-Podestplätzen liegt Holdener auf Rang 5 der Schweizer Allzeit-Podest-Rangliste
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Erinnern Sie sich an die Ski-WM 2017? Wendy Holdener tut es gerne. In St. Moritz schrieb das Technik-Ass ihr eigenes Märchen, holte Gold in der Kombination und Silber im Slalom. «Diese Momente werde ich nie vergessen», sagt sie.

Heute ist Holdener 31 Jahre alt – und hat noch lange nicht genug. Ihr Plan ist, mindestens bis zur WM 2027 in Crans-Montana VS weiterzumachen. «Wenn ich gesund bleibe und Spass habe, wäre es wunderschön, zehn Jahre nach St. Moritz nochmals Titelkämpfe im eigenen Land zu erleben.»

Holdeners zweite Heim-WM ist gefühlt trotzdem noch weit weg, zumal dazwischen mit den Olympischen Spielen im Februar 2026 in Cortina (It) ein weiterer Grossanlass ansteht. Auch darauf freut sie sich.

Zuerst will Holdener nach einer langen Saison aber ihre Batterien aufladen. Nachdem sie jahrelang stets dabei war, verzichtet sie diesmal auf die Schweizer Meisterschaften. «Der Winter hat Energie gekostet. Unter dem Strich bin ich sehr zufrieden, ich hatte viele coole Rennen», resümiert sie.

Ohne Shiffrin hätte bei Holdener die 1 viel häufiger aufgeleuchtet

Heute ist Holdener die Nummer 6 der Slalom-Weltcupwertung. Und im Riesenslalom verbesserte sie sich im Vergleich zum Vorwinter massiv (Platz 15). «Letztlich war die WM in Saalbach aber fast nicht zu toppen», so Holdener. Was sie meint: Im Team-Bewerb, bei der Team-Kombi und im Slalom hamsterte die Schwyzerin jeweils Silber. 

Nun werden Nörgler einwenden, dass sie Gold verpasste. Und auch im Weltcupwinter «nur» dreimal Zweite wurde. Mit dem Etikett der «ewigen Zweiten» geht Holdener aber längst locker um. «Dann habe ich da halt einen Rekord», sagt sie schmunzelnd. Fakt ist: Ohne Mikaela Shiffrin (30, USA), der wohl besten Skifahrerin der Geschichte, hätte Holdener deutlich häufiger gewonnen. «Gleichzeitig hat sie mich auch besser gemacht. Du musst es nehmen, wie es ist.»

Nur vier Schweizerinnen holten mehr Podestplätze

Tatsächlich hätten die allermeisten Ski-Profis nur allzu gerne Holdeners Palmarès von 52 Weltcup-Podestplätzen inklusive fünf Siegen. Damit liegt sie in der Schweizer Allzeit-Podest-Rangliste auf Rang 5. 

Wer vor ihr liegt? Nur Ski-Grössen. Genauer: Vreni Schneider (101 Podestplätze), Lara Gut-Behrami (100), Erika Hess (76), Maria Walliser (72) und Marie-Theres Nadig (57). «Das ist schon cool. Aber ich will schon noch ein paar sammeln und es den anderen Fahrerinnen ein wenig schwierig machen, bis es fertig ist», so Holdener. 

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