Sie ist eine der grössten Skeleton-Fahrerinnen der Schweizer Geschichte. Maya Pedersen, die ledig Bieri hiess, gewann zwischen 1995 und 2010 alles, was es zu gewinnen gibt: Olympiagold 2006 in Turin, zwei WM- und einen EM-Titel, sowie den Gesamtweltcup.
Im Alter von 45 Jahren wagt sie ihr Comeback: Für das norwegische Team will sie sich für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang qualifizieren und der Welt nochmal zeigen, was sie drauf hat. Nur das könnte sich als schwerer herausstellen als geplant. Denn auch wenn die zweifache Mutter die Kriterien des norwegischen Verbands, mindestens zwei Top-12-Ergebnisse zu erreichen, erfüllt, hat sie keine Garantie, nach Südkorea fliegen zu dürfen.
Pedersen sieht frauendiskriminierende Voraussetzungen
In der «Berner Zeitung» klagt sie: «Das Internationale Olympische Komitee lässt 50 Skeleton-Piloten zu. Die Männer haben 30, die Frauen 20 Plätze. Das ist ein Skandal – wir haben es mit Frauendiskriminierung zu tun! An den zwei letzten Spielen haben die Männer ihr Kontingent nicht einmal ausgeschöpft. Bei uns dürfen zudem eine Australierin und eine Afrikanerin starten – die Afrikanerin ist nicht ansatzweise konkurrenzfähig. So wie es aussieht, kämpfen 13 Nationen um eines der letzten 3 Tickets. Auch für die Schweiz wird es sehr schwierig.»
Und auch wenns mit einer Qualifikation doch noch klappt, für Pedersen ist nach dieser Saison definitiv Schluss. «Der Aufwand ist gewaltig, das Projekt nicht ganz billig. Ende Saison hör ich auf.» (aho)