Marokko überstrahlt alle
Marokko, Kamerun, Nordkorea: die grössten Coups der WM-Geschichte

Marokko hat in Katar Belgien, Spanien und Portugal besiegt und steht am Samstag im kleinen Final gegen Kroatien. Blick erklärt die sechs grössten Überraschungen der WM-Geschichte.
Publiziert: 16.12.2022 um 09:00 Uhr
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Aktualisiert: 16.12.2022 um 11:37 Uhr
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Azzedine Ounahi und Sofiane Boufal sind Teil des marokkanischen Märchens an der WM in Katar.
Foto: AFP
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Rang 1: Marokko, 2022

Marokko schreibt in Katar ein modernes Fussballmärchen, das erst von Titelverteidiger Frankreich beendet wird. Auf dem Weg in den Halbfinal räumen die Nordafrikaner mit Belgien, Spanien und Portugal drei europäische Schwergewichte aus dem Weg und rehabilitieren damit einen ganzen Kontinent. 2018 waren alle fünf afrikanischen Teams in der Vorrunde gescheitert.

Rang 2: Kamerun, 1990

Italia novanta startet mit einem Paukenschlag. Titelverteidiger Argentinien mit Diego Maradona verliert das Eröffnungsspiel im San Siro gegen Kamerun 0:1. Die Afrikaner stürmen danach mit dem tanzenden Roger Milla als erstes afrikanisches Team in einen WM-Viertelfinal. Argentinien erholt sich von der Auftaktpleite und mogelt sich in den Final, den es gegen Deutschland 0:1 verliert.

Rang 3: Nordkorea, 1966

Zum Abschluss der Vorrunde trifft Italien auf Nordkorea. Das italienische Unheil nimmt schon in der ersten Halbzeit seinen Lauf, als sich ein italienischer Spieler verletzt und die Azzurri mit zehn Mann die Partie fortsetzen müssen. Kurz vor der Pause schiesst der krasse Aussenseiter das 1:0. Die Asiaten verteidigen den Vorsprung und ziehen in den Viertelfinal ein. Dort führen sie gegen Portugal 3:0, ehe sie nach vier Eusebio-Toren doch noch 3:5 verlieren.

Rang 4: Algerien, 1982

Zum Auftakt in der Gruppe 2 schlägt Algerien Europameister Deutschland sensationell 2:1. 20 Jahre nach dem Ende des Algerien-Krieges hat das Land mit den Torschützen Madjer und Belloumi neue Helden. Algerien verpasst den Einzug in die Zwischenrunde dennoch, weil sich zum Abschluss Deutschland und Österreich bei der «Schande von Gijon» auf ein 1:0 einigen, das beiden hilft.

Rang 5: Südkorea, 2002

Als erstes asiatisches Team schafft Südkorea den Einzug in einen WM-Halbfinal. Der Co-Gastgeber setzt sich in der K.o.-Runde gegen Italien und Spanien durch. Die beiden Siege haben allerdings einen faden Beigeschmack. Italiener wie Spanier fühlen sich durch die Referees betrogen. Der VAR kommt erst 16 Jahre später an einer WM zum Einsatz.

Rang 6: Bulgarien, 1994

Die Rollen vor dem Viertelfinal zwischen Deutschland und Bulgarien im Giants-Stadium in East Rutherford sind klar verteilt. Der Titelverteidiger geht kurz nach der Pause in Führung, ehe die Bulgaren mit einem Doppelschlag innerhalb von drei Minuten die Sensation schaffen. Hristo Stoichkov und Jordan Letchkov sorgen mit ihren Toren für den grössten Erfolg in der bulgarischen Fussball-Geschichte.

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WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
SP
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1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
1
Luxemburg
Luxemburg
0
0
0
1
Nordirland
Nordirland
0
0
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1
Slowakei
Slowakei
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0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
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PT
1
Kosovo
Kosovo
0
0
0
1
Slowenien
Slowenien
0
0
0
1
Schweden
Schweden
0
0
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1
Schweiz
Schweiz
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belarus
Belarus
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0
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1
Dänemark
Dänemark
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Griechenland
Griechenland
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1
Schottland
Schottland
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Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
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1
Aserbaidschan
Aserbaidschan
0
0
0
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
1
Island
Island
0
0
0
1
Ukraine
Ukraine
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bulgarien
Bulgarien
0
0
0
1
Georgien
Georgien
0
0
0
1
Spanien
Spanien
0
0
0
1
Türkei
Türkei
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
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1
Armenien
Armenien
0
0
0
1
Ungarn
Ungarn
0
0
0
1
Irland
Irland
0
0
0
1
Portugal
Portugal
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
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PT
1
Polen
Polen
2
3
6
2
Finnland
Finnland
2
1
4
3
Litauen
Litauen
2
-1
1
4
Niederlande
Niederlande
0
0
0
5
Malta
Malta
2
-3
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
2
2
6
2
Rumänien
Rumänien
2
3
3
3
Zypern
Zypern
2
1
3
4
Österreich
Österreich
0
0
0
5
San Marino
San Marino
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
2
7
6
2
Estland
Estland
2
0
3
3
Israel
Israel
2
-1
3
4
Italien
Italien
0
0
0
5
Moldawien
Moldawien
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Nordmazedonien
Nordmazedonien
2
3
4
2
Wales
Wales
2
2
4
3
Kasachstan
Kasachstan
2
0
3
4
Belgien
Belgien
0
0
0
5
Liechtenstein
Liechtenstein
2
-5
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
2
5
6
2
Albanien
Albanien
2
1
3
3
Lettland
Lettland
2
-2
3
4
Serbien
Serbien
0
0
0
5
Andorra
Andorra
2
-4
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechien
Tschechien
2
5
6
2
Montenegro
Montenegro
2
3
6
3
Kroatien
Kroatien
0
0
0
4
Färöer
Färöer
2
-2
0
5
Gibraltar
Gibraltar
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
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