Xhaka setzt in der Nachspielzeit zum Kopfstoss an
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Die Nerven liegen blank:Xhaka macht in der Nachspielzeit den Zidane

Kommentar zu Xhakas Ausraster im Klassiker
Diese Sperren müssen wehtun

Taulant Xhakas Verhalten lässt sich nicht rechtfertigen, meint Steffi Buchli, Chefredaktorin Sport der Blick-Gruppe.
Publiziert: 07.05.2023 um 21:11 Uhr
|
Aktualisiert: 08.05.2023 um 07:06 Uhr
Steffi Buchli, Chefredaktorin Sport der Blick-Gruppe.
Foto: Thomas Meier
Steffi Buchli

Wie zerstört man in fünf Minuten seinen Ruf? Taulant Xhaka hat sechs Meistertitel auf seinem Konto. Die Leute mögen ihn, ein anständiger Kerl. Neben dem Feld eher schüchtern. Eine Basler Identifikationsfigur. Über 240-mal ist er für Rot-Blau in der Super League aufgelaufen. Knapp 70-mal hat er Gelb gesehen, einmal erst Rot.

Und dann brennen ihm alle Sicherungen durch. Im Klassiker gegen den FC Zürich. In einer Begegnung, die wie so oft nicht hochstehend, aber wie immer emotional ist. Er kennt diese Klassiker. Er kennt die wilde und laute Kulisse bei solchen Spielen. Er kennt die Provokationen der Gegenspieler. Taulant Xhaka ist ein Routinier. Ein Routinier, der auch gelernt hat, Fehlentscheide des Schiedsrichters wegzustecken.

Trotzdem greift er Marchesano plötzlich ins Gesicht und versetzt Katic einen Kopfstoss. Wie immer sind wir als Zuschauer dank Kameras mittendrin in der Szenerie, aber dennoch unendlich weit weg vom Geschehen. Ich frage mich: Was ist da vorgefallen, dass Taulant Xhaka derart ausrastet? Wer sagte was und warum? Wir werden es wohl nie erfahren. Es ist aber leider auch schlichtweg egal. Natürlich wird Taulant Xhaka seine Version der Geschichte haben. Sein Verhalten aber lässt sich nicht rechtfertigen. Auf keine Art und Weise. Der Fall Xhaka muss einer für die Disziplinarkommission werden. Die Sperren müssen wehtun.

Beim FCB hat im Klassiker gegen Zürich nicht nur Xhaka, sondern das Kollektiv die Nerven verloren. Die Basler müssen über die Bücher. Und Taulant Xhaka trägt nach diesem Total-Ausfall für immer den «Rüpel-Stempel». Schade.

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TD
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26
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45
2
Servette FC
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26
7
45
3
FC Luzern
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26
6
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4
FC Lugano
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26
5
42
5
FC Zürich
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26
1
39
6
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26
9
37
7
BSC Young Boys
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5
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8
FC St. Gallen
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26
2
36
9
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-7
30
10
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-9
26
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