Top-Team der 30. Runde
Justin Hammel (GC): Nur dank dem GC-Goalie kommen die Hoppers in Basel nicht komplett unter die Räder. Sorgt mit seinen zwei Paraden gegen Ajeti dafür, dass der FCB-Stürmer nach seiner Auswechslung seinen Frust an der Ersatzbank auslässt.
Lindrit Kamberi (FCZ): Ein FCZ-Verteidiger, der Lausanne kein Tor schenkt? Der ist schon mal oben mit dabei. Und dann trifft Lindrit Kamberi auch noch in Mittelstürmermanier zu diesem so wichtigen 2:2 in der 95. Minute, das verhindert, dass die Zürcher doch noch ins Strichkampf-Zittern geraten. Dass der Rechtsverteidiger im gegnerischen Strafraum auftaucht ist weder Zufall noch Verzweiflung, sondern taktisches Konzept. Seit einigen Spielen schleicht sich Kamberi immer wieder ganz nach vorne.
Mohamed Ali Camara (YB): Grosse Rückkehr in die Stammelf des Guineers! Trainer Giorgio Contini zieht Sandro Lauper, der für Camara die drei Spiele zuvor in der Innenverteidigung gespielt hatte, ein klein wenig vor die Abwehr. Auch in dieser Formation bleibt YB makellos.
Loïc Lüthi (Winterthur): Eine der personifizierten Hoffnungsträger in Winterthur. Der 21-Jährige überzeugte gegen Sion mit seiner Zweikampfstärke, mit den meisten Pässen im ganzen Spiel und mit gefährlicher Aktion per Kopf in der Offensive.
Dominik Schmid (Basel): Erzielt per Kopf seinen vierten Saisontreffer. Dazu schon fünf Vorlagen auf dem Konto. Kein Verteidiger in der Liga kommt auf solche Skorerwerte.
Miroslav Stevanovic (Servette): Servette-Star Miroslav Stevanovic macht ein brillantes Spiel. Sein Tor wird wegen eines Millimeter-Offsides aberkannt. Dann trifft er die Latte per Kopf und den Innenpfosten mit einem genialen Freistoss. Derart viel Pech bei drei wunderbaren Abschlüssen honorieren wir trotz Niederlage mit der Nomination fürs Top-Team der Runde.
Xherdan Shaqiri (Basel): Ob sich Shaqiri in seinem neuen Haus in Rheinfelden einen Waffenschrank einbauen lässt, um seine Standards nach getaner Arbeit einschliessen zu können? Gegen GC ist er mit seinen brandgefährlichen Freistössen mal wieder an beiden Basler Toren beteiligt.
Anto Grgic (Lugano): Als Chef im Mittelfeld war Anto Grgic ein entscheidender Faktor für den Sieg der Tessiner. Er verwandelte den Elfmeter, der seine Mannschaft auf die Siegerstrasse brachte, und gewann zahlreiche Duelle im Mittelfeld.
Christian Fassnacht (YB): The Winner takes it all. Wie schon gegen St. Gallen reicht ein Fassnacht-Tor für drei Punkte. Diese YB-Effizienz ist momentan unfassbar. Und ihr Baumeister ist der Zürcher Rückkehrer, der bereits sein sechstes Tor macht.
Lars Villiger (Luzern): Schiesst seinen siebten Saisontreffer. Noch nie hat er in einer Saison mehr Tore erzielt.
Philip Otele (Basel): Kann in der heimischen Vitrine schon mal einen Platz für die Auszeichnung zum Tor des Monats freiräumen.
Flop-Team der 30. Runde
Karlo Letica (Lausanne-Sport): Bis zur 89. Minute ist es ein solides bis gutes Spiel des Lausanne-Keepers. Dann stürmt er wie ein wildgewordenes Huhn aus seinem Strafraum. Vorbei an seinen verdutzten Verteidigern, vorbei auch an Steven Zuber, der dankend zum Anschlusstreffer einschiebt. Es ist der Anfang vom Ende für Lausanne, für das ein 2:2 nach einer 2:0-Führung im Strichkampf nichts anderes ist als eine schwere Niederlage.
Federico Barba (Sion): 1:2-Niederlage gegen den Tabellenletzten trotz dominantem Auftakt. Sion gehört zu den grössten Verlierern dieses Spieltags und Innenverteidiger Federico Barba mittendrin. Gerade mal die Hälfte seiner Pässe kam beim Mitspieler an. Auch sonst gehörte der 31-Jährige zu den Schwachstellen in der Walliser Defensive.
Mariano Gomez (FCZ): Was ein Weltmeister kann, kann ich schon lange, denkt sich der Zürcher Innenverteidiger vermutlich – und offeriert Lausanne mit einem fürchterlichen Ballverlust gegen Aliou Baldé das zweite Tor. Er kann sich bei Steven Zuber, Lindrit Kamberi und einer ab Minute 88 inexistenten Lausanner Abwehr bedanken, dass er damit nicht die Niederlage besiegelt.
Maksim Paskotsi (GC): Gewinnt keinen einzigen Zweikampf. Dafür holt er sich für einen unnötigen Rempler gegen Otele Gelb ab und fehlt am Sonntag gegen Luzern gesperrt. Kommt auf fünf Fouls in 90 Minuten.
Benjamin Mendy (FCZ): Nach fünf Minuten hat er sich bereits seinen Platz im Flop-Team der Runde gesichert. Das nennt man dann wohl Effizienz. FCZ-Trainer Ricardo Moniz schwört darauf, dass Mendy ein Gewinn für sein Team ist. Was gegen Lausanne zu sehen ist: Der Weltmeister bringt Flanken, wie sie in dieser Liga nur noch Xherdan Shaqiri schlagen kann. Aber seine defensiven Aussetzer sind haarsträubend.
Benjamin Kololli (Sion): Kololli fiel an diesem Spieltag negativ auf. Er wurde auf dumme Weise vom Platz gestellt, obwohl der FC Sion die Winterthurer klar dominiert hat. Eine Aktion, die den Wallisern wohl das Spiel kostete.
Sonny Kittel (GC): Ein Schuss von der Mittellinie ist die mit Abstand beste Szene des GC-Flügels. Das sagt alles.
Anthony Baron (Servette): Der Mittelfeldspieler verliert Fassnacht bei dessen Tor einen Moment aus den Augen – und handelt sich den entscheidenden Rückstand ein. Diese klitzekleine Unachtsamkeit könnte riesige Folgen haben.
Rodrigo Conceiçao (FCZ): Diesmal läuft er nicht als Aussenverteidiger auf, sondern in einem 4-3-3 als rechter Mittelfeldspieler. Dort will ihm wie der gesamten FCZ-Offensive nichts so richtig gelingen. Passend sein Abschluss nach einer halben Stunde, den er aus wenigen Metern nicht an Karlo Letica vorbeibringt. Nach weniger als einer Stunde ist für ihn Schluss.
Young-Jun Lee (GC): Hat über drei Monate auf einen Einsatz warten müssen. Nach seinen 45 Minuten in Basel droht die nächste lange Pause.
Willem Geubbels (St. Gallen): Findet gegen Luzern nie ins Spiel. Sinnbildlich dafür sind seine null Abschlüsse. Und seine miese Passquote von 42 Prozent.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | FC Basel | 30 | 29 | 52 | |
2 | Servette FC | 30 | 9 | 51 | |
3 | BSC Young Boys | 30 | 11 | 49 | |
4 | FC Luzern | 30 | 8 | 48 | |
5 | FC Lugano | 30 | 5 | 48 | |
6 | FC Zürich | 30 | 1 | 46 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 30 | 5 | 41 | |
8 | FC St. Gallen | 30 | 1 | 40 | |
9 | FC Sion | 30 | -7 | 35 | |
10 | Yverdon Sport FC | 30 | -18 | 32 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -13 | 27 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -31 | 23 |