Es ist noch gar nicht so lange her, da wusste man weit vor Anpfiff eines jeden FCZ-Spiels, dass Ifeanyi Mathew (28) in der Startelf stehen wird. Egal, ob unter Bo Henriksen oder zu Anfangszeiten unter Ricardo Moniz: Der Nigerianer gehörte seit seinem Zuzug im Februar 2023 zum unverzichtbaren Stammpersonal und bildete zusammen mit Cheick Condé eines der besten Mittelfeldduos der Schweizer Liga. Unvergessen sein Rekord-Tor vor einem Jahr gegen YB, als er nach zehn Sekunden getroffen hat.
Mittlerweile sieht es aber ganz anders aus. Obwohl Mathew – der einer der Top-Verdiener in Zürich sein soll – in der Vorrunde noch eine feste Grösse im Team der Zürcher war, muss er mittlerweile Woche für Woche darum kämpfen, überhaupt im Kader zu stehen. Das letzte Mal ist er am 15. Februar im Spiel gegen den FC Sion dabei gewesen. Zum Einsatz ist er damals aber nicht gekommen. Ein solcher liegt schon mehr als zwei Monate zurück.
Im Sommer weg
Woran liegts? FCZ-Coach Ricardo Moniz sagt: «Er trainiert mit. Ifeanyi ist ein fantastischer Profi, mit beiden Füssen auf dem Boden, hilft den jungen Spielern.» Aber? «Er hat seinen Vertrag nicht verlängert, das hat ihn in eine schwierige Situation platziert.»
Der FCZ machte nie ein Geheimnis daraus, dass Mathew im zurückliegenden Winter hätte gehen können. Spätestens im Sommer ist der Nigerianer, dessen Vertrag ausläuft, wohl weg. Aber nicht allein die Vertragssituation hat Mathew ins Abseits befördert. Moniz: «Die Konkurrenz steht natürlich auch nicht still.»
Die Jungen trumpfen auf
Als Beispiele nennt der Holländer die jungen Wilden, auf die der FCZ analog der Philosophie mehr setzt. Cheveyo Tsawa (18) zum Beispiel. Der U21-Nati-Spieler hat seine Einsatzzeit im Gegensatz zur Vorrunde, als Mathew noch spielen durfte, mittlerweile verdreifachen können. Seinen Marktwert gar fast verzehnfachen – Tsawa ist gemäss «transfermarkt.ch» fast 2,5 Millionen Franken wert, im September waren es noch nicht mal 300'000 Franken.
Oder Miguel Reichmuth (21). Ein anderer FCZ-Mittelfeldspieler, der Mathew in der Rückrunde den Rang abgelaufen hat. In der Vorrunde noch null Spiele gemacht (nach langem Aufbautraining), ist Reichmuth in der Rückrunde schon sieben Mal zum Einsatz gekommen. Dass dies der Fall sein könnte, hat FCZ-Sportchef Milos Malenovic bereits vor einem Monat in einer Pressekonferenz angekündigt «Mathew ist ein Super-Typ, ein Leader und guter Fussballer. Aber was die Daten betrifft und gewisse Details, die wir mehr gewichtigen, haben junge Spieler in naher Zukunft wohl die Nase vorne.»
Ob der Nigerianer je wieder für den FCZ auflaufen wird? Trotz der Werte, die Moniz und Malenovic ihm attestieren, siehts aktuell nicht danach aus. Moniz macht die Türe aber noch nicht ganz zu. «Absolut, er hat die Chance, noch zu spielen.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | FC Basel | 30 | 29 | 52 | |
2 | Servette FC | 30 | 9 | 51 | |
3 | BSC Young Boys | 30 | 11 | 49 | |
4 | FC Luzern | 30 | 8 | 48 | |
5 | FC Lugano | 30 | 5 | 48 | |
6 | FC Zürich | 30 | 1 | 46 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 30 | 5 | 41 | |
8 | FC St. Gallen | 30 | 1 | 40 | |
9 | FC Sion | 30 | -7 | 35 | |
10 | Yverdon Sport FC | 30 | -18 | 32 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -13 | 27 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -31 | 23 |