Das Spiel
Schmeichelhafter Sieg für die Berner in Genf! YB gewinnt gegen Servette 1:0 und springt – zumindest vorübergehend – auf Platz drei.
Dabei siehts für die Berner im Stade de Genève vorerst nicht sehr rosig aus. Nach nur acht Minuten geht Servette in Führung. Das Tor von Stevanovic wird aber wegen Abseits aberkannt. Millimeter-Entscheidung.
Die Genfer sind besser. Nach 25 Minuten setzt Stevanovic einen Kopfball an die Latte. YB schwimmt. Und dann muss auch noch Captain Loris Benito vor der Pause verletzt vom Feld – Schlag aufs Knie. Für ihn kommt Rayan Raveloson.
Aber praktisch aus dem Nichts gehen die Berner nach einem Corner vor der Pause in Führung. Dreht YB jetzt auf? Na ja.
Aber der Meister bleibt der glücklichere Akteur auf dem Platz: Nach 65 Minuten wackelt erneut der YB-Kasten. Wieder ist Stevanovic der Pechvogel. Sein Freistoss knallt an den Pfosten.
Und so reicht den Bernern der Kopfball von Fassnacht, um den vierten Sieg in Serie einzutüten.
Das Tor
41. Minute, Christian Fassnacht, 0:1. Ugrinics Corner findet den Kopf von Fassnacht. Unbedrängt kann der YB-Rückkehrer aus sieben Metern einnicken. Diese Führung kommt überraschend.
Das gab zu reden
Wegen Ausschreitungen im Léman-Derby Lausanne gegen Servette haben die Bewilligungsbehörden die Nordtribüne im Stade de Genève gesperrt. Die Hardcore-Fans quartieren sich deshalb auf der Gegentribüne ein. Als sie sich eingerichtet haben, entrollen sie drei Banner. Auf dem ersten steht: «Ein erneuter Versuch, uns zu vertreiben, der ins Wasser fällt.» Dann rennen drei Grenat-Fans in Richtung YB-Fans und kriegen von den Bernern eine Trommel, die sie an den Sicherheitskräften vorbei in ihren Sektor bringen.
Der Beste
Wie schon gegen St. Gallen reicht ein Tor von Christian Fassnacht für drei Berner Punkte. Diese YB-Effizienz ist momentan unfassbar. Und ihr Baumeister ist der Zürcher Rückkehrer, der bereits sein sechstes Tor macht.
Der Schlechteste
Anthony Baron verliert Christian Fassnacht bei dessen Tor einen Moment aus den Augen. Diese klitzekleine Unachtsamkeit könnte riesige Folgen haben.
Die Stimmen (gegenüber Blue)
Christian Fassnacht, YB-Torschütze: «Wir sind unglaublich erlöst, Glücksgefühle kommen hoch. Es ist schön, dass ich dem Team auch mit Scorerpunkten helfen kann. Ich habe hart an mir gearbeitet, auch mental. Ich will mich weiterentwickeln und da bin ich wohl auf einem guten Weg.»
Joël Mall, Servette-Goalie: «Eine unverdiente Niederlage. Wir waren das bessere Team. Eine Standardsituation, da haben wir geschlafen. Und dann war das Glück nicht auf unserer Seite. Wir waren aber klar besser.»
Die Schiris
Ref Stefan Horisberger und die Seinen machen einen guten Job. Zum Glück revidiert VAR Lukas Fähndrich den falschen Penaltyentscheid. War aber auch schwierig zu sehen, weil Cognat mit Riesentempo förmlich in die Box stürzte.
Die Fans
Die YB-Fans haben alles im Griff im mit nur 6122 Fans gefüllten Stade de Genève. Aber klar, die Nordtribüne ist je gesperrt. So ist diese für die Wichtigkeit des Spiels unwürdige Kulisse natürlich teilweise zu erklären.
So gehts weiter
Die Berner treffen am Samstagabend (20.30 Uhr) zu Hause auf Yverdon. Servette muss sich am Sonntag (14.15 Uhr) auswärts in St. Gallen beweisen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | FC Basel | 30 | 30 | 52 | |
2 | Servette FC | 30 | 9 | 51 | |
3 | BSC Young Boys | 30 | 11 | 49 | |
4 | FC Luzern | 30 | 8 | 48 | |
5 | FC Lugano | 30 | 5 | 48 | |
6 | FC Zürich | 30 | 1 | 46 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 30 | 5 | 41 | |
8 | FC St. Gallen | 30 | 1 | 40 | |
9 | FC Sion | 30 | -7 | 35 | |
10 | Yverdon Sport FC | 30 | -18 | 32 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -14 | 27 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -31 | 23 |