Das Spiel
Normalerweise ist das Duell zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen ein Hass-Duell, geprägt von Emotionen, Zündstoff und vielen heissen Szenen. Das war auch am Donnerstagabend zu erwarten, weil beide Teams unbedingt drei Punkte gebraucht hätten. Luzern, um die Championship Group klarzumachen, St. Gallen, um im Rennen um die Top 6 zu bleiben. Am Ende gibts aber nur magere Kost.
Bis auf etwas Rauch zu Beginn des Spiels, ausgelöst durch Pyros der mitgereisten St. Galler Fans und einem Wortgefecht zwischen FCL-Ersatzgoalie Vaso Vasic und St. Galler Betreuern und der Ein- und Auswechslung des seit Wochen glücklosen Jean-Pierre Nsame, gibts auf beiden Seiten kaum einmal spielerische Highlights. Nur dreimal schiessen die beiden Teams aufs gegnerische Tor. Wenn, dann sind es saftige Grätschen oder Klärungsaktionen – meist vom Luzerner Innenverteidiger-Bruderpaar Bung Hua oder Bung Meng Freimann – die es zu bestaunen gibt.
Die Tore
2. Minute, Lars Villiger, 1:0. Im dichten Pyro-Nebel erhält Villiger eine Hereingabe im Strafraum. Dort hat er zu viel Freiraum, zieht aus etwa 14 Metern ab und trifft mit dem ersten Torabschluss unten rechts ins Tor.
9. Minute, Chadrac Akolo, 1:1. Die Gäste aus der Ostschweiz reagieren prompt auf den frühen Rückschlag. Witzig tankt sich über die rechte Seite bis zur Grundlinie durch und spielt eine flache Hereingabe. Der Ball rutscht bis zu Chadrac Akolo durch, der ihn gedankenschnell aus 5 Metern ins Tor schiebt.
Die Stimmen (Gegenüber Blue)
Ambrosius: «Es ist momentan nicht einfach. Wir betreiben viel Aufwand, werden aber nicht belohnt. Unsere Unkonstanz ist unser grösstes Problem. Dennoch werden wir bis zum Schluss kämpfen und uns nicht geschlagen geben.»
Der Beste
Lars Villiger. Ackert und arbeitet wie ein Wilder nach hinten. Zudem trifft er auch noch zum frühen 1:0 für Luzern. Ein gelungener Arbeitstag.
Der Schlechteste
Willem Geubbels. Schiesst kein einziges Mal aufs gegnerische Tor und hat auch noch eine miserable Passquote. Nach über einer Stunde macht er Platz für Nsame. Mieser Abend.
Das gab zu reden
Erwähnenswert ist die Luzerner Nachwuchsarbeit Mal für Mal. Auch heute wieder. Das, weil die gesamte Luzerner Defensive aus Eigengewächsen besteht. Und mit Bung Hua und Bung Meng Freimann sind auch noch zwei Brüder darunter.
Die Fans
11’790 Fans sind am Donnerstag für das Rivalenduell in die Swissporarena gekommen. Die Stimmung ist gut. War in diesen Duellen zwischen Zentral- und Ostschweiz aber auch schon deutlich emotionaler und geladener.
Die Schiris
Lukas Fähndrich (Schiedsrichter), Guillaume Maire (Assistent), Leroy Hartmann (Assistent), Stefan Horisberger (VAR). Das Schiri-Gespann zeigt eine solide Leistung. Auch wenn gewisse Entscheidungen sehr zögerlich gefällt werden.
So gehts weiter
Für das Heimteam geht es bereits am Sonntag (16:30 Uhr) gegen GC weiter. St. Gallen empfängt zum Abschluss der englischen Woche zu Hause Servette. (14:15 Uhr)
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
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1 | FC Basel | 30 | 29 | 52 | |
2 | Servette FC | 30 | 9 | 51 | |
3 | BSC Young Boys | 30 | 11 | 49 | |
4 | FC Luzern | 30 | 8 | 48 | |
5 | FC Lugano | 30 | 5 | 48 | |
6 | FC Zürich | 30 | 1 | 46 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 30 | 5 | 41 | |
8 | FC St. Gallen | 30 | 1 | 40 | |
9 | FC Sion | 30 | -7 | 35 | |
10 | Yverdon Sport FC | 30 | -18 | 32 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -13 | 27 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -31 | 23 |