Ländle-Kicker startet durch
Salanovic ist Thuns Super-Joker

Er ging mit 17 zu Atlético Madrid, trainierte mit Griezmann, musste bei Balzers neu anfangen. Und startet nun bei Thun durch.
Publiziert: 20.10.2018 um 15:00 Uhr
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Aktualisiert: 20.10.2018 um 21:13 Uhr
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Salanovic ist Thuns Super-Joker.
Foto: freshfocus
Martin Arn

Dennis Salanovic (22) ist ziemlich müde. Am Mittwochabend erst ist er vom Länderspiel mit Liechtenstein aus Gibraltar zurückgekehrt. Das Ländle hat am Dienstag gegen den Zwergstaat 1:2 verloren, trotz eines Treffers von Salanovic. Zwölf Stunden später steht er bestens gelaunt auf dem Kunstrasen des FC Thun.

Dass die Thuner derzeit auf Platz 4 der Super League stehen, hat viele Gründe. Einer davon ist, dass Trainer Marc Schneider den heissesten Joker der Liga im Team hat.

Beispiele gefällig? Beim letzten Spiel gegen Zürich kommt Salanovic in der 57. Minute ins Spiel. Zwei Minuten später trifft er. Beim Auswärtsspiel in St. Gallen wird Salanovic in der 67. Minute eingewechselt. Acht Minuten danach bereitet er das Tor durch Sorgic vor. Weitere drei Minuten später trifft er selber.

Der Traum von Atlético

«Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht gerne von Anfang an spielen würde», sagt Salanovic. «Aber wenn der Trainer denkt, dass ich von der Bank aus Impulse bringen kann, dann will ich diese Aufgabe wahrnehmen.» Salanovic hat das Gymnasium gemacht. Fast jedenfalls. «Die Matur fehlt mir noch.»

Die Sache ist halt die, dass Atlético Madrid ihn unbedingt wollte, als Salanovic 17 war. «Wer würde da schon Nein sagen? Das ist der Traum jedes jungen Fussballers.» In Madrid ist der junge Bursche ganz auf sich alleine gestellt. Und wenn er manchmal mit den Profis trainiert, dann heissen die Mitspieler Antoine Griezmann oder Fernando Torres. «Unglaublich, welche Qualität die haben. Das siehst du im TV nur bedingt. Aber wenn du neben ihnen stehst – brutal!»

Eigentlich logisch, dass der Nobody aus Liechtenstein da noch nicht mithalten kann. Salanovic will spielen und wechselt zu NK Istra nach Kroatien. Zunächst bekommt er seine Einsatzminuten, doch als der Coach gehen muss, sitzt Salanovic auf der Bank.

Er kehrt in die Heimat zurück, wechselt zu Balzers. Rettet den Klub mit 8 Toren in 12 Spielen vor dem Abstieg aus der 1. Liga. Rapperswil-Jona sichert sich seine Dienste. Und weil Salanovic auch da trifft, kommt der Anruf von Thun.

Dort will er seine Karriere noch einmal lancieren. «Ich schaue mir die Gegenspieler an, ihre Schwächen, ihre Stärken. Und wenn mich der Trainer bringt, will ich voll da sein.»

Gegner Luzern heute dürfte gewarnt sein!

Luzern gegen Thun gibts ab 19 Uhr live bei BLICK.

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28
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46
3
FC Lugano
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FC Luzern
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BSC Young Boys
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FC Zürich
FC Zürich
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FC Lausanne-Sport
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FC St. Gallen
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9
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31
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