Junioren sind besser
Der tiefe Fall von FCZ-Schlüsselspieler Popovic

Er sollte das Spiel des FCZ ankurbeln. Doch nun droht Denis Popovic das dauerhafte Reservisten-Dasein. Verfolgen Sie die Partie FCZ – YB ab 16 Uhr im BLICK-Ticker.
Publiziert: 06.10.2019 um 10:05 Uhr
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Alles andere als aufstrebend: Denis Popovic hat beim FCZ bisher nicht überzeugt.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus
Matthias Dubach

Die Vorschusslorbeeren sind in Rekordzeit verwelkt. Denis Popovic (29) war beim FCZ vorgesehen als neue Schaltzentrale im defensiven Mittelfeld. Der Slowene sollte ein Sechser mit viel Offensivdrang sein, ein Spielgestalter. Einer, der mit seinen bald 30 Jahren auch den jungen Spielern «eine Schulter zum Anlehnen bieten kann», wie es Trainer Ludovic Magnin gerne über die stets gesuchte Mischung zwischen Youngstern und Routiniers zu sagen pflegt.

Doch auf Magnins Dauer-Suche nach der richtigen Mischung muss letzten Sonntag beim Sieg in Genf einer über die Klinge springen: Popovic erhielt nicht mal ein Aufgebot für die Servette-Reise. Es ist der tiefe Fall des FCZ-Schlüsselspielers!

Anstelle von Popovic laufen im defensiven Mittelfeld die beiden Eigengewächse Simon Sohm (18) und Toni Domgjoni (21) auf. Die Youngster bringen Biss mit, symptomatisch ist der gewonnene Zweikampf von Domgjoni vor dem Zürcher Tor.

Das sagt Magnin zu seiner Achse

Nun droht Neuzugang Popovic das dauerhafte Reservisten-Dasein. Auch diesen Sonntag im Heimspiel gegen Meister YB. Dabei sagte FCZ-Sportchef Thomas Bickel im Sommer nach der Verpflichtung: «Er ist ein Spätzünder, er ist hungrig.»

Doch der Slowene blieb in seinen acht Liga-Spielen den Beweis schuldig, tauglich für die designierte Rolle zu sein. Die Bilanz von Datenerfasser «SofaScore» weist für Popovic zwar stolze 79,1 Ballberührungen pro Spiel auf – das zeigt, dass er von den Teamkollegen gesucht wird. Aber mit null Toren und null Assists ist sein Einfluss in der Offensive bisher mager.

Zudem scheut der Slowene die Zweikämpfe und wenn er sie bestreitet, gewinnt Popovic nur 39 Prozent seiner Duelle am Boden und in der Luft. Bei durchschnittlich 1,8 Fouls pro Spiel hat er dafür bereits drei Gelbe Karten kassiert.

Jetzt sagt Bickel: «Wir machen keine Einzelkritik.» Auch Trainer Magnin will den Neuen des letztjährigen Russland-Aufsteigers FK Orenburg nicht zum Sündenbock für die maue Saison machen. «Jede Mannschaft braucht eine Achse. Ich muss zugeben, dass ich bisher die passende Formation noch nicht gefunden habe», sagt Magnin nach dem 0:4-Desaster in Basel. Nach dem Sieg in Genf scheint klar: Popovic gehört nicht in die FCZ-Achse, obwohl er fix dafür vorgesehen war.

Verfolgen Sie die Partie FC Zürich – BSC Young Boys ab 16 Uhr im BLICK-Liveticker. 

Credit Suisse Super League 24/25
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
18
6
31
2
FC Basel
FC Basel
18
21
30
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
18
9
30
4
FC Luzern
FC Luzern
18
3
29
5
Servette FC
Servette FC
18
2
29
6
FC Zürich
FC Zürich
18
-1
27
7
FC Sion
FC Sion
18
4
26
8
FC St. Gallen
FC St. Gallen
18
6
25
9
BSC Young Boys
BSC Young Boys
18
-4
23
10
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
18
-12
17
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
18
-10
15
12
FC Winterthur
FC Winterthur
18
-24
13
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