Das meint BLICK
Ösis treiben ein heisses Spiel mit Koller!

Österreich hat das Ticket für die EM 2016 gelöst. Aber mit Trainer Marcel Koller wurde noch nicht verlängert. Ein Kommentar von BLICK-Fussballchef Andreas Böni.
Publiziert: 28.09.2015 um 16:09 Uhr
|
Aktualisiert: 30.09.2018 um 20:06 Uhr
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Läuft Kollers Zeit als Ösi-Coach schon bald ab?
Foto: EQ Images
Von Andreas Böni

Als Koller am 20. September 2009 in der Bundesliga bei Bochum entlassen wird, beginnt für ihn die Zeit des Leidens. Über zwei Jahre lang findet der Meister-Trainer von St. Gallen und GC keine Arbeit. Bis er Ende 2011 die Ösis übernimmt – und ein Land in Euphorie versetzt.

In einer Gruppe mit Schweden, Russland und Montenegro (die lagen in der EM-Quali 2012 vor der Schweiz) ist er schon zwei Runden vor Schluss für die EM qualifiziert. Der Durchmarsch in einer der stärksten Quali-Gruppen macht Koller zu einem der begehrtesten Trainer auf dem Markt.

Das Komische daran: Während ihn das Volk auf Händen trägt, ziert sich sein Arbeitgeber. Der ÖFB hat Koller Wochen nach der ersten sportlichen Qualifikation seit 18 Jahren (!) noch kein Angebot zur Vertragsverlängerung gemacht.

Das erscheint töricht, ist aber in Kollers Sinn. Je länger die Ösis warten, desto besser ist es für ihn. Erstens, weil er über die Frage nachdenken kann: Ist meine Mission mit Österreich beendet? Und zweitens werden seine Optionen immer zahlreicher.

Ex-Bundesliga-Trainer Koller passt zum Beispiel ins Profil als Favre-Nachfolger bei Gladbach. Er wird Thema bei Hannover, wenn dort Trainer Michael Frontzeck fliegt. Und es liegt auf der Hand: Kommt von Koller ein Signal, dass er sich ein Engagement als Schweizer Nati-Trainer ab 2016 vorstellen kann, wird eine mögliche Vertragsverlängerung von Vladimir Petkovic noch heisser diskutiert.

Gerade, wenn die Nati wider Erwarten gegen San Marino und Estland nicht sechs Punkte holt.

WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
1
Luxemburg
Luxemburg
0
0
0
1
Nordirland
Nordirland
0
0
0
1
Slowakei
Slowakei
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
0
0
0
1
Slowenien
Slowenien
0
0
0
1
Schweden
Schweden
0
0
0
1
Schweiz
Schweiz
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belarus
Belarus
0
0
0
1
Dänemark
Dänemark
0
0
0
1
Griechenland
Griechenland
0
0
0
1
Schottland
Schottland
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Aserbaidschan
Aserbaidschan
0
0
0
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
1
Island
Island
0
0
0
1
Ukraine
Ukraine
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bulgarien
Bulgarien
0
0
0
1
Georgien
Georgien
0
0
0
1
Spanien
Spanien
0
0
0
1
Türkei
Türkei
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Armenien
Armenien
0
0
0
1
Ungarn
Ungarn
0
0
0
1
Irland
Irland
0
0
0
1
Portugal
Portugal
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Polen
Polen
2
3
6
2
Finnland
Finnland
2
1
4
3
Litauen
Litauen
2
-1
1
4
Niederlande
Niederlande
0
0
0
5
Malta
Malta
2
-3
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
2
2
6
2
Rumänien
Rumänien
2
3
3
3
Zypern
Zypern
2
1
3
4
Österreich
Österreich
0
0
0
5
San Marino
San Marino
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
2
7
6
2
Estland
Estland
2
0
3
3
Israel
Israel
2
-1
3
4
Italien
Italien
0
0
0
5
Moldawien
Moldawien
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Nordmazedonien
Nordmazedonien
2
3
4
2
Wales
Wales
2
2
4
3
Kasachstan
Kasachstan
2
0
3
4
Belgien
Belgien
0
0
0
5
Liechtenstein
Liechtenstein
2
-5
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
2
5
6
2
Albanien
Albanien
2
1
3
3
Lettland
Lettland
2
-2
3
4
Serbien
Serbien
0
0
0
5
Andorra
Andorra
2
-4
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechien
Tschechien
2
5
6
2
Montenegro
Montenegro
2
3
6
3
Kroatien
Kroatien
0
0
0
4
Färöer
Färöer
2
-2
0
5
Gibraltar
Gibraltar
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
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