Herzog lässt Ball aus fast 30 Metern durchflutschen
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Bock von Nati-Goalie:Herzog lässt Ball aus fast 30 Metern durchflutschen

Rückendeckung von Sundhage trotz Flop
«Stand jetzt ist Herzog weiterhin die Nummer 1»

Auch nach dem 0:2 gegen Frankreich analysiert Pia Sundhage die Leistung ihres Teams wie immer sehr differenziert. Elvira Herzog, die beim zweiten Gegentor schlecht aussieht, gibt sie Rückendeckung.
Publiziert: 05.04.2025 um 11:56 Uhr
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Aktualisiert: 05.04.2025 um 19:16 Uhr
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Pia Sundhage ärgert sich über die beiden Gegentore.
Foto: TOTO MARTI
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Pia Sundhage (65) ist selten kurz angebunden – schon gar nicht, wenn es, wie nach der 0:2-Pleite gegen Frankreich in St. Gallen, viel Redebedarf gibt. Eloquent und differenziert gibt die Schwedin Auskunft, spricht Klartext, ohne aber einzelne Spielerinnen an den Pranger zu stellen.

Auch Elvira Herzog (25) kritisiert sie nicht, obwohl diese beim 0:2 alles andere als eine gute Figur macht. Die Keeperin berührt beim Weitschuss von Selma Bacha zwar den Ball mit den Fingerspitzen, trotzdem schlägt dieser hinter ihr im Tor ein. Es ist kurz vor der Pause die Vorentscheidung im über weite Strecken ungleichen Kräftemessen.

«Wir hätten beide Tore verhindern können», sagt Sundhage, die sich beim zweiten Gegentor vor allem darüber ärgert, weil ihre Spielerinnen nach dem kurz ausgeführten Freistoss der Französinnen zu spät reagieren. «Wir bereiten die Spielerinnen auf alle Freistösse vor – egal wo diese auf dem Platz stattfinden.»

Kritik hagelts vor allem für die Offensive

Die Hauptschuld beim Tor hat aber Herzog, die bereits beim 1:2 in Norwegen Ende Februar bei beiden Gegentoren nicht gut ausgesehen hatte. Auf die Diskussion, ob es zu einem Wechsel kommen könnte in den nächsten Spielen, lässt sich Sundhage nicht ein: «Stand jetzt ist Elvira weiterhin die Nummer 1.»

Trotz des Ärgers über die beiden Gegentore ist die Schwedin mit dem Auftritt in der Defensive grundsätzlich aber zufrieden. Ganz anders mit der Offensive. «Wie wir gewisse Bälle erobert haben, war phänomenal», so Sundhage. Aber aus den sich bietenden Umschaltmomenten schlägt die Nati kaum Profit. «Wir spielen nicht präzise genug und treffen nicht die richtigen Entscheide.»

Zum vierten Mal in den letzten fünf Spielen bleibt die Nati damit ohne Tor. «Uns fehlt eine Goalgetterin» so Sundhage, was allerdings keine neue Erkenntnis ist. Symptomatisch für das laue Lüftchen im Sturm ist, dass mit Luana Bühler und Noemi Ivelj eine Verteidigerin und eine Mittelfeldspielerin die besten Offensivaktionen haben.

Die erst 18-jährige Ivelj erhält von der Nati-Trainerin ein Sonderlob. «Ich bin von ihrer Leistung beeindruckt, sie hat es richtig gut gemacht.» Auch Noelle Maritz und Meriame Terchoun, die beiden Aussenläuferinnen, erwähnt sie positiv; bei Maritz deren Defensive und das Positionsspiel in der Offensive, bei Terchoun ihre offensiven Rushes.

Trotz einiger Lichtblicke bleibt aber die Erkenntnis, dass es bis zum EM-Start noch einiges zu tun gibt. Oder wie es Sundhage sagt: «Es liegt viel Arbeit vor uns.» Die nächste Chance bietet die Partie am Dienstag in Island, für welche Sundhage bereits einige Wechsel angekündigt hat.

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