Das Spiel
Die Nati wartet weiter auf ihren ersten Sieg im Jahr 2025. Das Team von Trainerin Pia Sundhage unterliegt Frankreich im dritten Nations-League-Spiel mit 0:2 – und das völlig verdient.
Denn trotz frühlingshaften 19 Grad sind zum Anpfiff im St. Gallen nicht alle Akteurinnen auf Betriebstemperatur – allen voran die Schweizer Defensive um Innenverteidigerin Julia Stierli. Gleich mehrmals sieht die Freiburg-Spielerin in der Startphase nicht gut aus, mehrmals verpassen die Französinnen die Führung – und finden sie nach einer Viertelstunde dann aber doch.
Vom frühen Dämpfer offensichtlich geweckt, spielt dann auch die Schweiz mit – zumindest ein bisschen. Mehrmals versuchen die Schweizerinnen, offensiv Nadelstiche zu setzen. Zuerst mit der auffälligen Schertenleib – und nach einer knappen halben Stunde mit Bühler, die den Ausgleich nur um ein Haar verpasst. Zeitgleich bleibt die Nati defensiv anfällig – und fängt sich noch vor der Pause nach einem Herzog-Flop den zweiten Gegentreffer.
Sundhage wechselt in der Pause gleich doppelt. Und danach sind die Schweizerinnen defensiv auch deutlich sicherer als zuvor, offensiv aber kommt so gut wie nichts mehr. So bleibt es beim 0:2 aus Schweizer Sicht. Damit gerät die Nati in der Nations League in akute Abstiegsgefahr.
Die Tore
15. Minute, Sandy Baltimore, 0:1. Cascarino lässt über rechts zuerst Maritz und dann Stierli stehen und bringt den Ball von der Grundlinie aus in die Mitte. Die frei stehende Baltimore hat leichtes Spiel und muss nur noch den Fuss hinhalten.
43. Minute, Selma Bacha, 0:2. Knapp dreissig Meter vor dem Tor gibt es Freistoss für Frankreich. Bacha fasst sich ein Herz, der Schuss kommt zentral auf Herzog. Dieser flutscht die Kugel aber durch die Finger, der Ball landet so letztlich via Lattenunterkante im Netz.
Die Stimmen
Die Beste
Selma Bacha. Die Aussenverteidigerin von Lyon ist die gefährlichste Spielerin auf dem Platz. In der 38. Minute bekundet sie noch Pech, als sie nach einem herrlichen Solo nur die Latte trifft. Fünf Minuten später schlägt ihr strammer Weitschuss hinter Herzog ein.
Die Schlechteste
Elvira Herzog. Die Leipzig-Keeperin sieht beim 0:2 schlecht aus, als der zentral aufs Tor kommende Weitschuss von Bacha hinter ihr via Lattenunterkante einschlägt.
Das gab zu reden
Pia Sundhage schreckt vor grossen Namen nicht zurück. Mit Ramona Bachmann (Houston) und Ana-Maria Crnogorcevic (Seattle) sitzen die beiden besten Nati-Torschützinnen der Geschichte 64 Minuten lang auf der Bank, allerdings hat die Saison in den USA erst vor wenigen Wochen begonnen.
Die Schiris
Die Portugiesin Catarina Campos hat die Partie jederzeit im Griff, könnte aber die eine oder andere Verwarnung mehr aussprechen.
Die Fans
11’011 Fans wohnen der Partie im Kybunpark in St. Gallen bei. Damit sind es deutlich mehr als beim Testspiel der Männer vor zehn Tagen gegen Luxemburg (8’363).
So gehts weiter
Für das Sundhage-Team gehts nun in den hohen Norden. Im vierten Spiel der Nations-League-Kampagne misst sich die Schweiz am nächsten Dienstag um 18.45 Uhr in Reykjavík mit Island – und ist dort dringend auf einen Sieg angewiesen, um einen Abstieg aus der Nations-League-Liga-A abzuwenden.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
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1 | Deutschland | 3 | 7 | 7 | |
2 | Niederlande | 3 | 3 | 7 | |
3 | Österreich | 3 | -4 | 3 | |
4 | Schottland | 3 | -6 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
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1 | Frankreich | 3 | 4 | 9 | |
2 | Norwegen | 3 | 0 | 4 | |
3 | Island | 3 | -1 | 2 | |
4 | Schweiz | 3 | -3 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
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1 | England | 3 | 6 | 7 | |
2 | Spanien | 3 | 2 | 6 | |
3 | Portugal | 3 | -1 | 4 | |
4 | Belgien | 3 | -7 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | Schweden | 3 | 2 | 7 | |
2 | Dänemark | 3 | 2 | 6 | |
3 | Italien | 3 | -2 | 3 | |
4 | Wales | 3 | -2 | 1 |