So richtig kann sich Pia Sundhage (65) nicht entscheiden. «Ich weiss nicht, ob ich traurig oder glücklich sein soll. Ob ich enttäuscht oder aufmunternd sein soll», rätselt die Nati-Trainerin nach der bitteren 1:2-Pleite in Norwegen. Das, was sich in den 90 Minuten zuvor auf dem Kunstrasen in Stavanger abspielt, lässt sämtliche Gefühlslagen zu.
Nach der enttäuschenden Nullnummer gegen Island zeigen die Schweizerinnen im zweiten Nations-League-Auftritt eine markante Leistungssteigerung und erspielen sich gegen die Weltnummer 16 zahlreiche Top-Chancen. So wie in der Startphase, als Piubel und Ivelj aus bester Position den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Oder wie Maritz und die eingewechselte Beney, die in der zweiten Hälfte zwei riesige Möglichkeiten auf den Führungstreffer vergeben. «Wir haben einige Dinge besser gemacht als noch gegen Island. Aber wir müssen vor dem Tor kaltblütiger sein», fasst es Viola Calligaris (28) zusammen.
Das müssen sich die Norwegerinnen nicht vorwerfen lassen. Die Gastgeberinnen gehen eine Viertelstunde vor Ende durch eine Kombination des eingewechselten Duos Ildhusöy und Terland in Führung. Nach einem Zuckerpass von Böe Risa hat Nati-Goalie Herzog bei ihrer Intervention viel Pech, dass der Ball der norwegischen Stürmerin gleich wieder vor die Füsse fällt. Das zweite Gegentor kurz vor Schluss fällt nach einem schlecht geklärten Freistoss, den Superstar Graham Hansen zum Siegestreffer verwertet. «Wenn du es nicht perfekt verteidigst, bekommst du gegen die besten Teams der Welt solche Tore», bilanziert Captain Lia Wälti (31).
Ein Punkt aus zwei Spielen
Doch obwohl der Schweizer Start in die Nations League mit einem Punkt aus zwei Spielen missglückt ist, tritt die Nati die Heimreise aus Norwegen mit gemischten Gefühlen an. «Wie wir angegriffen und Chancen kreiert haben, war ein Schritt nach vorne», sagt Trainerin Sundhage. «Diese Leistung ist etwas, worauf wir stolz sein können.»
Besonders viel Freude bereitet der Auftritt von Sydney Schertenleib (18). Die Barcelona-Mittelfeldspielerin liefert gegen Norwegen ihr bisher bestes Nati-Spiel ab und ist mit ihrem sehenswerten Ausgleichstreffer mitverantwortlich für das Gefühlschaos ihrer Trainerin.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | Deutschland | 2 | 3 | 4 | |
2 | Niederlande | 2 | 1 | 4 | |
3 | Österreich | 2 | -2 | 3 | |
4 | Schottland | 2 | -2 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | Frankreich | 2 | 2 | 6 | |
2 | Norwegen | 2 | 0 | 3 | |
3 | Island | 2 | -1 | 1 | |
4 | Schweiz | 2 | -1 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
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1 | Spanien | 1 | 1 | 3 | |
2 | England | 1 | 0 | 1 | |
3 | Portugal | 1 | 0 | 1 | |
4 | Belgien | 1 | -1 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | Schweden | 2 | 1 | 4 | |
2 | Dänemark | 2 | 1 | 3 | |
3 | Italien | 2 | -1 | 3 | |
4 | Wales | 2 | -1 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | Polen | 2 | 3 | 6 | |
2 | Nordirland | 2 | -1 | 3 | |
3 | Bosnien und Herzegowina | 2 | 3 | 3 | |
4 | Rumänien | 2 | -5 | 0 |