Zum Schluss huscht dann doch noch ein Lächeln über sein Gesicht. Auf die Frage, ob er seine Ferien weiterhin im Wallis verbringen werde, antwortet Basels Mittelstürmer Marco Streller: «Ja, sicher. Jetzt ist es ja einfacher für mich, die Walliser haben ja den Pokal.»
Und das völlig verdient, wie Streller sagt, denn: «Sion war uns in allen Belangen überlegen.»
Zum dritten Mal in Folge verliert der FCB einen Cupfinal, nie war die Niederlage verdienter als gestern. Noch selten wurden die Basler im eigenen Stadion derart dominiert. Die Niederlage hätte auch höher ausfallen können.
Streller selbst steht sinnbildlich für die Leistung seiner Mannschaft, nichts will dem Captain gelingen. Zu allem Übel kassiert er in der ersten Halbzeit auch noch einen Ellbogenschlag von Sions Abwehrboss Léo Lacroix.
In der 73. Minute wird der Routinier erlöst, es ist ein unwürdiger Abgang einer ganz grossen Karriere. Neun Meistertitel und drei Cupsiege stehen auf seiner Visitenkarte, ein letzter Kübel bleibt dem Routinier verwehrt.
Nun gehts erst mal für sechs Wochen nach Florida Natürlich sei er enttäuscht, dass seine Karriere mit einer weiteren Finalpleite endet, trotzdem werde er sich noch ein Bierchen genehmigen. «Und mit meinen Freunden und Teamkollegen anstossen.»
Realisieren werde er sein Karriereende erst in ein paar Tagen oder Wochen, so Streller, der nun erst einmal für sechs Wochen nach Florida in die Ferien fliegt. Zusammen mit seiner Familie.
Und irgendwann, im Winter, wird Streller wieder dorthin fahren, wo er seine Skiferien verbringt: nach Grächen im Kanton Wallis.