Wer ist dabei?
Sämtliche Viertelfinal-Begegnungen bringen viel Brisanz mit – logisch, es sind ja auch die Playoffs. Da sind das Zürcher Derby zwischen den ZSC Lions und dem EHC Kloten und das Zähringer Derby, in dem sich der SC Bern und Fribourg-Gottéron gegenüberstehen. Erstmals seit 2019 sind auch die SCL Tigers wieder in den Playoffs. Die Langnauer bekommen es allerdings mit Quali-Sieger Lausanne, dem einzigen Westschweizer Vertreter, zu tun. Und auch das Kracherduell zwischen dem EV Zug und dem HC Davos ist ein regelrechter Leckerbissen.
Best-of-7
Beginnen wir mit dem wichtigsten Punkt: Alle Serien werden im Best-of-7-Format gespielt. Was heisst das? Wer vier Spiele gewinnt, zieht in die nächste Runde ein. Eine Serie umfasst also mindestens vier und maximal sieben Spiele, da sie beendet ist, sobald ein Klub vier Siege eingefahren hat. Die Teams spielen abwechslungsweise zu Hause. Geht die Serie über die volle Distanz, findet das entscheidende, siebte Spiel beim nach der Qualifikation besser klassierten Team statt.
Wie lange dauert ein Spiel?
Man sollte an einem Playoff-Abend keine weiteren Pläne schmieden. Denn Playoff-Spiele sind eine Open-End-Veranstaltung. Grundsätzlich werden drei Drittel à 20 Minuten effektiver Spielzeit gespielt – die Uhr wird bei jedem Unterbruch angehalten. Gibt es nach 60 Minuten keinen Sieger, wird so lange in 20-minütigen Dritteln weitergespielt, bis das nächste Tor fällt, genannt «Sudden Death» (plötzlicher Tod). Die längste Partie endete 2019 nach 117 Spielminuten. Mark Arcobello schoss damals den späteren Meister SC Bern in Genf zum Sieg. Um 0.54 Uhr. Die Pausen zwischen den Dritteln dauern jeweils 18 Minuten.
Wo gibts die Spiele am TV?
Seit 2023 sind auf SRF keine Playoff-Spiele mehr zu sehen. Aber: Alle Final-Partien sind auf den frei empfangbaren Sendern TV24 und 3+ zu sehen. Auch im Viertelfinal gibt es ausgewählte Partien auf genannten TV-Sendern, im Halbfinal sogar an jedem Spieltag ein Spiel. Zudem überträgt das Bezahl-TV MySports jedes Spiel der National League live.
Gibts einen VAR?
Wie im Fussball werden strittige Szenen per Video überprüft. Auch wenn es keinen VAR gibt, der in einem Keller vor einem grossen Bildschirm sitzt. Die Trainer können eine Coaches-Challenge nehmen, wenn sie glauben, dass ein Treffer unkorrekt (Goalie-Behinderung, hoher Stock, Offside, Handpass) erzielt oder ein Tor zu Unrecht aberkannt wurde. Die Schiedsrichter schauen sich dann die Szene an einem Monitor noch einmal an. Interessant: Am TV hört man, wie sie darüber debattieren. Bleiben sie bei ihrem Entscheid, wird der fehlbare Coach mit einer 2-Minuten-Strafe belegt. Die Unparteiischen können auch das Video konsultieren, wenn sie eine 5-Minute-Strafe verhängen. Doch selbst, wenn sie sich irren, können sie die Strafe nicht löschen, sondern nur auf 2 Minuten reduzieren.
Die Offside-Frage
Im Fussball ist das Offside der Horror für alle Laien. Im Eishockey ist es einfacher: Kein angreifender Spieler darf vor dem Puck – so heisst die Hartgummi-Scheibe, mit der gespielt wird – in der Angriffszone, die mit einer blauen Linie gekennzeichnet ist, sein. Weil das nicht immer so leicht erkennbar ist, sorgt das manchmal für heisse Momente bei der Coaches-Challenge.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | Lausanne HC | 52 | 25 | 97 | |
2 | ZSC Lions | 52 | 35 | 93 | |
3 | SC Bern | 52 | 26 | 91 | |
4 | EV Zug | 52 | 37 | 88 | |
5 | HC Davos | 52 | 18 | 86 | |
6 | HC Fribourg-Gottéron | 52 | 4 | 83 | |
7 | EHC Kloten | 52 | -15 | 79 | |
8 | SCL Tigers | 52 | 7 | 75 | |
9 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 52 | -13 | 73 | |
10 | HC Ambri-Piotta | 52 | -12 | 73 | |
11 | EHC Biel | 52 | -3 | 71 | |
12 | Genève-Servette HC | 52 | -12 | 71 | |
13 | HC Lugano | 52 | -23 | 66 | |
14 | HC Ajoie | 52 | -74 | 46 |